


Chicagos Wettermann David Spritz (Nicolas Cage) lebt so, wie es sich die meisten erträumen: Er ist eine Berühmtheit, bezieht für nur zwei Stunden Arbeit am Tag ein sechsstelliges Gehalt und ist aussichtsreicher Kandidat für den begehrten Posten als Meteorologe einer großen Morning-Show.Im Privatleben jedoch scheint der erfolgsverwöhnte Karrieremensch zu scheitern. Seine Frau hat sich von ihm scheiden lassen, seine Kinder machen einen großen Bogen um ihn und nicht einmal sein mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichneter Vater (Michael Caine) nimmt ihn ernst.“The Weather Man“ ist eine hinreißende Mischung aus „American Beauty“ und „About Schmidt“ und zeigt, wie schwierig ein sinnvolles Leben in einer Fastfoodwelt ist.
Originaltitel: The Weather Man
Regie: Gore Verbinski (Fluch der Karibik).
Drehbuch: Steve Conrad.
Darsteller: Nicolas Cage (Mondsüchtig), Hope Davis (Der Beweis), Nicholas Hoult (Tolkin), Michael Caine (Gottes Werk und Teufels Beitrag), Michael Rispoli, Gil Bellows, Judith McConnell.
Genre: Drama / Komödie
Land: USA / Deutschland
FSK: 6 Jahre.
Laufzeit: 102 Minuten.
Bildformat: 1.85:1 / 16:9 Widescreen (1080p).
Sprachen: Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch.
Tonsystem: Dolby Digital 5.1, Dolby TrueHD 5.1, Dolby Digital 5.1
Untertitel: deutsch, englisch, französisch, japanisch.
Extras: Erweiterter Ausblick: Das Drehbuch, Vorhersage: Wie man ein Wetterfrosch wird, Atmosphärischer Druck: Der Stil, Relative Luftfeuchtigkeit: Die Charaktere, Der Passatwind: Die Zusammenarbeit, Original-Kinotrailer.
Vertrieb: Paramount Pictures Entertainment.
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Filmbewertung: 5 von 5 Filmklappen.
Unter einer dichten Wolkendecke kann sich manchmal erstaunlich viel Leben verbergen. „The Weather Man“ gehört zu jenen eher unbekannteren Arbeiten von Gore Verbinski, die viel mehr Aufmerksamkeit verdient hätten. Der Regisseur von „Ring“ und „Rango“ erzählt hier keine spektakuläre Geschichte, sondern eine, die auf eine beinahe unangenehm vertraute Weise jeden erreichen kann. Es geht um das eigene Leben, um Erwartungen, Familie, beruflichen Erfolg, persönliche Zweifel und die Frage, ob man tatsächlich dort angekommen ist, wo man einmal hinwollte. Nicolas Cage trägt diesen Film mit einer Darbietung, die erstaunlich nah an einen Blick in den Spiegel herankommt. Seine Figur wirkt nicht wie ein überzeichneter Filmcharakter, sondern wie jemand, dessen Unsicherheiten, Enttäuschungen und Selbstzweifel jederzeit auch aus dem eigenen Leben stammen könnten. Genau daraus zieht die Darstellung ihre Stärke. Cage lässt genügend Freiraum, um immer wieder neue Interpretationen aus seinem Charakter herauszulesen. Ein Blick, eine Reaktion oder ein scheinbar beiläufiger Moment können plötzlich eine ganz andere Bedeutung bekommen. Die graue Stimmung des Films passt hervorragend zu dieser Lebenssituation. Die permanente Wolkendecke, die kühle Atmosphäre und die eher nüchterne Umgebung vermitteln zunächst eine gewisse Schwere. Trotzdem entwickelt „The Weather Man“ daraus keinen deprimierenden Dauerzustand. Schwarzhumorige Momente sorgen immer wieder für eine eigenartige Aufhellung und geben der Geschichte einen trockenen, manchmal bitteren Charme. Man lacht nicht unbedingt, weil die Situationen besonders lustig wären, sondern weil die Absurdität des eigenen Lebens manchmal genau dort liegt, wo es eigentlich gar nichts zu lachen gibt.
Auch die Geschichte besitzt deutlich mehr Tiefgang, als der unscheinbare Titel zunächst vermuten lässt. Die Wetterprognose wird beinahe zu einem kleinen Sinnbild für das Leben selbst: Man kann versuchen vorherzusagen, was kommt, doch wirklich kontrollieren lässt sich davon nur wenig. Hinter dem Beruf des Wettermoderators verbirgt sich eine Figur, die versucht, Ordnung in ein Leben zu bringen, das sich längst nicht mehr so berechenbar verhält, wie sie es gerne hätte. Besetzung und Inszenierung greifen hier bemerkenswert gut ineinander. Der Film braucht keine großen Effekte und kein künstliches Drama, um Wirkung zu erzeugen. Vielmehr entsteht seine Stärke aus den Charakteren, ihren Beziehungen und den kleinen Beobachtungen des Alltags. Gore Verbinski inszeniert diese Welt mit einem sicheren Gespür für Atmosphäre und findet zwischen schwarzem Humor und menschlicher Melancholie genau jene Balance, die den Film so zugänglich macht. „The Weather Man“ ist deshalb weit mehr als ein unauffälliges Drama über einen Wettermoderator. Es ist eine Charakterstudie über einen Menschen, der versucht, mit seinem eigenen Leben klarzukommen und dabei immer wieder feststellen muss, dass sich nicht alles prognostizieren lässt. Nicolas Cage macht daraus eine außergewöhnlich glaubwürdige und vielschichtige Figur. Erstklassig gespielt. Erstklassig in Szene gesetzt. Erstklassig erzählt.
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Bildbewertung: 4 von 5 Fernsehern.
Ein Update war längst überfällig. Die Blu-ray Veröffentlichung bietet wesentlich feinere Details, die Schärfe zeigt sich dabei gestochen klar und der Kontrast präsentiert sich hervorragend hell.
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Tonqualität: 4 von 5 Soundboxen.
Neben durchgehend klar verständlichen Dialogen, glänzt der saubere Sound mit einer natürlichen räumlichen Atmosphäre. Ansprechend aber nicht aufdringlich.
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Bonusbewertung: 3 von 5 Sternen.
Besitzer*innen der DVD-Ausgabe erkennen hier gleich, neues Bonusmaterial bietet die blaue Scheibe leider nicht. Alles wie gehabt!
Abspann: Nein! Nach dem Abspann kommt nichts mehr.
Zusätzliche Infos: —
Wendecover: Ja! Wendecover vorhanden.
EAN: —
VÖ-Kauf: 14. Juli 2022.
www.paramount.de