


Töte sie bevor sie dich töten. Im späten 19. Jahrhundert zieht der mörderische Gesetzlose Isaac LeMay (Sam Worthington, „Avatar“) durch die weiten Ebenen des Westens, treibt es mit Huren und zeugt Kinder im ganzen Land, ohne einen Gedanken an die Folgen zu verschwenden. Er schließt sich der Armee an, um den Indianerstamm der Cheyenne zu vertreiben. Für seine Gräueltaten belegt der Häuptling der Cheyenne, White Thunder, ihn mit einem Fluch – er soll von einem seiner Nachkommen getötet werden (u. a. Colson Baker aka Machine Gun Kelly).Getrieben von dem Fluch sucht er nach seiner Blutlinie, die durch ein erbliches Muttermal zu erkennen ist, um all seine Nachkommen auszulöschen, bevor sie ihn töten können.
Originaltitel: The Last Son
Regie: Tim Sutton.
Drehbuch: Greg Johnson.
Darsteller: Sam Worthington (Avatar), Thomas Jane (Deep Blue Sea), Heather Graham (Scream 2), Machine Gun Kelly, Emily Marie Palmer, Kim DeLonghi, Danny Bohnen, Scotty Bohnen.
Genre: Action / Drama / Thriller / Western
Land: USA
FSK: 16 Jahre.
Laufzeit: 99 Minuten.
Bildformat: 2.39:1 / 16:9 Widescreen (1080p).
Sprachen: Deutsch, Englisch.
Tonsystem: DTS-HD MA 5.1, DTS_HD MA 5.1
Untertitel: deutsch für Hörgeschädigte.
Extras: Trailershow.
Vertrieb: Constantin Film / Highlight
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Filmbewertung: 3 von 5 Filmklappen.
Ein Western, der eigentlich alles mitbringt, was man sich von diesem Genre wünscht: rau, hart und brutal, dazu eine starke Besetzung und beeindruckende Landschaftsaufnahmen. The Last Son besitzt auf dem Papier also durchaus die richtigen Zutaten. Nur leider fehlt ihm ausgerechnet das, was daraus einen wirklich guten Western machen würde: Temperament. Tim Sutton lässt seinen Film derart uninspiriert vor sich hinlaufen, dass selbst die vorhandene Brutalität kaum Wirkung entfaltet. Sie ist zwar vorhanden und teilweise auch ordentlich hart, doch selbst die härteren Momente besitzen nicht die Wucht, die sie eigentlich haben müssten. Stattdessen dümpelt vieles vor sich hin, als würde der Film selbst nicht so recht wissen, wohin er eigentlich möchte. Auch die Geschichte macht es einem nicht gerade leicht. Sie entwickelt kaum Interesse und scheint darüber hinaus nicht wirklich etwas erzählen zu wollen. Je länger der Film läuft, desto häufiger fragt man sich, warum die Handlung überhaupt in diese Richtung geführt wird. Der Verlauf ist nicht nur vorhersehbar, sondern an vielen Stellen auch so wenig nachvollziehbar, dass man irgendwann mehr damit beschäftigt ist, die Entscheidungen der Figuren und die Ereignisse infrage zu stellen, als ihnen tatsächlich zu folgen. Besonders schade ist dabei, dass auch die Inszenierung dieses Desinteresse noch verstärkt. Es fehlt an einem Rhythmus, der die Geschichte vorantreibt, und an einem Gespür dafür, wann eine Szene tatsächlich Wirkung entwickeln könnte. Vieles ergibt nur bedingt Sinn und dadurch wird es zunehmend mühsam, überhaupt Mitgefühl für die Figuren aufzubringen. Selbst eine eigentlich interessante oder tragische Figur bleibt einem erstaunlich fern, wenn der Film keine wirkliche Verbindung zu ihr herstellen kann.
Dabei hätte The Last Son durchaus etwas zu bieten. Die Besetzung ist gut gewählt und die Aufnahmen der Landschaft besitzen eine schöne, weitläufige Wirkung. Doch auch die Optik wird durch eine viel zu düstere Gestaltung teilweise ihrer Wirkung beraubt. Zusammen mit den zahlreichen bekannten Western-Klischees entsteht so eher der Eindruck eines Films, der sich an vertrauten Zutaten bedient, ohne daraus etwas Eigenes zu entwickeln. The Last Son ist damit ein Western, der zwar rau aussehen und hart sein möchte, dem aber das Feuer fehlt. Die richtigen Zutaten sind vorhanden, doch sie werden so uninspiriert miteinander verbunden, dass weder die Geschichte noch die Brutalität oder die Figuren wirklich zünden. Schöne Aufnahmen und eine überzeugende Besetzung können diesen Mangel leider nicht auffangen.
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Bildbewertung: 3 von 5 Fernsehern.
Wurde der Kontrast zusätzlich etwas dunkel abgemischt? Warum das Bild nicht gleich ganz verdunkeln? Doch es ist immerhin noch eine glasklare Schärfe und auch sehr feine Details erkennbar. Der Schwarzwert ist satt, satter, am sattesten! Nicht verwunderlich wenn man die Dunkelheit so hervorhebt. Dann wiederum werden einige Szenen am helligen Tage ziemlich grell präsentiert. Recht unentschlossen wie der Film.
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Tonqualität: 4 von 5 Soundboxen.
Ein sauberer Klang und eine wirklich gute Dynamik können überzeugen. Räumlich verteilt sich allerdings nur minimal etwas. Ein Schuss fällt und schlägt nicht immer am anderen Ende ein.
Bonusbewertung: 0 von 5 Sternen.
Extras zum Film gibt es keine.
Abspann: Nein! Nach dem Abspann kommt nichts mehr.
Zusätzliche Infos: —
Wendecover: Ja! Wendecover vorhanden.
EAN: 4011976352389
VÖ-Kauf: 02. Juni 2022.
www.constantin-film.de