


Als die gutmütige weiße Schlangendämonin Xiao-Bai mit ihrem Attentat auf den General der kaiserlichen Armee scheitert, erwacht sie in Gestalt eines Mädchens in einem Dorf von Schlangenjägern. Ohne Erinnerung daran, wer oder was sie wirklich ist, verliebt sie sich in den jungen Schlangenjäger Ah Xuan und bringt damit gleichermaßen die Dorfbewohner wie ihre Dämonenschwester Xiao-Qing gegen sich auf. Als auch der General seine dunkle Macht nach Blanca ausstreckt, muss sie sich ihres wahren Platzes in der Welt bewusst werden.
Originaltitel: Baishe: Yuanqi
Regie: Amp Wong, Ji Zhao.
Drehbuch: Damao.
Darsteller: Fox, Dudou, Little General, Blanca, Chang Pan, Auntie, Verta.
Genre: Animation / Action / Abenteuer / Fantasy / Romantik
Land: China / USA
FSK: 12 Jahre.
Laufzeit: 98 Minuten.
Bildformat: 2.40:1 / 16:9 Widescreen (1080p).
Sprachen: Deutsch, Englisch.
Tonsystem: DTS-HD 5.1, DTS-HD 5.1
Untertitel: deutsch für Hörgeschädigte.
Extras: Making of, Storyboard-Vergleich, 3 Musikvideos, Deutsche Untertitel für Hörgeschädigte, Booklet, Q & A mit dem Regisseur.
Vertrieb: EuroVideo Medien GmbH
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Filmbewertung: 4 von 5 Filmklappen.
Die Legende um die weiße Schlange gehört zu jenen Geschichten, die weit über eine einzelne Verfilmung hinausgewachsen sind. „新白娘子传奇“ wurde bereits mehrfach als Real- und Animationsfilm adaptiert, fand ihren Weg ins Fernsehen und besitzt mit der chinesischen Oper sogar eine weitere bedeutende kulturelle Form. Wer Mandarin spricht und versteht, sollte sich die Geschichte deshalb unbedingt auch einmal in ihrer Originalfassung ansehen. Allein die Dialoge und die besondere Erzählweise entfalten im Original eine eigene Magie, die in Übersetzungen zwangsläufig nicht vollständig erhalten bleiben kann. „White Snake“ erzählt diese bekannte Geschichte als bildgewaltiges Animationsabenteuer und nimmt sich dabei einige Freiheiten, ohne sich allzu weit von der ursprünglichen Legende zu entfernen. Die Handlung wurde für das Medium Animation entsprechend angepasst und leicht verändert, doch der Kern der Erzählung bleibt erkennbar. Dadurch funktioniert der Film auch für Zuschauer, die mit der Vorlage nicht vertraut sind, während Kenner der Legende durchaus einige bekannte Elemente wiederfinden dürften. Die größte Stärke liegt zweifellos in der visuellen Gestaltung. Die CGI-Animationen sind atemberaubend schön und erschaffen eine fantastische Welt, die mit ihren Landschaften, Farben und Bewegungen tatsächlich wie ein großes märchenhaftes Abenteuer wirkt. Jede Umgebung besitzt eine eigene Atmosphäre und vermittelt das Gefühl, durch eine lebendige Legendenwelt zu reisen. Gerade die Verbindung aus chinesischer Mythologie und moderner Animation eröffnet hier beeindruckende Bilder, die den Film auch dann tragen, wenn die Handlung nicht ganz auf demselben Niveau bleibt. Bei den Figuren zeigt sich allerdings eine deutliche Schwäche. Die Charaktere wirken teilweise fast ausdruckslos, wodurch Emotionen nicht immer so stark vermittelt werden, wie es eine Geschichte dieser Art eigentlich verdient hätte. Ausgerechnet bei einer Erzählung, die so stark von Liebe, Verlust und Schicksal geprägt ist, kann eine fehlende emotionale Tiefe den Zuschauer auf Abstand halten. Die Figuren sehen großartig aus, wirken in ihren entscheidenden Momenten aber nicht immer entsprechend lebendig. Auch die Geschichte selbst bleibt nicht frei von Schwächen. Der Verlauf ist stellenweise ziemlich vorhersehbar und bedient sich einiger bekannter Klischees, die man aus romantischen Fantasygeschichten bereits zur Genüge kennt. Wirklich überraschend entwickelt sich das Abenteuer deshalb nur selten. Trotzdem besitzt die Geschichte einen großen Vorteil: Ihre Liebesgeschichte steht weiterhin im Mittelpunkt und bringt genau jene magische Stimmung mit, die der Film braucht. Diese romantische Seite ist es letztlich auch, die viele kleinere Schwächen vergessen lässt. Die Beziehung der Figuren besitzt eine märchenhafte Schönheit, die wunderbar mit der visuellen Gestaltung harmoniert. Zwischen übernatürlichen Wesen, fantastischen Landschaften und großen Abenteuern entsteht eine Liebesgeschichte, die nicht durch Originalität allein funktioniert, sondern durch ihre emotionale und geradezu magische Atmosphäre. Der Film erzählt Bekanntes, verpackt es aber in Bilder, die immer wieder zum Staunen einladen. So bleibt „White Snake – Die Legende der weißen Schlange“ eine wunderschöne Animationsreise durch eine alte chinesische Legende. Die Figuren könnten ausdrucksstärker sein, die Geschichte überrascht nur selten und einige Klischees hätte man durchaus im Drehbuchbuch liegen lassen können. Dafür sind die CGI-Animationen von beeindruckender Schönheit, und die Liebesgeschichte besitzt genügend Magie, um viele dieser kleinen Fehler einfach wegzuzaubern. Ein modernes Märchen, das vielleicht nicht jede Nuance der ursprünglichen Legende erreicht, seine eigene fantastische Welt aber umso eindrucksvoller zum Leben erweckt.
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Bildbewertung: 4 von 5 Fernsehern.
Der Schwarzwert kommt relativ selten zum Einsatz, zeigt sich aber dann ausreichend satt. Die Farben strahlen, die Bilder allgemein haben eine farbliche Abmischung wie bei einer Traumsequenz. Irgendwie stimmig! Die Schärfe punktet mit sehr viel Klarheit und der Kontrast kommt hell und freundlich daher.
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Tonqualität: 4 von 5 Soundboxen.
Zwar sind die Dialoge durchgehend klar verständlich, doch durch die viel zu dynamischen Actionszenen wirkt der Sound nicht immer ganz ausgewogen. Bei manchen Klängen hätte man sich dezentere Töne gewünscht, immerhin handelt es sich hier um ein Märchen und da darf das eine oder andere auch passend seichter erklingen. Ansonsten ein sehr sauberer Sound.
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Bonusbewertung: 3 von 5 Sternen.
Standardextras runden das Werk ausreichend, ansprechend ab.
Abspann: Nein! Da kommt keine Szene mehr.
Zusätzliche Infos: Aus dem Englischen übersetzt-Die Legende der weißen Schlange, auch bekannt als Madame White Snake, ist eine chinesische Legende. Es wurde seitdem in einer Reihe bedeutender chinesischer Opern, Filme und Fernsehserien gezeigt.
Wendecover: Ja! Ist vorhanden.
EAN: —
VÖ-Kauf: 19. Mai 2020.