


Eine Reihe grausamer Morde versetzt die Einwohner der Outback-Siedlung Axehead in Angst und Schrecken. Maddy, die einzige Gesetzeshüterin der Stadt, sucht nach Hinweisen auf einen Täter, der seine Opfer auf brutalste Weise in Stücke gerissen hat. Ihre Ermittlungen führen jedoch ins Leere – bis ihr Onkel Schmitty ein untotes Känguru erwähnt, das in der Gegend sein Unwesen treiben und für die Bluttaten verantwortlich sein soll. Maddy glaubt zunächst nicht an seinen völlig absurd erscheinenden Verdacht, doch als das Morden kein Ende nimmt, muss sie der Realität zwangsläufig ins Auge sehen. Fest entschlossen, den Albtraum zu beenden, stellt sich Maddy, Seite an Seite mit Onkel Schmitty und Tante Donna, dem Killerkänguru in einem alles entscheidenden Kampf auf Leben und Tod…
Originaltitel: The Red
Regie: Ryan Coonan.
Drehbuch: Richard Barcaricchio, Ryan Coonan.
Darsteller: Tess Haubrich, Michael Biehn, Tom Block, Marin Blum, Garvin Boll Schieble, Don Bridges, Ross Buchanan, Rach Crawford, Aaron Davison, Russ Gallagher.
Genre: Horror / Mystery / Thriller
Land: Australien
FSK: 16 Jahren.
Laufzeit: 83 Minuten.
Bildformat: 2.39:1 / 16:9 Widescreen (1080p).
Sprachen: Deutsch, Englisch.
Tonsystem: DTS-HD 5.1, DTS-HD 5.1
Untertitel: deutsch, englisch.
Extras: Trailer, Trailershow.
Vertrieb: © Capelight Pictures / AL!VE AG.
Filmbewertung: 2 von 5 Clapperboards.
Bereits der deutsche Titel macht unmissverständlich klar, worauf hier angespielt wird. Natürlich erinnert Rippy – Das Killerkänguru sofort an das berühmteste Buschkänguru der Fernsehgeschichte – damals sogar noch mit einem zusätzlichen „H“ geschrieben. Für den einen oder anderen könnte das zunächst etwas verwirrend sein, doch spätestens der Blick auf das Cover räumt jeden Zweifel aus. Dieses Känguru hat mit einer friedlichen Kinderserie nun wirklich nichts gemeinsam. Der finstere Blick von Rippy verspricht blutigen Creature-Horror und genau darin liegt leider auch die erste Enttäuschung.
Ausgerechnet das titelgebende Killerkänguru bekommt nämlich erstaunlich wenig Leinwandzeit. Für einen Film, der sein Monster derart offensiv bewirbt, hält es sich viel zu oft im Hintergrund auf. Wenn Rippy schließlich doch auftaucht, werden die ohnehin seltenen Auftritte zusätzlich von ausgesprochen schwachen Effekten ausgebremst. Trashiger wurde ein Känguru vermutlich noch nie erschaffen. Das Kuriose daran ist allerdings, dass der übrige Film optisch durchaus ordentlich aussieht. Gerade deshalb fallen die misslungenen Kreatureneffekte noch stärker ins Gewicht.
Wer nun kompromisslosen Tierhorror erwartet, dürfte ohnehin überrascht werden. Rippy interessiert sich deutlich mehr für die Vergangenheit seiner Figuren als für sein mordlustiges Beuteltier. Im Grunde dient das Känguru eher als blutiger Auslöser, der verdrängte Ereignisse wieder an die Oberfläche bringt und einige der Charaktere unsanft wachrüttelt. Dieser Gedanke besitzt durchaus Potenzial und hebt den Film zumindest ein wenig vom üblichen Monsterkino ab. Wirklich konsequent ausgearbeitet wird dieser Ansatz allerdings nicht.
Spannung entsteht dadurch kaum. Über weite Strecken plätschert die Handlung eher vor sich hin, ohne jemals echten Nervenkitzel aufzubauen. Erst gegen Ende gewinnt der Film langsam an Interesse und vermittelt endlich das Gefühl, dass jetzt noch etwas passieren könnte. Genau in diesem Moment läuft allerdings bereits der Abspann über den Bildschirm. Ausgerechnet dann, wenn die Geschichte endlich Fahrt aufnehmen möchte, ist sie auch schon wieder vorbei.
Ebenfalls schade ist der Umgang mit den Figuren. Sämtliche Charaktere begegnen den absurdesten Situationen mit einem erstaunlichen Ernst. Gerade ein Film über ein mörderisches Riesenkänguru hätte von einer lockeren Portion Selbstironie oder schwarzem Humor enorm profitiert. Stattdessen wirkt alles unnötig verbissen. Ein paar augenzwinkernde Dialoge oder ein trockener Humor hätten hier niemandem geschadet – im Gegenteil, sie hätten den Film sogar deutlich aufgewertet.
So bleibt Rippy – Das Killerkänguru ein Creature-Film mit einer durchaus amüsanten Grundidee, der jedoch sein eigenes Potenzial kaum ausschöpft. Das Monster taucht zu selten auf, die Effekte enttäuschen, echte Spannung bleibt Mangelware und der Humor bleibt vollständig auf der Strecke. Erst ganz zum Schluss blitzt auf, was hier eigentlich möglich gewesen wäre. Leider kommt diese Erkenntnis genau in dem Moment, in dem der Film bereits endet.
Bildbewertung: 4 von 5 Fernsehern.
Der Kontrast zeigt sich sehr hell und bei Szenen bei Nacht mit einem satten Schwarzwert. Die klare Schärfe und die stimmige Farbwiedergabe sind hervorragend. Eine gute Auflösung, was allerdings nicht den Effekten zugutekommt.
Tonqualität: 4 von 5 Soundboxen.
Der Ton erklingt durchgehend sauber und ausgezeichnet dynamisch. Klare Dialoge und einige kleine räumliche Soundeffekte werden hier wiedergegeben.
Bonusbewertung: 1 von 5 Sternen.
Als Extra gibt es nur den Trailer zum Film
Abspann: Nein! Nach dem Abspann kommt nichts mehr.
Zusätzliche Infos: —
Wendecover: Ja! Ist vorhanden.
EAN: 4042564242447
VÖ-Kauf: 24.10.2024