


Franky und Ballas sind seit Ewigkeiten beste Freunde. Als Stars des Schwimm-Teams sind sie beliebt in der High School und begehrt bei den Mädchen. Ein Teenager-Leben wie aus dem Hollywood-Bilderbuch. Bis sich die beiden in der Nacht von Frankys 17. Geburtstag im betrunkenen Zustand sexuell näher kommen. Plötzlich ist alles anders: Ballas will mit Franky nichts mehr zu tun haben und die Gerüchteküche in der Schule brodelt. Franky erlebt Mobbing und Gewalt, aber auch Solidarität und eine neue Nähe zu seinem Vater, der selbst seit einigen Jahren schwul lebt. Allmählich wird dem Teenager klar, worauf es im Leben wirklich ankommt – und wer er sein möchte.
Originaltitel: Giant Little Ones
Regie: Keith Behrman.
Drehbuch: Keith Behrman.
Darsteller: Josh Wiggins (Mean Dreams), Darren Mann (Twisted Blues), Taylor Hickson (Deadpool), Maria Bello (A History of Violence), Kyle MacLachlan (Twin Peaks), Niamh Wilson, Hailey Kittle, Peter Outerbridgem Stephanie Moore, Kiana Madeira.
Genre: Drama
Land: Kanada
FSK: 12 Jahre.
Laufzeit: 131 Minuten.
Bildformat: 2.39:1 / 16:9 Widescreen (1080p).
Sprachen: Deutsch, Englisch.
Tonsystem: DTS-HD MA 5.1, DTS-HD MA 5.1
Untertitel: deutsch.
Extras: Making of, Trailer.
Vertrieb: EuroVideo Medien GmbH
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Filmbewertung: 5 von 5 Filmklappen.
Man könnte meinen, Geschichten über das Erwachsenwerden seien längst auserzählt. Erste Liebe, Selbstfindung, Freundschaften, Unsicherheiten – das Kino hat diese Themen unzählige Male aufgegriffen. Und doch taucht hin und wieder ein Film auf, der zeigt, dass es nicht darauf ankommt, was erzählt wird, sondern wie. Giant Little Ones ist genau so ein Film. Auf den ersten Blick wirkt alles vertraut. Jugendliche stehen an einem Wendepunkt ihres Lebens, Freundschaften werden auf die Probe gestellt, Gefühle geraten durcheinander. Doch der Film interessiert sich weniger für die üblichen Konflikte des Genres als für die stillen Veränderungen, die Menschen oft unbemerkt durchlaufen. Das Besondere liegt dabei in der Entwicklung seiner beiden Hauptfiguren. Während der eine langsam lernt, sich seinen Gefühlen zu stellen und offener mit sich selbst umzugehen, zieht sich der andere immer weiter zurück. Es ist ein emotionaler Richtungswechsel, der selten so feinfühlig und glaubwürdig dargestellt wurde.
Gerade dadurch gewinnt die Geschichte ihre Kraft. Auffällig ist außerdem, wie wenig der Film auf große Worte setzt. Wer emotionale Monologe oder dramatische Ausbrüche erwartet, wird überrascht sein. Die Dialoge sind oft zurückhaltend, manchmal beinahe nebensächlich. Viele Filme würden daran scheitern. Giant Little Ones hingegen profitiert davon. Denn die Schauspieler erzählen ihre Geschichte nicht nur mit Worten. Kleine Gesten, kurze Blicke und winzige Veränderungen in der Mimik transportieren hier oft mehr als ganze Gesprächsszenen. Dadurch entsteht eine Natürlichkeit, die man im Genre nur selten findet. Besonders beeindruckend ist, wie ruhig der Film bleibt. Er versucht nie, seine Zuschauer mit künstlicher Dramatik zu manipulieren. Stattdessen beobachtet er seine Figuren mit Geduld und Respekt. Dadurch wirken selbst schwierige Themen erstaunlich authentisch.
Was letztlich hängen bleibt, ist ein Gefühl von Melancholie, aber auch Hoffnung. Die Geschichte zeigt, wie unterschiedlich Menschen mit ihren Gefühlen umgehen können. Während der eine lernt, sich zu öffnen, errichtet der andere Mauern um sich herum. Das ist traurig anzusehen, gleichzeitig aber auch wunderschön, weil es so ehrlich wirkt. Vielleicht liegt genau darin die größte Stärke des Films. Er urteilt nicht. Er beobachtet nur. Und manchmal reicht das vollkommen aus. Giant Little Ones ist ein leiser, kluger und bemerkenswert feinfühliger Coming-of-Age-Film, der ohne große Gesten auskommt und gerade deshalb so tief berührt. Ein echter Filmtipp.
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Bildbewertung: 4 von 5 Fernsehern.
Das Bild überzeugt durch eine natürliche Farbwiedergabe und durch einen hervorragend hell abgestimmten Kontrast. Die Details sind sehr fein, auch wenn das Bild an einiges Stellen etwas weich gezeichnet wirkt. Die Schärfe punktet mit einer ausgezeichneten Klarheit und selbst der Schwarzwert kommt zufrieden stellend satt daher.
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Tonqualität: 4 von 5 Soundboxen.
Durchgehend klare Dialoge, dabei ist der Sound ebenfalls ruhig gehalten aber nicht weniger intensiv auf eine melancholische Weise. Sanfte aber berührende Klänge in einer mehr als sauberen Abmischung.
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Bonusbewertung: 2 von 5 Sternen.
Ein kleines aber feines Standard-Making-of mit Interviews und Szenenausschnitten. Zusätzlich noch der Trailer! Ein Audiokommentar mit den Hauptdarstellern wäre schön gewesen.
Abspann: Nein! Da kommt keine Szene mehr.
Zusätzliche Infos: —
Wendecover: Ja! Ist vorhanden.
EAN: —
VÖ-Kauf: 27. März 2020.