


Nach einer völlig missglückten Undercover-Mission bekommt CIA-Agent JJ (Dave Bautista) von seinem Boss (Kim Jeong) noch eine letzte Chance: Gemeinsam mit der verschrobenen Bobbi (Kristen Schaal) soll der hünenhafte JJ in Chicago die Wohnung einer jungen Witwe (Parisa Fitz-Henley) überwachen – der wohl langweiligste Job der Welt. Wäre da nicht deren blitzgescheite neunjährige Tochter Sophie (Chloe Coleman), die dem ungeschickten Muskelpaket schnell auf die Schliche kommt und ihn als Spion enttarnt. Doch statt ihn auffliegen zu lassen, bietet sie einen Deal an: ihr Schweigen gegen sein Spionage-Knowhow! Widerwillig lässt sich JJ auf den Handel ein und stellt bald fest, dass er Sophies entwaffnendem Charme nicht gewachsen ist – und von der vorlauten Göre noch eine Menge lernen kann…
Originaltitel: My Spy
Regie: Peter Segal.
Drehbuch: Erich Hoeber, Jon Hoeber.
Darsteller: Dave Bautista (Dune), Chloe Coleman (Avatar 2), Parisa Fitz-Henley, Kristen Schaal, Greg Bryk, Ken Jeong, Nicola Correia-Damude, Devere Rogers.
Genre: Action / Komödie / Familie
Land: USA
FSK: 12 Jahre.
Laufzeit: 101 Minuten.
Bildformat: 2.40:1 / 16:9 Widescreen (1080p).
Sprachen: Deutsch, Englisch.
Tonsystem: DTS-HD 5.1, DTS-HD 5.1
Untertitel: deutsch für Hörgeschädigte.
Extras: Mini-Making of, Trailer, B-Roll, Interviews, Bildergalerie.
Vertrieb: LEONINE
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Filmbewertung: 4 von 5 Filmklappen.
Spionagefilme und Familienkomödien ergeben nicht immer die glücklichste Kombination. Umso erfreulicher, wenn ein Film wie My Spy gar nicht erst versucht, besonders originell oder komplex zu sein, sondern sich voll und ganz auf seinen Unterhaltungswert konzentriert. Das Ergebnis ist eine sympathische Action-Komödie, die vor allem von ihren gut aufgelegten Darstellern lebt. Allen voran sorgt Dave Bautista für den nötigen Charme. Der ehemalige Wrestler beweist einmal mehr, dass seine größte Stärke nicht allein in seiner imposanten Erscheinung liegt, sondern in seinem komödiantischen Timing. Gerade der Kontrast zwischen dem knallharten Agenten und den Situationen, in die ihn das junge Mädchen immer wieder bringt, sorgt für viele der besten Momente des Films. Überhaupt lebt „Der Spion von nebenan“ von dieser Mischung aus Härte und Herzlichkeit. Wo andere Familienfilme oft ausschließlich auf Niedlichkeit setzen, gelingt hier eine angenehme Balance. Die Figuren dürfen sympathisch sein, ohne ständig kitschig zu wirken, und die Action bleibt präsent, ohne jemals zu ernst zu werden. Dadurch entsteht eine lockere Atmosphäre, die sich direkt auf das Publikum überträgt.
Natürlich richtet sich der Film klar an ein familienfreundliches Publikum. Manche Gags und Situationen sind dabei etwas zu kindgerecht geraten und schießen gelegentlich über das Ziel hinaus. Nicht jede humorvolle Einlage zündet gleichermaßen und manche Szenen wirken etwas übertrieben. Dennoch bleibt die Grundstimmung so positiv und charmant, dass man darüber leicht hinwegsehen kann. Auch die Handlung selbst gehört sicherlich nicht zu den großen Stärken des Films. Die Geschichte ist recht dünn und dient hauptsächlich als Gerüst für die humorvollen Begegnungen und die kleinen Actioneinlagen. Doch genau hier zeigt sich die größte Qualität des Films: Er weiß sehr genau, was er sein möchte. Statt sich in komplizierten Wendungen zu verlieren, konzentriert er sich auf seine Figuren und den Spaß an der Sache. Hinzu kommt, dass die Chemie zwischen den Darstellern hervorragend funktioniert. Die gute Laune vor der Kamera wirkt ansteckend und sorgt dafür, dass viele Szenen allein durch das Zusammenspiel der Figuren gewinnen. Gerade deshalb fällt es leicht, sich auf die Geschichte einzulassen, selbst wenn diese nicht besonders tiefgründig ausfällt. „Der Spion von nebenan“ erfindet weder das Agenten- noch das Familienfilmgenre neu. Das muss er aber auch gar nicht. Die sympathischen Darsteller, die lockere Atmosphäre und die gelungene Mischung aus Action und Herz sorgen für kurzweilige Unterhaltung. Und wenn die Lacher stimmen, achtet man ohnehin kaum noch darauf, dass die Story etwas dünn geraten ist. Genau so wird Unterhaltung ausspioniert – freundlich, humorvoll und mit einer gehörigen Portion guter Laune.
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Bildbewertung: 4 von 5 Fernsehern.
Das Bild erscheint beim Kontrast eine heiße Spur zu hell, dadurch ist der Schwarzwert nicht immer ganz so satt wie er es eigentlich sein könnte und sollte. Dennoch erreicht er ein absolut hohes Niveau. Die Schärfe zeigt sich glasklar, die Farben keinesfalls zu kräftig und auch die Auflösung erreicht fast den Höchstwert! Sehr schöne Details. Ein treffsicheres Bild!
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Tonqualität: 4 von 5 Soundboxen.
Die Dialoge sind durchgehend klar verständlich und sind vermutlich für die Kleinen extra in den Mittelpunkt gestellt. Oft wird bei solchen Filmen extra der Sound harmloser oder zurückhaltener abgemischt, so aber nicht hier! Klanglich ist das Ding rund, alles fügt sich gut ein und insgesamt wurde bei der Umsetzung einfach nur das hervorgehoben was gut ankommt. Absolut Familientauglich!
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Bonusbewertung: 2 von 5 Sternen.
Lediglich das zusätzliche Bonusmaterial lässt sich mit einem Wort zusammenfassen: Standard!
Abspann: Nein! Da kommt keine Szene mehr.
Zusätzliche Infos: —
Wendecover: Ja! Ist vorhanden.
EAN: —
VÖ-Kauf: 17. Juli 2020.