


TOLKIEN erzählt von den prägenden Jugendjahren des visionären Autors, in denen er Freundschaft, Mut und Inspiration inmitten einer Gemeinschaft von Gleichgesinnten an seiner Schule findet. Zusammen erleben sie Liebe und Verlust, von Tolkiens turbulenter Umwerbung seiner großen Liebe und Muse Edith Bratt, bis hin zum Ausbruch des Ersten Weltkriegs, der die „Gefährten“ auseinander zu reißen droht. All diese Erfahrungen inspirieren Tolkien zu seinen weltbekannten Mittelerde-Romanen.
Originaltitel: Tolkien
Regie: Dome Karukoski.
Drehbuch: David Gleeson, Stephen Beresford.
Darsteller: Nicholas Hoult (Mad Max: Fury Road), Lily Collins (Die Chroniken der Unterwelt), Colm Meaney (Con Air), Craig Roberts (Umweg nach Hause), Laura Donnelly (Outlander), Harry Gilby, Pam Ferris, Adrian Schiller.
Genre: Biografie / Drama / Krieg
Land: USA
FSK: 12 Jahre.
Laufzeit: 112 Minuten.
Bildformat: 2.39:1 / 16:9 Widescreen.
Sprachen: Deutsch, Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch, Spanisch.
Tonsystem: Audiodeskription für Sehbehinderte, DTS-HD MA 5.1, Dolby Digital 5.1
Untertitel: deutsch, französisch, italienisch, niederländisch, spanisch, englisch für Hörgeschädigte.
Extras: Audiokommentar, Geschnittene Szenen, Featurette, Bildergalerie.
Vertrieb: Twentieth Century Fox Home Entertainment
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Filmbewertung: 4 von 5 Filmklappen.
Wer bei „Tolkien“ eine ausführliche Entstehungsgeschichte von „Der Herr der Ringe“ erwartet, könnte zunächst enttäuscht sein. Dome Karukoskis Film interessiert sich weniger für die konkrete Entwicklung der weltberühmten Fantasy-Bücher als für den Menschen, aus dessen Leben diese außergewöhnlichen Geschichten hervorgegangen sind. Das Werk ist deshalb nicht in erster Linie eine Reise durch Mittelerde, sondern eine Liebeserklärung an John Ronald Reuel Tolkien, an seine Frau, seine engsten Freunde und an jene Erfahrungen, die ihn als Schriftsteller und Menschen geprägt haben. Die Tragik und die Liebe in Tolkiens Leben bilden den eigentlichen Kern dieser Geschichte. Seine Freundschaften, seine romantische Beziehung und die schmerzhaften Erfahrungen, die ihn begleiteten, werden zu den emotionalen Grundlagen für jene fantastische Welt, die später Millionen Menschen begeistern sollte. Der Film konzentriert sich auf das Wesentliche: auf die Frage, welche Erlebnisse, Verluste, Bindungen und Sehnsüchte einen Menschen dazu bringen, Geschichten von solcher Größe und Vorstellungskraft zu erschaffen. Die Fantasy steht nicht im Vordergrund, sondern erscheint als Ausdruck eines Lebens, das selbst reich an dramatischen Wendungen war. Gerade darin liegt die Stärke des Films. „Tolkien“ versucht nicht, jedes Detail der späteren literarischen Entwicklung abzuhaken oder dem Publikum eine bebilderte Entstehungsgeschichte der Bücher vorzulegen. Stattdessen erzählt er von den emotionalen Quellen, aus denen Tolkiens Fantasie gespeist wurde. Liebe und Freundschaft werden nicht bloß als biografische Randnotizen behandelt, sondern als entscheidende Kräfte, die seine Wahrnehmung der Welt formten. Die Filmemacher haben daraus eine gefühlvolle und mitreißende Reise gemacht, die weit über die üblichen Erwartungen an ein Biopic hinausreicht. Man könnte sogar behaupten, dass Tolkiens Lebensgeschichte hier wie der erste Band einer ganz eigenen Trilogie erscheint. Nicht als direkte Vorgeschichte zu „Der Herr der Ringe“, sondern als Erinnerung daran, dass jede große Reise zunächst in der wirklichen Welt beginnt. Bevor es nach Mittelerde geht, müssen Menschen einander begegnen, sich verlieben, Freundschaften schließen, Abschied nehmen und mit den Wunden des Lebens weitergehen. Aus diesen Erfahrungen entsteht später die Fantasie. Die Reise in die erfundene Welt beginnt also mit einer Reise durch Tolkiens eigenes Leben. Natürlich nimmt sich der Film an verschiedenen Stellen künstlerische Freiheiten. Nicht jedes Detail aus Tolkiens Biografie wird unverändert wiedergegeben, und manche Zusammenhänge werden für die Dramaturgie verdichtet oder angepasst. Das schmälert jedoch nicht den gefühlvollen Eindruck, den die Inszenierung hinterlässt. „Tolkien“ ist keine streng dokumentarische Rekonstruktion, sondern eine emotional erzählte Annäherung an einen Mann, dessen persönliche Erfahrungen untrennbar mit seiner schöpferischen Kraft verbunden waren. Wer sich auf diese Perspektive einlässt, bekommt einen inspirierenden Film über Liebe, Freundschaft, Verlust und die Macht der Vorstellungskraft. Die bekannten Geschichten bleiben im Hintergrund, sind aber dennoch ständig spürbar. Nicht durch eine ausführliche Erklärung ihrer Entstehung, sondern durch das Bewusstsein, dass hinter dieser fantastischen Welt ein Mensch mit einer bewegten, schmerzhaften und zugleich tief erfüllten Lebensgeschichte steht. „Tolkien“ erzählt daher weniger, wie Mittelerde erschaffen wurde, als warum ein Mensch überhaupt den Wunsch verspürt, eine solche Welt zu erschaffen. Und diese Antwort liegt hier nicht in alten Mythen oder literarischen Theorien, sondern in den Menschen, die Tolkien geliebt hat, und in den Erfahrungen, die ihn niemals ganz losließen. Ein wunderbar gefühlvoller und inspirierender Film, der zeigt, dass die größten fantastischen Reisen oft dort beginnen, wo das Leben selbst am stärksten berührt.
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Bildbewertung: 4 von 5 Fernsehern.
Eine gestochen klare Schärfe in poetischen ruhigen Bildern, der Schwarzwert zeigt sich dabei durchgehend satt und erlaubt sich auch kaum Fehler. Die Details sind bemerkenswert gut und auch die Farbwiedergabe überzeugt mit Natürlichkeit. Lediglich der Kontrast ist hier etwas zu dunkel ausgefallen. Aber man gewöhnt sich sehr schnell daran.
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Tonqualität: 4 von 5 Soundboxen.
Überwiegend erklingen die Dialoge vordergründig und diese erklingen auch einfühlsam und auch auf melancholische Weise romantisch. Bei den Kriegsszenen dreht die Dynamik dann ordentlich auf, räumlich wird da jeder Bereich beansprucht so dass man den Eindruck bekommt man sein mitten im Geschehen. Ein sauber abgestimmter Sound mit durchgehend klar verständlichen Dialogen.
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Bonusbewertung: 2 von 5 Sternen.
Audiokommentar und ein 13-Minuten-Featurette sowie Geschnittene Szenen und Bildergalerie werden nur als Standard angesehen.
Abspann: Nein! Da kommt keine Szene mehr.
Zusätzliche Infos: John Ronald Reuel Tolkien, CBE war ein britischer Schriftsteller und Philologe. Sein Roman Der Herr der Ringe ist eines der erfolgreichsten Bücher des 20. Jahrhunderts und gilt als grundlegendes Werk für die moderne Fantasy-Literatur.
Wendecover: Ja! Ist vorhanden.
EAN: 4010232078780
VÖ-Kauf: 31. Oktober 2019.