


Als der junge College Student Luke das Haus seiner labilen Mutter verlassen will stehen ihm nicht nur seine soziale Unbeholfenheit im Weg, sondern auch die vielen Traumata aus seiner Kindheit. Er sucht daraufhin die Hilfe seines imaginären Jugendfreundes Daniel, den er damals zu seinem Schutz erfand. Zunächst macht dieser Luke zu einem selbstbewussten, erfolgreichen jungen Mann. Doch Daniels geheime Absichten werden immer gefährlicher. Nichts davon ahnend steckt Luke schon bald in einem mörderischen Sog, aus dem es kein Entkommen gibt…
Originaltitel: Daniel Isn’t Real
Regie: Adam Egypt Mortimer.
Drehbuch: Brian DeLeeuw, Adam Egypt Mortimer.
Darsteller: Miles Robbins (Halloween), Patrick Schwarzenegger (Midnight Sun), Sasha Lane (Hellboy – Call of Darkness), Mary Stuart Masterson (Grüne Tomaten), Hannah Marks, Chukwudi Iwuji, Peter McRobbie, Andrew Bridges, Nathan Chandler Reid, Griffin Robert Faulkner.
Genre: Fantasy / Horror / Mystery / Thriller
Land: USA
FSK: 16 Jahre.
Laufzeit: 100 Minuten.
Bildformat: 2.39:1 / 16:9 Widescreen (1080p/24fps).
Sprachen: Deutsch, Englisch.
Tonsystem: DTS-HD MA 5.1, DTS-HD MA 5.1
Untertitel: deutsch.
Extras: Trailer (deutsch/englisch).
Vertrieb: Ascot Elite Entertainment
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Filmbewertung: 4 von 5 Filmklappen.
Vom deutschen Titel sollte man sich nicht täuschen lassen. Wer einen klassischen Serienkiller-Thriller erwartet, wird bei Daniel Isn’t Real schnell feststellen, dass der Film in eine ganz andere Richtung geht. Statt blutiger Mordgeschichten steht hier ein psychologisches Drama im Mittelpunkt, das sich intensiv mit Manipulation, Identität und der Zerbrechlichkeit der menschlichen Wahrnehmung beschäftigt. Gerade die geschickt eingesetzten Fantasyelemente verleihen dem Film seine besondere Stärke. Die Geschichte spielt fortwährend mit der Frage, was real ist und was nicht. Existiert die geheimnisvolle zweite Person tatsächlich oder handelt es sich lediglich um eine Projektion des Geistes? Der Film liefert darauf bewusst keine einfachen Antworten und macht genau daraus seinen größten Reiz.
Immer wieder wird das Publikum auf falsche Fährten gelockt. Da man nie mit absoluter Sicherheit weiß, was Außenstehende tatsächlich wahrnehmen und was nur im Kopf der Hauptfigur stattfindet, entsteht eine permanente Unsicherheit. Viele Zuschauer werden sich ihre eigenen Erklärungen zurechtlegen, nur um diese kurz darauf wieder infrage stellen zu müssen. Diese Herangehensweise kann durchaus provozieren. Der Film verlangt von seinem Publikum, aktiv mitzudenken und sich auf die Unsicherheit einzulassen. Gerade deshalb funktioniert er als Psycho-Thriller so gut, denn die Spannung entsteht weniger durch äußere Gefahren als durch die zunehmende Verwirrung über die Realität selbst.
Atmosphärisch überzeugt der Film ebenfalls. Die Inszenierung erzeugt eine düstere, oft beklemmende Stimmung, die hervorragend zu den psychologischen Themen passt. Dabei entwickelt die Geschichte immer wieder faszinierende Bilder und verstörende Momente, die lange nachwirken. Schauspielerisch bleibt hingegen etwas Luft nach oben. Trotz der Beteiligung von Mary Stuart Masterson bewegen sich die Leistungen insgesamt eher auf solidem Niveau. Zudem schleichen sich gelegentlich kleinere Längen ein, die den Erzählfluss etwas ausbremsen. Dennoch überwiegen die positiven Eindrücke deutlich. Die intelligente Konstruktion der Geschichte, die ständige Verunsicherung des Zuschauers und die gelungene Mischung aus Psychodrama und Fantasyelementen machen den Film zu einem bemerkenswerten Genrevertreter. „Daniel Isn’t Real“ ist ein spannender, ungewöhnlicher und teilweise verstörender Psycho-Thriller, der seine Zuschauer bewusst im Unklaren lässt. Nicht jede Idee geht vollständig auf, doch die faszinierende Grundprämisse und die intensive Atmosphäre sorgen für ein fesselndes Filmerlebnis. Ein guter Film, der vor allem durch seine psychologischen Spielereien in Erinnerung bleibt.
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Bildbewertung: 4 von 5 Fernsehern.
Der Kontrast ist recht dunkel gehalten, der Schwarzwert kommt dafür umso kräftiger daher. Die klare Schärfe überzeugt dank der schönen Details, die Farbwiedergabe ist meistens stimmig etwas blass gehalten. Insgesamt passen die verschiedenen Nuancen hervorragend zum Film.
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Tonqualität: 4 von 5 Soundboxen.
Klare Dialoge und eine durchgehend ausreichende Dynamik mit einer soliden Klangatmosphäre. Sicherlich wäre hier einiges mehr drin gewesen aber klanglich ist das Gesamtpaket sauber und mit einer durchaus eindringlichen Note.
Bonusbewertung: 1 von 5 Sternen.
Lediglich beim Bonusmaterial wird man nicht zufrieden gestellt. Der Trailer (deutsch/englisch) zum Film ist keinesfalls informativ.
Abspann: Nein! Da kommt keine Szene mehr.
Zusätzliche Infos: —
Wendecover: Ja! Ist vorhanden.
EAN: 7613059328662
VÖ-Kauf: 20. November 2020.