


Nach einer Reihe beunruhigender, übernatürlicher Ereignisse in seinem Haus erwächst in Witwer Joel Clarke der Verdacht, dass sein kleiner Sohn besessen sein könnte. Bald darauf erhält Joel Besuch von Pater Lambert, einem umstrittenen Exorzisten, dessen letzter Patient während der Behandlung starb. Nachdem sich zunehmend schreckliche Dinge ereignen, versucht der Priester den widerwilligen Vater zu einem Exorzismus zu bewegen, da die Seele des Jungen andernfalls für immer dem Teufel anheimfalle.
Originaltitel: The Assent
Regie: Pearry Reginald Teo.
Drehbuch: Pearry Reginald Teo.
Darsteller: Robert Kazinsky (Miss Bodyguard), Peter Jason (Mortal Kombat), Tatum O’Neal (Kleine Biester), Florence Faivre, Florence Faivre, Douglas Spain, Hannah Ward, Eileen Dietz, Margarita Reyes.
Genre: Horror / Thriller
Land: USA / UK / Israel
FSK: 16 Jahre.
Laufzeit: 88 Minuten.
Bildformat: 2.35:1 Vollbild / 16:9 Widescreen (1080p).
Sprachen: Deutsch, Englisch.
Tonsystem: DTS-HD MA 5.1, DTS-HD MA 5.1
Untertitel: deutsch.
Extras: Interviews mit Regisseur Pearry Teo (16 Min.) und Komponist Frederik Wiedmann (7 Min.), Trailer, Teaser, Behind the Scenes, Bildergalerie.
Vertrieb: Black Hill Pictures / Koch Media GmbH
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Filmbewertung: 3 von 5 Filmklappen.
Große Budgets erschaffen noch lange keinen großen Horrorfilm. Manchmal reichen gute Ideen, ein stimmiges Drehbuch und ein Hauptdarsteller, der seine Rolle mit Überzeugung trägt. The Assent beweist genau das über weite Strecken und überrascht dabei immer wieder mit einem Storyverlauf, der deutlich raffinierter ausfällt, als man zunächst vermuten würde. Die Handlung entwickelt sich angenehm schnörkellos, verliert sich nicht in unnötigen Umwegen und setzt stattdessen auf mehrere gelungene Wendungen, die den Zuschauer immer wieder auf eine neue Fährte locken. Gerade diese erzählerische Sicherheit macht den Film stärker, als es seine bescheidenen Produktionsmittel zunächst vermuten lassen. Hier wird deutlich, dass eine gute Geschichte oftmals wichtiger ist als teure Effekte.
Einen wesentlichen Anteil daran hat auch der überzeugende Hauptdarsteller, der dem Geschehen die nötige Glaubwürdigkeit verleiht. Seine Darstellung hält den Film zusammen und sorgt dafür, dass man den Entwicklungen bis zum Schluss aufmerksam folgt. Umso bedauerlicher ist allerdings, dass sich dieses hohe Niveau nicht über die gesamte Besetzung erstreckt. Vor allem die Rolle des Pater Lambert wirkt wie ein Fremdkörper innerhalb der Inszenierung. Die Fehlbesetzung fällt derart deutlich auf, dass sie den Film immer wieder ausbremst und manche Szene unfreiwillig an Wirkung verliert. Gerade in einem Horrorfilm, der von Glaubwürdigkeit lebt, macht sich eine solche Schwäche besonders bemerkbar. Noch bedauerlicher erscheint jedoch die verschenkte Atmosphäre. Immer wieder besitzt The Assent das Potenzial, den Zuschauer wirklich zu packen, doch genau in diesen Momenten bleibt die Inszenierung überraschend zurückhaltend. Erst der Abspann entfaltet plötzlich eine visuelle Kraft, die man sich eigentlich schon während des gesamten Films gewünscht hätte. Man fragt sich unweigerlich, warum diese eindrucksvolle Bildsprache nicht viel früher eingesetzt wurde.
Dabei beweist der Film durchaus Gespür für außergewöhnliche Details. Gerade die Ausstattung besitzt ihren ganz eigenen Reiz. Bilder an den Wänden, kleine Dekorationen und scheinbar beiläufige Elemente erzeugen auf seltsame Weise eine groteske, fast schon verstörende Wirkung. Es sind genau diese Kleinigkeiten, die lange im Gedächtnis bleiben und dem Film eine eigene Handschrift verleihen. So hinterlässt The Assent letztlich einen zwiespältigen Eindruck. Auf der einen Seite stehen ein kluger Storyverlauf, gelungene Wendungen und ein überzeugender Hauptdarsteller. Auf der anderen Seite verhindert die fehlende atmosphärische Konsequenz, dass der Film sein volles Potenzial ausschöpfen kann. Hinzu kommt die unglückliche Besetzung des Pater Lambert, die das Gesamtbild unnötig schmälert. Mit etwas mehr Mut bei der Inszenierung und einer stimmigeren Besetzung wäre hier ein außergewöhnlicher Horrorfilm möglich gewesen. So bleibt The Assent dennoch ein interessantes Werk, das beweist, dass gute Ideen nicht zwangsläufig ein großes Budget benötigen – auch wenn am Ende das gewisse Etwas fehlt, um wirklich nachhaltig zu begeistern.
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Bildbewertung: 4 von 5 Fernsehern.
Ein sehr dunkel gehaltener Kontrast, vermutlich um es stimmig zu halten. Es funktioniert! Sorgt dieser doch für etwas mehr Spannung. Doch nicht immer erkennt man alles, daran erkennt man auch dass der Film billig produziert wurde. Die klare Schärfe und der satte Schwarzwert sind aber fast schon makellos.
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Tonqualität: 4 von 5 Soundboxen.
Neben den eher Zweidimensionalen deutschen Synchronstimmen, kommen die Sound Effekte nicht sonderlich schockierend rüber. Die Dialoge besitzen Dynamik, die Gänsehautmomente eher nicht. Immerhin ist der Ton mehr als sauber und bietet eine akzeptable Klang Atmosphäre.
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Bonusbewertung: 2 von 5 Sternen.
Behind the Scenes sind interessant, doch neben den Interviews, der Galerie und den Trailer nur Standard.
Abspann: Nein! Da kommt keine Szene mehr.
Zusätzliche Infos: Schauspielerin Tatum O‘Neal wurde im Alter von 10 Jahren mit dem Oscar als beste Nebendarstellerin für den Film Paper Moon ausgezeichnet.
Wendecover: Ja! Ist vorhanden.
EAN: 4020628718534
VÖ-Kauf: 30. Oktober 2020.