


Der New Yorker Radiojournalist Johnny (Joaquin Phoenix), der nach einer langen Beziehung wieder Single ist, arbeitet an einer Reportage, für die er Jugendliche in den gesamten USA zu ihrer Zukunft befragt. Doch nach einem Anruf seiner Schwester Viv (Gaby Hoffmann) muss er sich unerwartet um ihren Sohn kümmern, den neunjährigen Jesse (Woody Norman). Es ist das erste Mal, dass Johnny wirklich mit dem Thema Elternschaft in Berührung kommt und die Verantwortung für ein Kind übernehmen muss. Und für den ebenso aufgeweckten wie sensiblen Woody ist es das erste Mal, dass er längere Zeit von seiner Mutter getrennt ist.
Originaltitel: C’mon C‘mon
Regie: Mike Mills (Beginners).
Drehbuch: Mike Mills.
Darsteller: Joaquin Phenix (Joker), Gaby Hoffmann (Now & Then – Damals und heute), Woody Norman, Scoot McNairy, Molly Webster.
Genre: Drama
Land: USA
FSK: 6 Jahre.
Laufzeit: 114 Minuten.
Bildformat: 1.66:1 / 16:9 Widescreen (1080p).
Sprachen: Deutsch, Englisch.
Tonsystem: DTS-HD MA 5.1, DTS-HD MA 5.1
Untertitel: deutsch.
Extras: Audiokommentar, Trailer.
Vertrieb: DCM (Im Vertrieb von LEONINE)
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Filmbewertung: 3 von 5 Filmklappen.
C’mon C’mon präsentiert sich als stilles, beobachtendes Drama, das vor allem durch seine wunderschöne Schwarz-Weiß-Fotografie und seine hervorragenden schauspielerischen Leistungen beeindruckt. Schon allein die Bildsprache verleiht dem Film eine besondere Atmosphäre und macht viele Szenen zu kleinen Kunstwerken. Regisseur Mike Mills hat bereits mehrfach bewiesen, dass er ein feines Gespür für zwischenmenschliche Beziehungen und emotionale Themen besitzt. Auch hier nähert er sich seinen Figuren mit viel Sensibilität und Aufmerksamkeit. Dennoch hinterlässt der Film einen etwas zwiespältigen Eindruck.
Das größte Problem liegt in der Figurenzeichnung. Die Geschichte führt mehrere interessante Charaktere ein und deutet deren persönliche Konflikte immer wieder an. Doch viele dieser Themen werden lediglich gestreift, ohne jemals vollständig entwickelt zu werden. Dadurch entsteht das Gefühl, dass wichtige emotionale Ebenen zwar vorhanden sind, aber nie ihr volles Potenzial entfalten dürfen. Besonders schade ist dies, weil die Figuren durchaus genügend Stoff für intensive und tiefgründige Entwicklungen bieten würden. Stattdessen bleiben viele Konflikte im Ungefähren und werden eher beobachtet als wirklich erzählt. Das verleiht dem Film zwar eine gewisse Authentizität, verhindert aber gleichzeitig, dass er seine emotionale Wucht vollständig entfaltet.
Möglicherweise ist genau das jedoch Teil der künstlerischen Absicht. Das Leben liefert schließlich selten klare Antworten oder abgeschlossene Geschichten. Viele Probleme bleiben ungelöst, viele Gedanken unausgesprochen. In dieser Hinsicht wirkt „C’mon C’mon“ erstaunlich realistisch, manchmal sogar bewusst unangenehm. Schauspielerisch gibt es hingegen kaum etwas zu kritisieren. Zwar wurde vor allem Joaquin Phoenix für seine Leistung vielfach gelobt, doch besonders Gaby Hoffmann hinterlässt einen bleibenden Eindruck. Ihre Darstellung besitzt eine Natürlichkeit und emotionale Ehrlichkeit, die viele Szenen nachhaltig prägt.
Auch der junge Woody Norman trägt erheblich dazu bei, dass die Beziehung zwischen den Figuren glaubwürdig und lebendig wirkt. Gerade die leisen Momente gehören zu den stärksten des Films. „C’mon C’mon“ ist letztlich ein Film, der mehr beobachtet als erklärt. Er stellt Fragen, ohne unbedingt Antworten liefern zu wollen. Seine Stärken liegen in der Atmosphäre, den Bildern und den großartigen Darstellern. Gleichzeitig verschenkt er durch die nur halb ausgeführten Charakterentwicklungen einiges an emotionaler Tiefe. Ein sensibles, hervorragend gespieltes Arthouse-Drama, das berührt, fasziniert und gelegentlich frustriert – gerade weil man spürt, wie viel mehr noch in dieser Geschichte verborgen gewesen wäre.
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Bildbewertung: 5 von 5 Fernsehern.
Der Look des Films ist nun mal Schwarzweiß, nicht jedermanns Sache aber überzeugt jedem mit hervorragend feinen Details und gestochen klaren Bildern. Doch der Kontrast wurde etwas zu dunkel abgemischt. Der Schwarzwert wiederum ist ordentlich satt.
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Tonqualität: 4 von 5 Soundboxen.
Der Sound legt sein klangliches Augenmerk auf die Dialoge, die sich durchgängig klar verständlich, dynamisch und sauber präsentieren. Sauber ist der Ton auch insgesamt und besitzt sowohl harmonischen als auch authentischen Klang.
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Bonusbewertung: 2 von 5 Sternen.
Das zusätzliche Bonusmaterial besteht lediglich nur aus einem Audiokommentar und den Trailer zum Film.
Abspann: Nein! Nach dem Abspann kommt nichts mehr.
Zusätzliche Infos: —
Wendecover: Ja! Wendecover vorhanden.
EAN: 4061229319416
VÖ-Kauf: 19. August 2022.
www.