


Maja (Noomi Rapace) hat sich nach dem Zweiten Weltkrieg mit ihrem Mann (Chris Messina) ein neues Leben in einem amerikanischen Vorort aufgebaut. Ihre Vergangenheit in Europa versucht sie zu vergessen und hat diese auch ihrem Mann bislang verheimlicht. Während eines Ausflugs mit ihrem Sohn lässt die zufällige Begegnung mit einem Fremden (Joel Kinnaman) jedoch die Erinnerung an die erlebten Gräuel unvermittelt wiederaufkommen. Und nicht nur das: Maja ist überzeugt, in dem Fremden ihren früheren Peiniger wiederzuerkennen und beschließt kurzerhand, Rache zu üben für das, was er ihr und ihrer Familie angetan hat. Sie entführt den Mann und hält ihn im Keller ihres Hauses gefangen, um ihn zu einem Geständnis zu zwingen. Seinen Unschuldsbeteuerungen schenkt sie keinen Glauben. Ihr Ehemann, der sich mit einer glaubwürdigen Identität des Gekidnappten sowie Majas fragmentierter Erinnerung konfrontiert sieht, zweifelt: Was er meinte, von seiner Frau zu wissen, erweist sich als unwahr und ihre bisherige gemeinsam aufgebaute Existenz ist in Gefahr. Täuscht sich Maja?
Originaltitel: The Secrets We Keep
Regie: Yaval Adler.
Drehbuch: Ryan Covington, Yaval Adler.
Darsteller: Noomi Rapace (Sherlock Holmes 2), Joel Kinnaman (The Suicide Squad), Chris Messina (Devil), Jackson Dean Vincent, Amy Seimnetz, Miluette Nalin, Madison Paige Jones, Jeff Pope, David Maldonado, Ed Amatrudo.
Genre: Thriller / Drama
Land: USA
FSK: 16 Jahre.
Laufzeit: 97 Minuten.
Bildformat: 2.40:1 / 16:9 Widescreen (1080/24p).
Sprachen: Deutsch, Englisch.
Tonsystem: DTS-HD MA 5.1, DTS-HD MA 5.1
Untertitel: deutsch, englisch.
Extras: Trailer.
Vertrieb: LEONINE
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Filmbewertung: 4 von 5 Filmklappen.
Ein Gefangenschafts- und Rachethriller wie „The Secrets We Keep“ muss nicht zwangsläufig mit einer völlig neuen Geschichte aufwarten, um zu funktionieren. Ähnliche Stoffe und Ausgangssituationen wurden bereits mehrfach erzählt, weshalb sich auch hier schnell erahnen lässt, in welche Richtung sich der Verlauf entwickeln und welche möglichen Wendungen noch folgen könnten. Viel Überraschendes hält der Film entsprechend nicht bereit und wirklich große Mühe, aus dem bekannten Grundgerüst etwas völlig Eigenständiges zu formen, ist ebenfalls nicht zu erkennen. Dadurch bleibt die Spannung insgesamt eher auf solidem Niveau. Der Film erzeugt zwar Interesse, doch der große Sog entsteht nicht aus der Handlung selbst. Und genau darin liegt letztlich auch seine eigentliche Stärke, denn „The Secrets We Keep“ scheint weniger daran interessiert zu sein, einen möglichst raffinierten Thriller abzuliefern, als eine unangenehme moralische Frage in den Raum zu stellen: Wie würde man selbst handeln, wenn man plötzlich mit einer solchen Situation konfrontiert wäre? Diese Frage gewinnt vor allem durch Noomi Rapace an Gewicht. Sie verkörpert nicht einfach nur die Wut und die Entscheidungen ihrer Figur, sondern überträgt deren emotionale Verfassung so glaubhaft, dass man sich als Zuschauer unweigerlich mit ihr auseinandersetzt. Gerade ihre Darstellung macht verständlich, warum bestimmte Grenzen überschritten werden und weshalb die eigenen moralischen Maßstäbe plötzlich nicht mehr so eindeutig erscheinen. Was auf dem Papier vielleicht wie eine bekannte Rachegeschichte wirkt, bekommt dadurch eine deutlich persönlichere und unangenehmere Dimension. Die fehlende Originalität der Handlung bleibt dennoch bestehen. Viele Entwicklungen sind vorhersehbar, und das Drehbuch schöpft die Möglichkeiten seines Konzepts nicht vollständig aus. Dafür besitzt der Film eine andere Qualität: Er zwingt weniger zum Miträtseln als zum Nachdenken über die eigenen Reaktionen. Und genau hier liegt seine Wirkung, denn Noomi Rapace trägt die Wut und die Verzweiflung ihrer Figur mit einer Intensität, die aus einer bekannten Geschichte zumindest eine interessante moralische Auseinandersetzung macht.
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Bildbewertung: 4 von 5 Fernsehern.
Neben einem stimmigen Kontrakt punktet die Bildqualität auch mit einer sehr klaren Schärfe und guten Details. Selbst der Schwarzwert macht was er soll indem er sich kräftig präsentiert.
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Tonqualität: 4 von 5 Soundboxen.
Wirkliche Besonderheiten besitzt der Ton jetzt nicht, kommt aber ausgezeichnet sauber daher. Packend sind die nicht nur klaren sondern auch dynamischen Dialoge. Der Sound besitzt durchaus eine authentische Atmosphäre.
Bonusbewertung: 1 von 5 Sternen.
Als Extra gibt es nur den Trailer zum Film.
Abspann: Nein! Nach dem Abspann kommt nichts mehr.
Zusätzliche Infos: —
Wendecover: Nein! Ist nicht vorhanden.
EAN: —
VÖ-Kauf: 10. September 2021
www.leoninedistribution.com