


Anna, die Tochter eines konservativen Bauern, lebt auf dem Lande an der Moldau und träumt vom aufregenden Leben in der Großstadt Prag. Eines Tages missachtet sie das Verbot des Vaters, folgt dem Fluss und reist in die goldene Stadt.
Originaltitel: Die golden Stadt
Regie: Veit Harlan.
Drehbuch: Richard Billinger, Alfred Braun, Werner Eplinius.
Darsteller: Kristina Söderbaum, Eugen Klöpfer, Annie Rosar, Dagny Servaes, Paul Klinger, Emmerich Hanus, Kurt Meisel, Rudolf Prack, Liselotte Schreiner.
Genre: Melodram / Drama
Land: Deutschland
FSK: 16 Jahren.
Laufzeit: 109 Minuten.
Bildformat: 1.33:1 / 4:3 Vollbild.
Sprachen: Deutsch, Englisch.
Tonsystem: Dolby Digital Mono 2.0, Dolby Digital Mono 2.0
Untertitel: deutsch für Hörgeschädigte.
Extras: Originalende von Veit Harlan, Nachkriegstrailer, Stumme Schnittreste.
Vertrieb: Black Hill Pictures / WVG Medien GmbH.
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Filmbewertung: 3 von 5 Clapperboards.
Bei älteren Filmklassikern stellt sich immer wieder die Frage, wie gut sie den Lauf der Zeit überstanden haben. Im Falle von Die goldene Stadt fällt zunächst vor allem die aufwendige Restaurierung ins Auge. Bereits vor Filmbeginn wird erläutert, welche Maßnahmen zur Erhaltung und Wiederherstellung des Materials vorgenommen wurden. Das Ergebnis kann sich durchaus sehen lassen. Bildqualität, Farben und Kontraste präsentieren sich erstaunlich ansprechend und ermöglichen es, den Film heute in einer Form zu erleben, die seiner ursprünglichen Wirkung vermutlich sehr nahekommt. Unabhängig von seiner Entstehungszeit besitzt „Die goldene Stadt“ auch heute noch einen gewissen Reiz. Besonders die visuelle Gestaltung fällt positiv auf. Immer wieder verweilt die Kamera auf eindrucksvollen Landschaften und malerischen Ansichten, die dem Film eine beinahe träumerische Atmosphäre verleihen. Die Kulissen und Außenaufnahmen entwickeln dabei eine Wirkung, die oft stärker in Erinnerung bleibt als die eigentliche Handlung. Im Mittelpunkt steht letztlich eine Stadt, die beinahe selbst zur Hauptfigur wird. Ihre Ausstrahlung, ihre Schönheit und ihre symbolische Bedeutung prägen den gesamten Verlauf der Geschichte. Gerade dadurch entsteht eine besondere Stimmung, die den Film über weite Strecken trägt und ihm seine unverwechselbare Identität verleiht.
Schauspielerisch gibt es ebenfalls wenig zu beanstanden. Die Darsteller überzeugen mit einer Präsenz und Ernsthaftigkeit, die auch nach vielen Jahrzehnten noch funktioniert. Gerade die emotionalen Momente profitieren von den engagierten Leistungen des Ensembles und sorgen dafür, dass die Geschichte trotz ihres Alters zugänglich bleibt. Problematischer erscheint dagegen die erzählerische Ausrichtung. Der Film entstand in einer Zeit, deren politische und ideologische Einflüsse sich nicht vollständig ausblenden lassen. Diese Aspekte sind in der Inszenierung und in manchen inhaltlichen Entscheidungen deutlich spürbar und wirken aus heutiger Sicht teilweise recht aufdringlich. Dadurch fällt es gelegentlich schwer, den Film ausschließlich als zeitloses Drama zu betrachten.
Gleichzeitig macht gerade dieser Umstand das Werk auch zu einem interessanten Zeitdokument. Es erlaubt einen Einblick in die filmischen Strömungen und Denkweisen seiner Entstehungszeit und besitzt dadurch über die eigentliche Geschichte hinaus einen zusätzlichen historischen Wert. Wer allerdings auf vielschichtige Charakterstudien oder große psychologische Tiefe hofft, dürfte etwas enttäuscht werden. Die Handlung bleibt insgesamt vergleichsweise einfach und entwickelt ihre Wirkung eher über Atmosphäre, Bilder und Emotionen als über komplexe Figurenzeichnungen oder tiefgehende Konflikte. So bleibt „Die goldene Stadt“ vor allem als visuell beeindruckendes Werk in Erinnerung. Die restaurierte Fassung lässt die Schönheit der Bilder erneut erstrahlen, die schauspielerischen Leistungen überzeugen nach wie vor, und die malerische Kulisse entwickelt einen besonderen Reiz. Inhaltlich wirkt manches heute ideologisch geprägt und die Geschichte besitzt nicht die Tiefe anderer Klassiker, doch als historisch interessantes Filmdokument und visuell eindrucksvolles Werk bleibt „Die goldene Stadt“ durchaus sehenswert.
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Bildbewertung: 3 von 5 Fernsehern.
Das Filmmaterial schwangt immer wieder qualitativ, von der Schärfe her bietet es mal großartig klare und mal unscharfe Bilder. Hingegen die Farben immer strahlen und Prag nochmals schöner erscheinen lassen. Auf ein leichtes Bildkorn sollte man sich auch ab und an einstellen. Ansonsten präsentiert es sich recht glatt gebügelt.
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Tonqualität: 3 von 5 Soundboxen.
Insgesamt ist der Ton sehr sauber und besonders schön zu hören ist die klare Dynamik bei den Dialogen. Dafür besitzt der Sound keinerlei räumliche Akzente sondern spielt sich nur im Frontbereich ab.
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Bonusbewertung: 3 von 5 Sternen.
Das zusätzliche Bonusmaterial überrascht und stellt jeden definitiv zufrieden.
Abspann: Nein! Nach dem Abspann kommt nichts mehr.
Zusätzliche Infos: —
Wendecover: Nein! Ist nicht vorhanden.
EAN: 4250148723408
VÖ-Kauf: 25.08.2023
www.blackhillpictures.de