


Fünf Studenten sind auf einem Trip zu einer Rave-Party in der Wüste. Doch plötzlich bleibt ihr Auto an einem gottverlassenen Ort stehen. Die fünf lassen sich zunächst die Laune nicht verderben und finden in einem verlassenen Motel Unterschlupf – doch bald merken sie, dass mit der Gegend etwas nicht stimmt: Radio und Handy funktionieren nicht, ein seltsamer Geruch liegt in der Luft und als ein bestialischer Killer auftaucht, wird die Nacht zum Kampf ums nackte Überleben…
Originaltitel: Reeker
Regie: Dave Payne.
Drehbuch: Dave Payne.
Darsteller: Devon Gummersall (Willkommen im Leben), Derek Richardson (Hostel), Tina Illman (Merlin 2), Scott Whyte (All In), Arielle Kebbel (Rache ist sexy), Michael Ironside (Starship Troopers), Eric Mabius (Ugly Betty).
Genre: Horror / Thriller
Land: USA
FSK: 16 Jahren.
Laufzeit: 91 Minuten.
Bildformat: 1.78:1 / 16:9 Widescreen (1080p).
Sprachen: Deutsch, Englisch.
Tonsystem: DTS-HD MA 5.1,DTS-HD MA 5.1
Untertitel: deutsch.
Extras: Trailer, Making of, Cast & Crew, Behind the Scenes, Bildergalerie.
Vertrieb: Black Hill Pictures / WVG Medien GmbH / Spirit Media
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Filmbewertung: 3 von 5 Filmklappen.
Filme altern. Die einen schneller, die anderen erstaunlich würdevoll. Reeker gehört irgendwo dazwischen. Gerade deshalb macht eine erneute Sichtung nach vielen Jahren besonders viel Spaß. Als wir den Film damals zur Veröffentlichung unter dem Label MC-One (Media Corporation One) rezensierten, hinterließ er bereits einen positiven Eindruck. Inzwischen hat Black Hill Pictures den Fantasy-Horrorthriller noch einmal veröffentlicht – diesmal endlich auch auf Blu-ray, obwohl zuvor bereits mehrere Mediabook-Editionen erschienen waren. Also zurück auf den Highway, zurück in den dichten Nebel und zurück zu der Frage: Funktioniert Reeker heute eigentlich noch?
Die Antwort fällt überraschend eindeutig aus. Ja… und nein. Nein, weil sich das Erzähltempo im Laufe der Jahre merklich Staub angesetzt hat. Was damals angenehm gemächlich wirkte, fühlt sich heute stellenweise deutlich träger an. Einige Szenen nehmen sich mehr Zeit als nötig und verraten dabei ihr Alter. Ja, weil sich der eigentliche Trumpf des Films überhaupt nicht verändert hat. Seine Atmosphäre besitzt noch immer diese unangenehme Eigenschaft, sich langsam unter die Haut zu schleichen. Nicht laut. Nicht aufdringlich. Sondern wie ein Geruch, der plötzlich da ist und einfach nicht mehr verschwinden will.
Anfangs präsentiert sich Reeker noch wie ein ganz gewöhnlicher Horrorfilm. Ein paar vertraute Klischees hier, ein paar scheinbar bekannte Figuren dort – alles wirkt angenehm vorhersehbar. Genau mit diesem Gefühl spielt Dave Payne jedoch ausgesprochen clever. Je weiter die Geschichte voranschreitet, desto mehr verändert sie ihr Gesicht. Aus einem routinierten Schocker entwickelt sich nach und nach ein Überlebenskampf, dessen eigentliche Richtung lange verborgen bleibt. Gerade die unvorhersehbare Wendung sorgt dafür, dass der Film auch heute noch seinen ganz eigenen Reiz entfaltet. Natürlich haben die Jahre ihre Spuren hinterlassen. Die Effekte wirkten damals eindrucksvoller als sie es heute tun. Moderne Produktionen lassen sie stellenweise etwas alt aussehen. Erstaunlicherweise fällt das aber kaum ins Gewicht. Reeker lebt ohnehin nie von spektakulären Tricks, sondern vielmehr von seiner geheimnisvollen Stimmung und dem permanenten Gefühl, dass hier irgendetwas ganz und gar nicht stimmt.
Interessant ist außerdem, wie sich die Wahrnehmung des Films verändert hat. Einst ausschließlich ab 18 Jahren freigegeben, erhielt Reeker inzwischen eine Altersfreigabe ab 16 Jahren. Betrachtet man heutige Horrorfilme, erscheint diese Entscheidung durchaus nachvollziehbar. So bleibt diese Neuauflage weit mehr als bloß eine technische Auffrischung. Sie lädt dazu ein, einen kleinen Genre-Geheimtipp noch einmal zu entdecken und festzustellen, dass guter Horror nicht zwangsläufig durch laute Schockeffekte entsteht. Reeker riecht auch nach all den Jahren keineswegs muffig. Im Gegenteil – seine unheimliche Atmosphäre funktioniert noch immer bemerkenswert gut. Und dennoch bleibt für uns die Fortsetzung das eigentliche Highlight der Reihe.
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Bildbewertung: 4 von 5 Fernsehern.
Im Vergleich mit der DVD von MC-ONE sieht man bei der Blu-ray einen deutlichen Unterschied. Bei der blauen Scheibe ist alles wesentlich feiner bei der Auflösung und bei den Details. Auch die Schärfe ist um einiges schärfer. Kontrast und Schwarzwert sind solide. Weniger gut, der grüne Farbstich (beabsichtigter Stilmittel) der hier und einiges kräftiger ist.
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Tonqualität: 4 von 5 Soundboxen.
Der Sound präsentiert sich hervorragend sauber und durchgehend klar verständlich. Leider ist die Dynamik ziemlich fad, nur sehr selten sitzen die Schockmomente.
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Bonusbewertung: 3 von 5 Sternen.
Das zusätzliche Bonusmaterial ist zwar gut aber absolut nicht neu und standardmäßig gestaltet. Wer den Film bereits besitzt bekommt hier nichts Neues.
Abspann: Nein! Nach dem Abspann kommt nichts mehr.
Zusätzliche Infos: Die Fortsetzung „No Man’s Land – Rise of Reeker“ erscheint am 24. Februar 2023.
Wendecover: Nein! Ist nicht vorhanden.
EAN: 4250148722999
VÖ-Kauf: 27. Januar 2023
www.blackhillpictures.de