


Das Leben der typisch amerikanischen Vorstadt-Mama Kristin (Toni Collette) liegt in Trümmern: Als ihr Sohn auszieht, um aufs College zu gehen, ihr Mann sie betrügt und ihr Berufsleben am Scheideweg steht, sehnt sich Kristin nach einer Veränderung. Durch einen unerwarteten Anruf aus Italien erfährt sie, dass ihr Großvater gestorben ist. Kristin reist nach Rom und muss herausfinden, dass ihr Großvater Oberhaupt eines Mafia-Clans war und sie sein Erbe antreten soll. Kristin wehrt sich gegen die Rolle, hat jedoch keine Wahl. Mit der Hilfe ihrer treuen Beraterin Bianca (Monica Bellucci) muss sie sich behaupten und herausfinden, was in ihr steckt – doch ihre Feinde lauern überall!
Originaltitel: Mafia Mamma
Regie: Catherine Hardwicke.
Drehbuch: Amanda Sthers, J. Michael Feldman, Debbie Jhoon.
Darsteller: ToniCollette (Knives Out), Monica Bellucci (Matrix Reloaded), Sophia Nomvete, Alessandro Bressanello, Eduard Scarpetta, Tommy Rodger, Tim Daish, Jay Natelle, Yonv Joseph, Mitch Salm, Dora Romano, Claire Palazzo, Alfonso Perugini, Stefano Militi.
Genre: Komödie / Action / Krimi
Land: USA / Italien / UK
FSK: 16 Jahren.
Laufzeit: 101 Minuten.
Bildformat: 1.85:1 / 16:9 Widescreen (1080p).
Sprachen: Deutsch, Englisch.
Tonsystem: DTS-HD MA 5.1, DTS-HD MA 5.1
Untertitel: deutsch für Hörgeschädigte.
Extras: B-Roll, Trailer, Trailershow.
Vertrieb: SquareOne Entertainment (im Vertrieb von LEONINE).
![]()
![]()
Filmbewertung: 3 von 5 Clapperboards.
Manchmal genügt eine charismatische Hauptdarstellerin, um selbst vertraute Genre-Muster mit frischer Energie zu versehen. Genau davon lebt Mafia Mamma. Regisseurin Catherine Hardwicke inszeniert eine bewusst überdrehte Mischung aus Mafiafilm und Komödie, die sich zu keinem Zeitpunkt allzu ernst nimmt. Das Ergebnis ist leichte Unterhaltung, die weniger durch ihre Geschichte als vielmehr durch ihre Spielfreude überzeugt.
Im Mittelpunkt steht einmal mehr Toni Collette, die den Film praktisch im Alleingang trägt. Man hat während des gesamten Films das Gefühl, dass sie an ihrer Rolle sichtlichen Spaß hatte – und genau diese Freude überträgt sich unmittelbar auf den Zuschauer. Collette bewegt sich mit bemerkenswerter Leichtigkeit zwischen trockener Komik, Selbstironie und den zunehmend absurden Situationen, in die ihre Figur gerät. Ihre sympathische Ausstrahlung macht selbst die vorhersehbarsten Szenen noch unterhaltsam.
Allerdings schöpft der Film sein Potenzial nicht vollständig aus. Zwar spielt Mafia Mamma immer wieder mit den bekannten Zutaten klassischer Gangsterfilme, doch orientiert er sich dabei sehr deutlich an The Godfather und anderen Genreklassikern. Dabei wirkt vieles weniger wie eine liebevolle Hommage als vielmehr wie eine moderne Neuinterpretation bereits bekannter Versatzstücke. Originelle Einfälle oder überraschende Wendungen bleiben leider eher die Ausnahme. Die Handlung entwickelt sich weitgehend so, wie man es schon früh erwartet.
Dennoch besitzt der Film durchaus seinen eigenen Charme. Die Mischung aus italienischem Mafiaflair, schwarzem Humor und bewusst überzeichneten Figuren sorgt immer wieder für gelungene Unterhaltung. Besonders die zahlreichen Klischees werden mit einem Augenzwinkern präsentiert und niemals völlig ernst genommen. Gerade dadurch entsteht eine lockere Atmosphäre, die den Film angenehm leicht wirken lässt.
Neben Toni Collette sorgen auch einige herrlich schräge Nebenfiguren für gelungene Momente. Und ja, ein ganz bestimmtes Bein entwickelt sich tatsächlich zu einem Running Gag, der zu den witzigsten Einfällen des Films gehört. Solche kleinen Details verhindern, dass die Geschichte völlig in ihren bekannten Mustern versinkt, und verleihen dem Geschehen immer wieder einen sympathischen Schuss Absurdität.
Visuell präsentiert sich Mafia Mamma passend zum Thema mit mediterranem Flair, italienischer Lebensfreude und reichlich kulinarischem Ambiente. Zwischen Pasta, Wein und mafiösen Machtspielen entsteht eine Atmosphäre, die eher zum Schmunzeln als zum Mitfiebern einlädt. Große Spannung sollte man deshalb nicht erwarten – Wohlfühlunterhaltung mit Gangster-Anstrich trifft es wohl am besten.
So bleibt Mafia Mamma eine charmante, bewusst überzeichnete Komödie, die das Mafia-Genre nicht neu erfindet, aber solide unterhält. Wer originelle Überraschungen sucht, dürfte etwas enttäuscht sein. Wer hingegen Toni Collette in Höchstform erleben möchte und nichts gegen eine Portion italienischen Humor mit reichlich Klischees einzuwenden hat, bekommt einen kurzweiligen Film serviert. Dazu ein Teller Pasta, ein gutes Glas Wein – und der Abend ist gerettet.
![]()
![]()
![]()
![]()
Bildbewertung: 5 von 5 Fernsehern.
Der Bild der Disc präsentiert sich hervorragend hell und mit kräftigen Farben. Die Details sind sehr fein und auch die Schärfe überzeugt mit einer hervorragenden Klarheit.
![]()
![]()
![]()
Tonqualität: 4 von 5 Soundboxen.
Beim Sound gibt es eine ordentliche Dynamik bei den Dialogen oben drauf. Insgesamt kommt der Ton ausgezeichnet sauber daher und mit einer soliden Klangatmosphäre.
Bonusbewertung: 1 von 5 Sternen.
Als Extra gibt es nur B-Rolls. Nicht sonderlich anspruchsvoll und auch nicht überzeugend.
Abspann: Nein! Nach dem Abspann kommt nichts mehr.
Zusätzliche Infos: —
Wendecover: Ja! Ist vorhanden.
EAN: 4061229375917
VÖ-Kauf: 25.08.2023
www.square-o-n-e.com