

Ein Reboot zur Kult-Horror-Reihe „Wrong Turn“Weicht niemals vom Pfad ab, unter keinen Umständen!Jen (Charlotte Vega) und ihre fünf New Yorker Freunde begeben sich auf einen Campingausflug in die Appalachen von West Virginia. Bei einer Wanderung verlassen sie trotz eindringlicher Warnungen den ausgewiesenen Weg und betreten das Reich der Foundation – ein 150 Jahre alter Kult, der sich einst im Förderationskrieg isolierte, um in der Wildnis eine neue Gesellschaft aufzubauen. Die alteingesessene und brutale Gemeinschaft von Siedlern schätzt keine Eindringlinge – um ihre eingeschworene, erzkonservative Zivilisation zu schützen, ist ihnen jedes Mittel recht. Während für Jen und ihre Freunde ein Kampf ums Überleben beginnt, macht sich ihr Vater Scott (Matthew Modine) auf die Suche nach seiner vermissten Tochter. Er könnte ihre letzte Chance sein, diesem Albtraum zu entkommen. Eine blutrünstige Jagd lässt nicht lange auf sich warten…
Originaltitel: Wrong Turn
Regie: Mike P. Nelson.
Drehbuch: Alan B. McElroy.
Darsteller: Charlotte Vega, Bill Sage, Dylan McTee, Matthew Modine, Adain Bradley, Emma Dumont, Daisy Head, Vardaan Arora, Adrian Favela, Tim DeZarn.
Genre: Thriller / Horror
Land: UK / USA / Deutschland
FSK: 18 Jahre.
Laufzeit: 110 Minuten.
Bildformat: 2.38:1 / 16:9 Widescreen (1080/24p).
Sprachen: Deutsch, Englisch.
Tonsystem: DTS-HD MA 5.1, DTS-HD MA 5.1
Untertitel: deutsch für Hörgeschädigte.
Extras: Audiokommentar, Making of, Deleted Scenes.
Vertrieb: Constantin Film / Highlight
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Filmbewertung: 2 von 5 Filmklappen.
Eine Neuauflage, die eigentlich keine ist: „Wrong Turn – The Foundation“ nimmt den Namen einer bekannten Horrorreihe, entfernt sich dann aber so weit von dem, was diese Reihe einmal ausgemacht hat, dass man sich irgendwann fragt, weshalb dieser Film überhaupt „Wrong Turn“ heißen musste. Hätte man ihn unter einem völlig anderen Namen veröffentlicht und die Verbindung zu den früheren Filmen weggelassen, hätte das Ganze vielleicht auf andere Weise funktionieren können. Die ernüchternde Wahrheit lautet allerdings: Nein, hätte es nicht. Denn auch ohne den Namen wäre dieser Streifen noch immer ziemlich dämlich. Die Handlung stolpert von einer unlogischen Situation in die nächste, während sich die Figuren teilweise so peinlich verhalten, dass man ihnen beim Zuschauen am liebsten selbst zurufen möchte, was sie eigentlich gerade tun. Die Entscheidungen der Charaktere wirken häufig nicht nachvollziehbar und lassen schnell erkennen, dass beim Drehbuch nicht jede Möglichkeit zu Ende gedacht wurde. Es ist nicht nur ein einzelner Logikfehler, der stört, sondern eine ganze Sammlung von Kleinigkeiten und größeren Ungereimtheiten, die sich immer weiter anhäufen und den Film zunehmend anstrengend machen. Im Vorfeld wurde anhand des Trailers gerne darüber gesprochen, wie viel besser und anspruchsvoller die Inszenierung im Vergleich zur ursprünglichen „Wrong Turn“-Reihe doch sei. Nach dem fertigen Film bleibt von diesem Versprechen allerdings nicht sonderlich viel übrig. Handwerklich wirkt „The Foundation“ erstaunlich unausgereift und verliert sich in einer Inszenierung, die ihre vermeintliche Ernsthaftigkeit nicht mit entsprechender Qualität untermauern kann. Ein Film darf selbstverständlich anders aussehen und erzählt werden als seine Vorgänger, doch wenn man schon mit der eigenen vermeintlichen Verbesserung wirbt, sollte das Ergebnis diese Ansprüche auch irgendwie erfüllen. Noch fragwürdiger werden die Erklärungen rund um die geheimnisvolle Gemeinde. Der Film versucht, seiner Geschichte eine tiefere gesellschaftliche und moralische Ebene zu geben, doch die entsprechenden Erklärungen funktionieren schlicht nicht. Vor allem stellt sich irgendwann die Frage, weshalb die unten gelegene Stadt eigentlich nicht längst wesentlich härter gegen diese Vorgänge vorgegangen ist. Die Menschen dort wissen offenbar von der Gemeinde und haben selbst Verluste zu beklagen. Warum also wird dieses Problem über Jahre hinweg mehr oder weniger hingenommen? Die Geschichte liefert darauf keine überzeugende Antwort. Verglichen damit wirkt selbst die Handlung des ersten „Wrong Turn“ noch wesentlich glaubwürdiger. Auch die Altersfreigabe wirkt übertrieben, wobei eine höhere Alterseinstufung natürlich zunächst einmal wesentlich mehr Interesse weckt. Wer bei einem neuen „Wrong Turn“ eine härtere Gangart erwartet, dürfte allerdings enttäuscht werden. Die berüchtigten Kannibalen fehlen und mit ihnen verschwindet ein wesentlicher Bestandteil dessen, was die ursprüngliche Reihe zumindest in ihrer brutalen Ausrichtung geprägt hat. An ihre Stelle tritt eine andere Form von Bedrohung, die allerdings weder besonders spannend noch sonderlich überzeugend inszeniert wird. Die fehlende Spannung ist ohnehin eines der größten Probleme. Wo früher noch die Frage im Raum stand, welcher brutale Irrsinn als Nächstes hinter der nächsten Kurve wartet, entwickelt sich hier vor allem ein Gefühl des Ärgers. Besonders schön wird das in den Momenten deutlich, in denen sich junge Menschen, die sich offenbar für ausgesprochen intelligent halten, nicht einmal in der Lage zeigen, einem Baumstamm vernünftig auszuweichen. Spätestens dann merkt man, dass hier wirklich nicht sonderlich viel durchdacht wurde. Und als wäre das alles noch nicht genug, setzt das Ende dem Ganzen die Krone auf. Anstatt die vorherigen Probleme irgendwie aufzufangen oder zumindest für einen befriedigenden Abschluss zu sorgen, sorgt das Finale eher dafür, dass man sich fragt, was man gerade eigentlich gesehen hat. „The Foundation“ versucht, mehr zu sein als ein gewöhnlicher Backwoods-Horrorfilm, scheitert aber an genau den Dingen, die dafür notwendig wären: einer schlüssigen Handlung, glaubwürdigen Figuren und echter Spannung. Aus der Reihe ist damit ein Film geworden, der kaum noch etwas mit dem ursprünglichen „Wrong Turn“-Gefühl zu tun hat und trotzdem unbedingt unter diesem Namen veröffentlicht werden musste. Keine Kannibalen, kaum Spannung und dafür eine Geschichte, über die man sich beim Zuschauen immer wieder aufregt. Wenn das tatsächlich die neue Richtung sein sollte, dann hätte man sich den falschen Abzweig besser gespart.
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Bildbewertung: 4 von 5 Fernsehern.
Das Bild der Blu-ray Veröffentlichung präsentiert sich dunkel und versucht somit stimmig zu sein. Dabei ist der Schwarzwert nur selten ausgereift. Die Details sind ordentlich und die Schärfe sehr klar. Lediglich bei Actionszenen wie zum Beispiel die bereits erwähnte Baumstammszene, wirkt es nicht ganz so detailreich.
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Tonqualität: 4 von 5 Soundboxen.
Der Sound punktet mit einer hervorragenden Dynamik und klaren Dialogen. Doch die will man eigentlich nicht immer wirklich hören. Aber der Ton ist durchgehend gut abgemischt. Sehr sauber!
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Bonusbewertung: 2 von 5 Sternen.
Das Making-of ist nur Standard aber hat eine annehmbare Laufzeit.
Abspann: Nein! Nach dem Abspann kommt nichts mehr.
Zusätzliche Infos: —
Wendecover: Ja! Ist vorhanden.
EAN: 4011976348788
VÖ-Kauf: 22. Juli 2021
www.constantin-film.de