


Die mäßig erfolgreiche Punk-Rock-Band DUH steht kurz vor ihrer ersten Tournee. Leider fehlt der fahrbare Untersatz. Zum Glück treffen sie auf einen etwas verwahrlosten Typen namens Peckerhead, der einen Van hat und ihnen anbietet, für ein paar Dollar und Benzingeld ihr Roadie zu werden. Peck hat allerdings ein grausiges Geheimnis: Um Mitternacht verwandelt er sich regelmäßig in einen menschenfressenden Dämon und schon bald wird die Tour zu einem blutigen Road-Trip…
Originaltitel: Uncle Peckerhead
Regie: Matthew John Lawrence.
Drehbuch: Matthew John Lawrence.
Darsteller: Chet Siegel, David Littleton, Mike Lawrence, David Bluvband, Ruth Lolla, Maureen McGowan, Amir Khan, Jeff Riddle.
Genre: Horror / Komödie
Land: USA
FSK: 18 Jahre.
Laufzeit: 97 Minuten.
Bildformat: 2.35:1 / 16:9 Widescreen (1080p).
Sprachen: Deutsch, Englisch.
Tonsystem: DTS-HD MA 5.1, DTS-HD MA 5.1
Untertitel: deutsch.
Extras: Audiokommentar, Kurzfilm, Musikvideo, Trailer.
Vertrieb: Donau Film / AL!VE AG
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Filmbewertung: 3 von 5 Filmklappen.
„Uncle Peckerhead“ versucht, zwei sehr unterschiedliche Gesichter miteinander zu verbinden. Auf der einen Seite steht ein Drama, das seine Figuren und ihre Beziehungen ernst nehmen möchte, auf der anderen Seite wartet eine ausgesprochen blutige Splatterkomödie darauf, möglichst ungeniert dazwischenzugrätschen. Für sich betrachtet funktionieren beide Seiten durchaus. Das Drama besitzt seine eigenen Momente, der Splatter bringt die nötige Grobheit mit. Sobald beides jedoch miteinander vermischt wird, entsteht ein ziemlich weirder Gesamteindruck, bei dem nicht immer klar ist, ob man gerade mit den Figuren mitfühlen, über die Situation lachen oder sich einfach über die nächste Ladung Blut freuen soll. Diese eigenartige Mischung ist zugleich die interessanteste und größte Schwäche des Films. Die dramatischen Passagen wollen emotionale Nähe herstellen, während die Splattermomente das Geschehen immer wieder in eine groteske Richtung ziehen. Beides kann grundsätzlich nebeneinander funktionieren, benötigt dafür aber eine sehr sichere Tonalität. „Uncle Peckerhead“ findet diese Balance nicht durchgehend. Die Übergänge wirken mitunter abrupt, und die verschiedenen Stimmungen stehen eher nebeneinander, als dass sie sich wirklich zu einer harmonischen Einheit verbinden. Dadurch fühlt sich der Film gelegentlich so an, als würden zwei unterschiedliche Filme um die Vorherrschaft kämpfen. Handwerklich ist die Sache trotzdem besser gelungen, als es die kostengünstigen Produktionsbedingungen zunächst vermuten lassen. „Uncle Peckerhead“ kann seine begrenzten Möglichkeiten nicht vollständig verstecken, doch die Umsetzung wirkt keineswegs lustlos oder völlig zusammengeschustert. Im Gegenteil: Aus dem vorhandenen Material wird durchaus einiges herausgeholt. Die Inszenierung versucht, die Schwächen des Budgets nicht zum Mittelpunkt werden zu lassen, und schafft es zumindest häufig, den Eindruck einer liebevoll gemachten kleinen Genreproduktion aufrechtzuerhalten. Auch die Schauspieler leisten ihren Anteil daran. Die Figuren werden mit genügend Überzeugung gespielt, um die unterschiedlichen Tonlagen überhaupt tragen zu können. Gerade wenn der Film zwischen ernsthaften Momenten und grotesker Überzeichnung wechselt, ist es nicht selbstverständlich, dass die Darsteller diesen Spagat einigermaßen glaubwürdig mitmachen. Hier wird ordentlich gegengehalten. Die schauspielerische Leistung kaschiert zwar nicht jede Schwäche des Drehbuchs oder der Inszenierung, sorgt aber dafür, dass die Figuren nicht völlig zur Staffage zwischen Drama und Splatter verkommen. Einen eigenen Reiz besitzt die musikalische Seite. Die Musik passt gut zu dieser etwas schrägen Mischung und verleiht dem Film eine zusätzliche Identität. Sie unterstützt die Atmosphäre und trägt dazu bei, dass die Produktion trotz ihrer begrenzten Mittel nicht völlig beliebig wirkt. Wo die Geschichte gelegentlich ins Stocken gerät, kann die musikalische Gestaltung zumindest einen gewissen Rhythmus und Charakter bewahren. Es ist kein Aspekt, der den Film allein tragen könnte, aber einer, der angenehm auffällt. Wenn es um das Blut geht, zeigt sich „Uncle Peckerhead“ deutlich großzügiger. Hier darf es spritzen, und die Splatterelemente werden durchaus mit sichtbarer Freude an praktischen Effekten eingesetzt. Die blutigen Momente funktionieren deshalb als Genrebestandteil wesentlich besser als die komödiantische Seite. Der Film hat keine große Angst davor, seinen Körperhorror auszuspielen und dem Publikum etwas zu zeigen. Wer wegen der Splatterkomponente einschaltet, wird zumindest nicht mit einem völlig blutleeren Erlebnis abgespeist. Bei den Gags sieht die Sache allerdings deutlich anders aus. Das Blut spritzt, die Gags hingegen nicht. Vieles, was vermutlich als humoristische Auflockerung gedacht ist, entwickelt nicht die gewünschte Durchschlagskraft. Die Situationen besitzen zwar das Potenzial für schwarzen Humor, doch die Pointen landen nicht immer dort, wo sie sollten. Der Film bemüht sich um eine groteske Komik, erreicht aber eher gelegentlich ein Schmunzeln als den großen Lachanfall. Gerade bei einer Splatterkomödie ist das natürlich ein nicht ganz unwichtiges Problem, denn wenn der Humor nicht zündet, bleibt vom komödiantischen Teil vor allem die blutige Ausstattung übrig. Hinzu kommen erzählerische Längen, die dem Film zusätzlich Tempo nehmen. Die Geschichte kommt nicht immer so richtig voran und gönnt sich mehrere spannungsfreie Abschnitte, in denen die Handlung eher vor sich hinläuft, als dass sie sich merklich zuspitzt. Das ist vor allem deshalb schade, weil die ungewöhnliche Mischung aus Drama und Splatter eigentlich genügend Möglichkeiten für überraschende Wendungen und eine dynamischere Erzählweise bieten würde. Stattdessen entsteht immer wieder der Eindruck, dass der Film auf den nächsten interessanten Moment wartet. So bleibt am Ende ein eigenwilliges Genreexperiment, das seine vorhandenen Möglichkeiten durchaus ordentlich nutzt, aber seine beiden Hauptbestandteile nicht vollständig miteinander versöhnen kann. Das Drama funktioniert für sich genommen, der Splatter ebenfalls, doch zusammen entsteht eine Mischung, die eher kurios als wirklich stimmig wirkt. Die solide Umsetzung trotz begrenzter Mittel, die engagierten Darsteller und die musikalische Gestaltung sprechen für den Film, während die wenig zündenden Gags und die spannungsfreien Längen deutlich gegen ihn arbeiten. „Uncle Peckerhead“ ist deshalb ein interessanter, aber keineswegs rundum gelungener Versuch, Drama und Splatterkomödie unter einen Hut zu bekommen. Handwerklich wurde aus den vorhandenen Möglichkeiten einiges gemacht, die Schauspieler halten überzeugend dagegen und das Blutbad erfüllt seinen Zweck. Nur bei der Komik bleibt der Film erstaunlich trocken, während die Erzählung immer wieder an Spannung verliert. Ein durchaus sympathischer kleiner Genreversuch, dessen Herz am richtigen Fleck sitzt, dessen zwei Seiten aber letztlich doch etwas zu unterschiedlich ticken.
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Bildbewertung: 4 von 5 Fernsehern.
Ein freundlich heller Kontrast und eine kräftige Farbwiedergabe. Neben den hervorragend feinen Details überzeugt das Bild mit einer gestochen klaren Schärfe und ein nicht zu verachtender Schwarzwert.
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Tonqualität: 4 von 5 Soundboxen.
Eine ausgezeichnete Dynamik beim Soundtrack und bei den Dialogen. Die Musik hämmert nur so durch den Raum, doch ansonsten besitzt der Sound kaum räumliches.
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Bonusbewertung: 3 von 5 Sternen.
Krasser Kurzfilm und kurzweilige Standardextras die den Gig solide abrunden.
Abspann: Nein! Nach dem Abspann kommt nichts mehr.
Zusätzliche Infos: —
Wendecover: Ja! Ist vorhanden.
EAN: 4260267333983
VÖ-Kauf: 03. Dezember 2021
www.donaufilm.de