


Dass Teddy (RAFE SPALL) heiratet, grenzt eigentlich schon fast an ein Wunder, denn Teddy gehört zu den Menschen, die permanent alle Entscheidungen aufschieben, die zaudern und zögern, während das Leben an ihnen vorbeizieht. Als er am Morgen nach seiner Hochzeit erwacht, ist seine Frau Leanne (ZAHRA NEWMAN) plötzlich im achten Monat schwanger und die beiden haben bereits das erste Ehejahr hinter sich, an das Teddy sich nicht erinnern kann. Er ist gefangen in einem Zyklus von Zeitsprüngen, die jeden Tag um ein weiteres Jahr nach vorne befördern und ihm im Zeitraffer die Hindernisse seiner Liebe und die Versäumnisse seines Lebens präsentieren. Mit der Hilfe seines besten Freundes Sam (RONNY CHIENG) versucht Teddy herauszufinden, was zwischen den Zeitsprüngen alles schiefgelaufen ist. In den kostbaren kurzen Momenten muss Teddy versuchen, die Zeit festzuhalten, die ihm durch die Finger rinnt, um die Frau, die er liebt, zurückzugewinnen – auch wenn es nur für einen Tag ist.
Originaltitel: Long Story Short
Regie: Josh Lawson.
Drehbuch: Josh Lawson.
Darsteller: Rafe Spall (The Ritual), Zahra Newman (Wentworth), Ronny Chieng, Dena Kaplan, Noni Hazlehurst, Josh Lawson.
Genre: Komödie / Fantasy / Romantik
Land: Australien
FSK: 6 Jahre.
Laufzeit: 94 Minuten.
Bildformat: 2.40:1 / 16:9 Widescreen (1080p).
Sprachen: Deutsch, Englisch.
Tonsystem: DTS-HD MA 5.1, DTS-HD MA 5.1
Untertitel: deutsch.
Extras: Making of, Trailer.
Vertrieb: STUDIOCANAL
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Filmbewertung: 4 von 5 Filmklappen.
Der deutsche Titel „Und täglich grüßt die Liebe“ möchte sich offenbar unbedingt in die Nähe von „Und täglich grüßt das Murmeltier“ stellen. Schließlich wird der Klassiker im Film sogar mehrfach erwähnt. Nur leider macht eine Erwähnung noch keine passende Parallele. Denn mit einem immer wiederkehrenden selben Tag hat die Geschichte von „Und täglich grüßt die Liebe“ nun wirklich nicht viel zu tun. Der Hauptcharakter erlebt nicht ständig denselben Tag aufs Neue, sondern findet sich jeweils einige Jahre später am selben Jahrestag wieder. Das ist ein kleiner, aber entscheidender Unterschied. Die Murmeltier-Regel ist schließlich ziemlich eindeutig: Derselbe Tag muss immer und immer wieder stattfinden. Hier wird dagegen munter durch verschiedene Jahre gesprungen. So wäre zumindest die Titel-Frage einmal geklärt. Abseits dieser kleinen, aber durchaus amüsanten Ungereimtheit steckt hinter dem Konzept ein romantisches Drama, das einen ungewöhnlichen Blick auf den Verlauf einer Beziehung wirft. Der Film zeigt nicht einfach eine Liebe von ihrem Anfang bis zum Ende, sondern lässt verschiedene Stationen und Wendepunkte sichtbar werden. Dadurch entsteht ein interessantes Bild davon, wie sich zwei Menschen miteinander verändern, welche Fehler sich einschleichen und an welchen Stellen eine Beziehung beginnt, aus dem Gleichgewicht zu geraten. Liebe wird hier nicht als makellose romantische Angelegenheit präsentiert, sondern als etwas, das gepflegt, verstanden und manchmal auch mühsam gerettet werden muss. Die Grundidee ist zugegebenermaßen nicht sonderlich originell und auch die Inszenierung hält kaum große Überraschungen bereit. Man wartet vergeblich auf den großen Einfall, der aus dem bekannten romantischen Muster etwas vollkommen Neues macht. Vieles ist recht vorhersehbar angelegt und folgt einem Weg, den man als Zuschauer durchaus erkennen kann. Trotzdem gelingt es dem Film, aus seiner eher simplen Ausgangsidee mehr herauszuholen, als die Konstruktion zunächst vermuten lässt. Denn letztlich sind es nicht die erzählerischen Kniffe, die hier den Unterschied machen, sondern die Menschen, die diese Geschichte tragen. Und genau an dieser Stelle spielen die Schauspieler ihre größte Stärke aus. Die Figuren wirken glaubwürdig genug, um ihre Beziehung nicht bloß wie eine Aneinanderreihung romantischer Filmszenen erscheinen zu lassen. Man erkennt sich in ihren Unsicherheiten, ihren Fehlern und den Momenten wieder, in denen eine Liebe plötzlich nicht mehr so selbstverständlich funktioniert wie am Anfang. Der Film macht daraus keinen übertrieben komplizierten Beziehungskrieg, sondern bleibt angenehm zugänglich und unterhaltsam. Die Darsteller geben dem Geschehen jene menschliche Wärme, die das Drehbuch allein nicht immer liefern könnte. Interessant ist vor allem die Vorstellung, dass ein Blick auf vergangene Fehler tatsächlich dabei helfen kann, sie nicht ständig zu wiederholen. Wer die eigene Beziehung immer wieder aus einer anderen zeitlichen Perspektive betrachten könnte, würde vielleicht schneller erkennen, an welchen Stellen etwas falsch gelaufen ist. Genau daraus zieht der Film seine emotionale Grundlage: Nicht jede Beziehung scheitert daran, dass keine Liebe mehr vorhanden ist. Manchmal geht sie verloren, weil Menschen ihre eigenen Fehler zu spät erkennen oder irgendwann aufhören, aufeinander zu achten. Der Film nutzt seine ungewöhnliche Zeitsprung-Idee, um genau diesen Gedanken sichtbar zu machen. So bewegt sich „Und täglich grüßt die Liebe“ angenehm zwischen romantischen Momenten, traurigen Entwicklungen und leichter Unterhaltung. Der Film möchte keine große philosophische Abhandlung über die Liebe sein und muss es auch nicht. Er funktioniert vielmehr über seine Figuren, die glaubwürdig genug bleiben, um den Zuschauer durch die verschiedenen Stationen ihrer Beziehung mitzunehmen. Mal sorgt das Geschehen für ein trauriges Gefühl, mal für romantische Wärme und immer wieder für ein Lächeln. Die Umsetzung mag keine filmischen Wunder vollbringen und die Idee hätte durchaus etwas origineller ausfallen dürfen. Trotzdem ist „Und täglich grüßt die Liebe“ ein kurzweiliger und schöner Spaß, der seine Wirkung vor allem aus der glaubwürdigen Besetzung und dem menschlichen Kern seiner Geschichte bezieht. Nicht die Konstruktion ist hier der große Trumpf, sondern das, was die Schauspieler daraus machen. Und wenn am Ende tatsächlich der Gedanke hängen bleibt, dass man eine Liebe nicht verlieren muss, wenn man rechtzeitig erkennt, was man falsch gemacht hat, dann hat dieser kleine romantische Zeitsprung seine Aufgabe durchaus erfüllt.
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Bildbewertung: 4 von 5 Fernsehern.
Eine natürliche Farbwiedergabe und ein freundlich heller Kontrast. Dazu eine klare Schärfe und eine feine Auflösung.
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Tonqualität: 4 von 5 Soundboxen.
Der sehr saubere Sound setzt hauptsächlich mit einer guten Dynamik auf die Dialoge. Zusätzlich feine Nebenklänge sorgen für ein stimmiges Bild.
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Bonusbewertung: 2 von 5 Sternen.
Die Extras sind hingegen nur Standard.
Abspann: Nein! Nach dem Abspann kommt nichts mehr.
Zusätzliche Infos: —
Wendecover: Ja! Ist vorhanden.
EAN: 4006680096339
VÖ-Kauf: 02. Dezember 2021
www.studiocanal.de