


Strategieexperte Sam (De Niro), Organisationstalent Vincent (Reno), Computerfachmann Gregor (Skarsgård), Waffenspezialist Spence (Bean) und Fahrer Larry (Sudduth) bilden ein internationales Team aus Ex-Geheimagenten, das von der mysteriösen Deirdre (McElhone) angeheuert wird, eine Wagenkolonne zu überfallen und dabei einen Koffer zu stehlen. Über den Inhalt des Koffers, die Identität von Deirdres Hintermännern und die Organisation, welcher der Koffer entwendet werden soll, ist den Männern nichts bekannt. In Deirdres Team, in dem niemand die wahren Motive des anderen kennt, herrscht nur Gewissheit über zwei Dinge: Niemand will auf das Geld verzichten, das der lukrative Job einbringt, und jeder ist bereit, dafür zu töten…
Originaltitel: Ronin
Regie: John Frankenheimer.
Drehbuch: J.D. Zeik, David Mamet.
Darsteller: Robert De Niro, Jean Reno, Natascha McElhone, Stellan Skarsgård, Sean Bean, Skipp Sudduth, Michael Lonsdale, Jonathan Pryce, Katarina Witt.
Genre: Action / Krimi / Thriller
Land: UK / Frankreich / USA
FSK: 16 Jahren.
Laufzeit: 121 Minuten.
Bildformat: 2.39:1 / 16:9 Widescreen (1080p).
Sprachen: Deutsch, Englisch.
Tonsystem: DTS-HD MA 5.1, DTS-HD MA 5.1
Untertitel: deutsch.
Extras: Audiokommentar von Regisseur John Frankenheimer, Originalkinotrailer, Deutscher Kinotrailer, Bonus-Blu-ray: Im Schneideraum, Natascha McElhone: Die Arbeit einer Schauspielerin, Die Komposition der Musik, Riskante Fahrmanöver, Filmen auf der Überholspur, Durch das Objektiv, Interviews in Venedig, Alternatives Ende.
Vertrieb: Capelight Pictures
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Filmbewertung: 4 von 5 Clapperboards.
Mit erstaunlicher Ruhe und gleichzeitig enormer Präzision entfaltet Ronin seine Geschichte über Söldner, Verrat und Loyalität. Gerade bei der Handlung dürften sich bis heute die Meinungen spalten. Einerseits wirkt vieles vergleichsweise schlicht erzählt, andererseits verstecken sich in den Dialogen und Situationen zahlreiche kleine Details, die dem Film eine überraschende Cleverness verleihen. Vieles wird nicht offen erklärt, sondern bleibt bewusst zwischen den Zeilen bestehen.
Ein großer Grund dafür ist sicherlich die Inszenierung von John Frankenheimer. Frankenheimer verstand es meisterhaft, aus vermeintlich einfachen Geschichten enorme Spannung herauszuholen. Auch „Ronin“ profitiert davon spürbar. Der Film wirkt kontrolliert, erwachsen und angenehm zurückhaltend — gerade dadurch entsteht eine Intensität, die viele moderne Actionfilme vermissen lassen.
Natürlich bleibt auch „Ronin“ nicht frei von Schwächen. Manche Figuren bleiben bewusst distanziert und einige Handlungselemente wirken weniger ausgearbeitet, als sie es hätten sein können. Doch der Film versteht es hervorragend, kleinere erzählerische Unebenheiten zu kaschieren. Und das gelingt vor allem durch zwei Dinge: seine außergewöhnlich starke Besetzung und seine herausragenden Actionsequenzen.
Robert De Niro, Jean Reno, Natascha McElhone und Stellan Skarsgård verleihen dem Film eine enorme Glaubwürdigkeit. Gerade weil die Figuren nicht überzeichnet wirken, sondern professionell, erschöpft und ständig misstrauisch auftreten, entsteht diese besondere Atmosphäre zwischen kaltem Thriller und klassischem Agentenkino.
Legendär bleibt natürlich die Action. Die Verfolgungsjagden gehören bis heute zum Besten, was das Genre hervorgebracht hat. Ohne übertriebene CGI-Effekte oder hektische Schnittgewitter erzeugt „Ronin“ eine rohe, direkte Spannung, die selbst Jahrzehnte später noch beeindruckt. Die Action wirkt gefährlich, physisch und jederzeit nachvollziehbar — genau das macht sie so wirkungsvoll.
Hinzu kommen die großartigen europäischen Schauplätze, die dem Film zusätzlich Stil und Eleganz verleihen. Die engen Straßen, die urbanen Kulissen und die insgesamt leicht melancholische Stimmung passen perfekt zur Geschichte über Männer, die längst keinen festen Platz mehr in der Welt besitzen.
So bleibt „Ronin“ ein moderner Action-Klassiker, der weniger durch große Effekte als durch Atmosphäre, Präzision und handwerkliche Klasse überzeugt. Spannend, intelligent inszeniert und getragen von einer perfekten Besetzung — auch heute noch ein außergewöhnlich guter Vertreter seines Genres.
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Bildbewertung: 3 von 5 Fernsehern.
Mit 4K hat das Bild nicht wirklich was am Hut. Zuerst fallen einem die schwachen Details und dann der noch schwächere Schwarzwert auf. Lässt sich gleichstellen mit der High Definition Blu-ray Disc, bei der BD sind da auch die Körnungen sogar noch etwas feiner und natürlicher.
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Tonqualität: 4 von 5 Soundboxen.
Klar verständliche Dialoge erklingt positiv. Nicht so der Score der sich unangenehm etwas in den Vordergrund drängt. Darunter leidet immer wieder mal die Spannung. Die Actionsequenzen Fetzen aber perfekt durch den Raum und gleich das somit immer ein wenig aus.
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Bonusbewertung: 4 von 5 Sternen.
Das Bonusmaterial liefert einiges und ist vergleichbar mit der DVD-Gold Edition die Anfang der 2000er von MGM in Deutschland veröffentlicht wurden. Zusätzlich gibt es jetzt noch ein Booklet mit weiteren interessanten Hintergrundinformationen und Einblicke, die auch interessant geschrieben wurden.
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Mediabook-Bewertung: 3 von 5 Booklets.
Das Mediabook kommt wie sonst bei Capelight auch hier mit einer matten Oberfläche daher. Das Titelbild kann mit keinem neuartigen Motiv oder Artwork überzeugen, sondern zeigt ein klassisches Bild. Das Design der Mediabook wertet den Film somit nicht zusätzlich auf. Hervorragend aber ist, die Verarbeitung ist sauber und stabil. Darauf ist wie immer Verlass.
Abspann: Nein! Nach dem Abspann kommt nichts mehr.
Zusätzliche Infos: —
Wendecover: Ja! Deckblatt zum abnehmen.
EAN: 4042564235494
VÖ-Kauf: 25.01.2024
www.capelight.de