


Krankenschwester Brandi (Mena Suvari) fährt nach einem Disco-Besuch – aufgeputscht durch Alkohol und Drogen – nach Hause. Auf einer einsamen Landstraße übersieht sie einen Mann (Stephen Rea), den sie mit voller Wucht erwischt. Schwer verletzt schlägt der Fußgänger in der Windschutzscheibe ihres Wagens ein und bleibt dort regungslos liegen. Geschockt und scheinbar unfähig zu helfen fährt sie mit dem Unfallopfer nach Hause, um sich dort in aller Ruhe zu überlegen, was zu tun ist. Noch ahnt sie nicht, dass der verletzte Mann wieder bei Bewusstsein ist und es für Brandi schon bald ums nackte Überleben gehen wird…
Originaltitel: Stuck
Regie: Stuart Gordon.
Drehbuch: John Strysik, Stuart Gordon.
Darsteller: Stephen Rea, Mena Suvari, Russell Hornsby, Rukiya Bernard, Lionel Mark Smith, Carolyn Purdy-Gordon.
Genre: Drama / Komödie / Krimi / Thriller
Land: USA / Kanada / UK / Deutschland
FSK: 18 Jahren.
Laufzeit: 85 Minuten.
Bildformat: 1.85:1 / 16:9 Widescreen (1080p).
Sprachen: Deutsch, Englisch.
Tonsystem: DTS-HD 5.1, DTS-HD 5.1
Untertitel: keine.
Extras: Audiokommentar mit Stuart Gordon, John Strysik und Mena Suvari, die Entstehung von „Stuck“, Make-Up Effekte; die Adaption der wahren Geschichte, AFI Filmfestival, Darstellerinfos, Programmtrailer.
Vertrieb: © cmv-laservision / AL!VE AG
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Filmbewertung: 4 von 5 Clapperboards.
Wie weit Menschen gehen, um die eigenen Fehler zu vertuschen, ist eine der unangenehmsten Fragen, die Stuck stellt. Und genau deshalb funktioniert der Film so erschreckend gut. Was zunächst beinahe absurd wirkt, entwickelt sich schnell zu einem beklemmenden Thriller, dessen wahre Stärke darin liegt, wie glaubwürdig sich die Eskalation anfühlt — gerade mit Blick auf eine Gesellschaft, in der Mitgefühl und Verantwortung oft erschreckend schnell verdrängt werden.
Besonders verstörend bleibt dabei, dass die Geschichte auf realen Ereignissen basiert. Dadurch wirkt vieles nicht wie typische Thriller-Überzeichnung, sondern wie ein bitteres Gedankenspiel darüber, wie Menschen unter Druck handeln können. Aus heutiger Sicht erscheint die Geschichte sogar aktueller denn je.
Regisseur Stuart Gordon, vielen vor allem durch seine Horrorarbeiten bekannt, beweist hier eindrucksvoll, wie stark er auch abseits klassischer Genregrenzen erzählen konnte. Statt reiner Schockeffekte setzt Gordon auf psychologischen Druck, moralische Grauzonen und eine unangenehm intensive Atmosphäre.
Gerade die Dynamik zwischen den beiden Hauptfiguren funktioniert hervorragend. Zu Beginn empfindet man durchaus Mitgefühl für beide Seiten. Man versteht ihre Ängste, ihre Überforderung und ihre Verzweiflung. Doch je weiter die Geschichte voranschreitet, desto stärker verändert sich die Wahrnehmung der Figuren. Entscheidungen werden fragwürdiger, Handlungen grausamer und die moralische Lage immer unangenehmer.
Genau daraus zieht „Stuck“ seine enorme Spannung. Der Film benötigt keine komplizierte Handlung oder große Wendungen, weil die Situation selbst bereits erschütternd genug ist. Aus einer vergleichsweise kleinen Geschichte entwickelt sich ein intensiver Mix aus Drama und Thriller, der zunehmend beklemmender wird.
Auch inszenatorisch bleibt der Film angenehm konzentriert. Stuart Gordon versteht es, beide Perspektiven erzählerisch miteinander zu verweben und daraus ein erstaunlich harmonisches Gesamtkonstrukt zu erschaffen. Trotz der drastischen Thematik verliert der Film nie seine erzählerische Kontrolle.
So bleibt „Stuck“ ein unangenehm realistischer, hervorragend gespielter und spannender Thriller, der gerade wegen seiner simplen Ausgangslage so nachhaltig wirkt. Kein lauter Schocker, sondern ein bedrückender Film über Schuld, Angst und die erschreckenden Seiten menschlichen Handelns.
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Bildbewertung: 4 von 5 Fernsehern.
Qualitativ setzt die Mediabook Veröffentlichung in allen Bereichen das bereits bekannte Paket erfolgreich fort. Die Bildqualität kommt auf hohen Niveau daher, hätte allerdings vom Schwarzwert durchaus satter sein können.
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Tonqualität: 4 von 5 Soundboxen.
Der Ton präsentiert sich dynamisch und hervorragend sauber. Die Dialoge sind klar verständlich, klanglich ist die Gewalt ein wenig drüber in der Dynamik.
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Bonusbewertung: 3 von 5 Sternen.
Auch das Bonusmaterial bietet keine Neuerungen. Aber es gibt zusätzlich ein Booklet das den Regisseur und seine Arbeit mit interessanten Einblicken ehrt.
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Mediabook-Bewertung: 3 von 5 Booklets.
Das Mediabook kommt mit einer matten aber qualitativ hochwertigen Oberfläche daher. Alle Abbildungen und Fotos sind klar, wenn auch vom Kontrast her etwas dunkel. Booklet als auch die Dischalterungen sind sauber verarbeitet. Doch insgesamt ist die Veröffentlichung diesmal eher nur etwas für echte Mediabook Fans.
Abspann: Nein! Nach dem Abspann kommt nichts mehr.
Zusätzliche Infos: Limitiert auf 333 Stück.
Wendecover: Aufkleber zum abziehen.
EAN: 4260403755006
VÖ-Kauf: 28.11.2024