


Die 24-jährige Mae Holland (Emma Watson) ist überglücklich. Sie hat einen Job in der angesagtesten Firma der Welt ergattert: beim „Circle“, einem Internetkonzern, der alle Kunden mit einer einzigen Internetidentität ausstattet, über die alles abgewickelt werden kann. Mae stürzt sich voller Begeisterung in die schöne neue Welt mit ihren lichtdurchfluteten Büros und High-Class-Restaurants, Gratis-Konzerten und coolen Partys. Während sie innerhalb der Firma immer weiter aufsteigt, wird sie vom charismatischen Firmengründer Eamon Bailey (Tom Hanks) ermutigt, an einem für den „Circle“ bahnbrechenden Experiment teilzunehmen. Die Teilnahme an dem Experiment und ihre Entscheidungen zugunsten des „Circles“ beeinflussen zunehmend das Leben und die Zukunft ihrer Freunde und Familie. Und dann ist da auch noch ihr mysteriöser Kollege Kalden (John Boyega)…
Originaltitel: The Circle
Regie: James Ponsoldt (The Spectacular Now).
Drehbuch: James Ponsoldt (Smashed).
Darsteller: Emma Watson (Noah), Tom Hanks (Schlaflos in Seattle), Bill Paxton (Twister), John Boyega (Star Wars), Patton Oswalt (Young Adult), Ellar Coltrane (Boyhood), Glenne Headly (Don Jon), Karen Gillan (Guardians of the Galaxy).
Genre: Drama / Thriller
Land: Vereinigte Arabische Emirate / USA
FSK: 12 Jahre.
Laufzeit: 110 Minuten.
Bildformat: 2.40:1 / 16:9 Widescreen (1080p/24).
Sprachen: Deutsch, Englisch.
Tonsystem: DTS-HD MA 5.1, DTS-HD MA 5.1
Untertitel: deutsch, deutsch UT für Hörgeschädigte.
Extras: Interviews, Trailer, Trailershow.
Vertrieb: LEONINE
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Filmbewertung: 3 von 5 Filmklappen.
Ein Unternehmen, das alles über dich wissen möchte, klingt zunächst nach einer dieser Zukunftsvisionen, bei denen man sich fragt, wie weit man eigentlich bereit ist, seine Privatsphäre gegen Komfort einzutauschen. The Circle hat damit ein Thema erwischt, das aktueller kaum sein könnte. Daten, Überwachung, totale Transparenz und die Frage, wie viel Kontrolle ein Mensch freiwillig aus der Hand gibt – eigentlich wäre hier genügend Stoff für einen richtig unbequemen Thriller vorhanden. Eigentlich. Denn genau dort beginnt das Problem des Films. James Ponsoldt hätte aus diesem Stoff einen brisanten und fesselnden Daten-Thriller machen können, doch die Inszenierung bleibt erstaunlich zahm. Das Thema wird zwar angesprochen, aber selten mit jener Konsequenz behandelt, die es eigentlich verdient hätte. Statt einem Film, der einen nicht mehr loslässt, entsteht ein Werk, bei dem man sich irgendwann fragt, ob man über das Gesehene wirklich nachdenken soll oder ob die Geschichte selbst bereits vergessen hat, welche Fragen sie eigentlich stellen wollte. Dabei ist der Ansatz durchaus fragwürdig – und genau deshalb interessant. Die Vorstellung einer Welt, in der Transparenz als etwas Positives verkauft wird, während Privatsphäre zunehmend als verdächtig erscheint, besitzt eine beunruhigende Nähe zur Realität. Doch The Circle macht daraus leider nicht jene Zumutung, die möglich gewesen wäre. Der Zuschauer wird zu selten wirklich herausgefordert, und so bleibt der große Gedanke hinter der vergleichsweise harmlosen Inszenierung zurück.
Da kann auch die überzeugende Besetzung nicht alles auffangen. Die Darsteller machen ihre Sache ordentlich und verleihen ihren Figuren durchaus Glaubwürdigkeit. Nur benötigen selbst hervorragende Schauspieler irgendwann ein Drehbuch und eine Inszenierung, die ihnen auch etwas zum Beißen geben. Hier bleibt vieles zu glatt, zu ungefährlich und letztlich zu wenig konsequent. Für einen Daten-Thriller ist The Circle deshalb schlicht zu seicht geraten. Gerade das Finale hätte noch einmal die Möglichkeit geboten, die zuvor aufgebauten Fragen mit voller Wucht zurück ins Publikum zu schleudern. Stattdessen fällt ausgerechnet dieser Abschnitt extrem schwach aus und hinterlässt eher Ernüchterung als Nachhall. Ein Film über totale Transparenz, der selbst erstaunlich wenig preisgibt. Vielleicht liegt darin sogar die größte Ironie. The Circle besitzt ein Thema, bei dem jüngere Generationen vermutlich viel stärker mit den Schultern zucken, weil Daten, digitale Überwachung und permanente Erreichbarkeit längst zum Alltag gehören. Für ältere Zuschauer kann dagegen so manche Entwicklung durchaus erschreckend wirken. Doch ein wirklich guter Thriller sollte nicht nur eine Generation erschrecken. Er sollte Fragen hinterlassen. Und genau diese Fragen hätte The Circle eigentlich stellen müssen. Stattdessen bleibt ein fragwürdiger, durchaus aktueller Stoff zurück, der seine Brisanz leider nicht konsequent genug auf die Leinwand bringt. Die Besetzung überzeugt, die Idee besitzt Potenzial – nur der Film selbst bleibt weit hinter dem zurück, was aus diesem Thema hätte werden können.
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Bildbewertung: 4 von 5 Fernsehern.
Ein heller Kontrast, gute Details, eine glasklare Schärfe und ein ordentlich kräftiger Schwarzwert. Das Bild der High Definition Blu-ray Disc kann überzeugen, wenn auch nicht immer zu Hundertprozent.
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Tonqualität: 4 von 5 Soundboxen.
Sehr klar verständliche Dialoge und eine glaubwürdige Klangatmosphäre. Besonderheiten gibt es allerdings keine. Sauberer Ton ohne großen Schnickschnack!
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Bonusbewertung: 2 von 5 Sternen.
Nur einige unwichtige Interviews und den Trailer zum Film. Mager!
Abspann: Nein. Da kommt nichts mehr.
Zusätzliche Infos: Viele halten den Film für Science-Fiction, aber so unrealistisch ist das in der heutigen Zeit nicht mehr.
Wendecover: Nein! Leider nicht vorhanden.
EAN: 889854216795
VÖ-Kauf: 26. Januar 2018
www.leoninedistribution.com