


Das Biopic mit Val Kilmer in der Rolle des legendären Sängers Jim Morrison erscheint erstmals restauriert in 4K mit neu produzierten Extras und in der Final Cut Version von Oliver Stone persönlich. In den beiden Limited SteelBook Editions ist zudem als Bonus die Dokumentation THE DOORS – WHEN YOU’RE STRANGE enthalten.
Für viele ist er Gott, für die anderen eine Ausgeburt des Teufels: Jim Morrison, der Frontmann der Ausnahmeband The Doors (Val Kilmer). Sein Leben war extrem und selbstzerstörerisch. Widerstand gegen die Staatsgewalt, Skandale, Wut, Leidenschaft bis hin zum Untergang im Sex-, Alkohol- und Drogenrausch. Er führte ein Leben am Abgrund: impulsiv, unbeherrscht und in ständiger Sehnsucht nach dem Tod. Seine Musik ist seither legendär. Sie steht für das Lebensgefühl einer ganzen Generation und ist trotzdem zeitlos.
Originaltitel: The Doors
Regie: Oliver Stone (JFK).
Drehbuch: Randall Jahnson, Oliver Stone.
Darsteller: Val Kilmer (The Saint), Meg Ryan (@mail für dich), Kyle MacLachlan (Twin Peaks), Frank Whaley (Motel), Kevin Dillon (Poseidon), Michael Wincott (Talk Radio), Michael Madsen (Kill Bill).
Genre: Biografie / Drama / Music
Land: USA
FSK: 16 Jahre.
Laufzeit: 140 Minuten.
Bildformat: 2.45:1 / 16:9 Widescreen (1920x1080p).
Sprachen: Deutsch, Englisch.
Tonsystem: DTS-HD MA 2.0, DTS-HD MA 2.0
Untertitel: deutsch, englisch, französisch.
Extras: Audiokommentar, Dokumentation, Making of, Featurettes, Interviews, Geschnittene Szenen.
Vertrieb: STUDIOCANAL
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Filmbewertung: 5 von 5 Filmklappen.
Ein Film wie ein Rausch. Oliver Stones The Doors will Jim Morrison nicht einfach nur nacherzählen. Er will ihn spüren lassen – seine Musik, seine Exzesse, seine Widersprüche und diesen permanenten Zustand zwischen Genie, Selbstzerstörung und Größenwahn. Genau darin liegt die besondere Kraft dieses Kultfilms. Stones Werk ist Biografie, Rockfilm und psychedelischer Bilderrausch zugleich und schafft es erstaunlich gut, Unterhaltung und künstlerischen Anspruch miteinander zu verbinden. Für Fans, die sich bei den bisherigen Veröffentlichungen immer wieder über die Qualität oder die fehlende Fassung beschwert haben, dürfte diese Neuauflage deshalb ein ziemlich erfreuliches Ereignis sein. Ganz ohne Ausnahmen geht es natürlich nie, doch zwei Punkte stechen besonders hervor: die 4K-Restaurierung und vor allem die Tatsache, dass The Doors nun endlich auch in Deutschland mit dem Final Cut veröffentlicht wird. Gerade für einen Film, dessen Bildsprache so stark von Licht, Farben, Kontrasten und psychedelischen Momenten lebt, ist eine hochwertige Restaurierung mehr als nur eine technische Aufwertung. Sie lässt Stones visuelle Vision wieder deutlich wirkungsvoller erscheinen. Denn dieser Film möchte nicht einfach hübsch aussehen. Oliver Stone inszeniert Morrison und seine Welt wie einen fiebrigen Traum. Die Kamera scheint gelegentlich selbst den Boden unter den Füßen zu verlieren, Bilder gehen ineinander über, Realität und Wahrnehmung beginnen zu verschwimmen und die Grenzen zwischen Konzert, Rausch und persönlichem Absturz lösen sich immer wieder auf. Das passt hervorragend zu einem Künstler, dessen Leben selbst kaum nach normalen Regeln zu funktionieren schien. The Doors ist dadurch nicht die nüchterne Chronik eines Musikers, sondern ein filmischer Exzess.
Und dann kommt Val Kilmer. Was er hier als Jim Morrison abliefert, gehört ohne Frage zu den stärksten Leistungen seiner Karriere. Kilmer spielt Morrison nicht einfach, er verschmilzt beinahe mit der Figur. Körperhaltung, Stimme, Blick, Bewegungen und diese schwer greifbare Mischung aus Charisma und Selbstzerstörung sitzen beeindruckend genau. Gerade auf der Bühne entsteht das Gefühl, tatsächlich Morrison vor sich zu haben. Es ist die Rolle seines Lebens – und vermutlich eine der Darstellungen, die entscheidend dafür sind, dass Stones Film bis heute eine solche Wirkung besitzt. Auch die übrige Besetzung trägt ihren Teil dazu bei, doch Kilmer dominiert die Leinwand auf eine Weise, die zur Figur passt. Morrison war selbst jemand, der Räume beherrschte, sobald er sie betrat. Der Film macht daraus keinen gewöhnlichen Hauptdarstellerbonus, sondern lässt ihn zum Zentrum dieses filmischen Rausches werden. Um ihn herum entsteht das Bild einer Band, die musikalisch Geschichte schrieb und deren Songs bis heute nichts von ihrer Wirkung verloren haben. Denn natürlich sind The Doors ohne die Musik von The Doors kaum vorstellbar. Ihre Songs sind nicht bloß Begleitung, sondern treiben den Film regelrecht an. Die Musik, die Konzertmomente und die Inszenierung verschmelzen zu einem einzigen Strom, der den Zuschauer immer wieder mitreißt. Man hört diese Songs nicht einfach – man erlebt, wie sie die Atmosphäre bestimmen. Und genau hier zeigt sich erneut, wie geschickt Oliver Stone Musik und Bild miteinander verbindet.
Doch hinter dem Exzess bleibt immer auch die Tragik. Morrison war eine Legende, aber eben auch ein Mensch. Ein Mensch, dessen Leben viel zu früh und auf tragische Weise ein jähes Ende fand. Der Film romantisiert diesen Absturz stellenweise durchaus, aber gleichzeitig zeigt er, wie zerstörerisch der eigene Mythos werden kann. Zwischen Bühne und Privatleben, zwischen Bewunderung und Kontrollverlust entsteht das Porträt eines Mannes, der seine Grenzen immer weiter verschob. Vielleicht ist genau das die größte Stärke von The Doors: Der Film versucht gar nicht erst, Jim Morrison vollständig zu erklären. Er lässt ihn lieber auf den Zuschauer los. Laut, exzessiv, musikalisch, widersprüchlich und manchmal beinahe surreal. Man kann ihn bewundern, kritisieren oder einfach nur dabei zusehen, wie sich eine Ikone langsam selbst verbrennt. Die neue Veröffentlichung macht diesen Kultfilm nun technisch und inhaltlich noch einmal besonders interessant. 4K-Restaurierung und Final Cut sind dabei mehr als bloße Verkaufsargumente – gerade bei einem Werk, das so stark von seiner visuellen und atmosphärischen Gestaltung lebt, können sie einen echten Unterschied machen. The Doors bleibt damit ein außergewöhnlicher Kultstreifen über eine außergewöhnliche Band und einen außergewöhnlichen Frontmann. Ein tiefer Exzess mit grandioser Musik, einer überwältigenden Bildsprache und einem Val Kilmer in der Rolle seines Lebens. Jim Morrison ist tot. Die Musik ist geblieben. Und dieser Film rauscht noch immer.
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Bildbewertung: 4 von 5 Fernsehern.
Kleine leichte Körnung muss man wohl in Kauf nehmen. Doch ansonsten macht das Bild einen hervorragenden Eindruck. Vor allem die Farbwiedergabe und der Kontrast sind mehr als gut. Der Schwarzwert kommt ausreichend solide daher.
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Tonqualität: 4 von 5 Soundboxen.
Die Dialoge präsentieren sich arg leise, dafür fetzt die Musik so richtig. Räumlich ist außer dem Soundtrack hier nichts, leise und dann nur im Frontbereich. Immerhin sehr sauber!
Bonusbewertung: 3 von 5 Sternen.
Eine interessante Dokumentation rundet die Disc zufrieden stellend ab.
Abspann: Nein! Da kommt keine Szene mehr.
Zusätzliche Infos: —
Wendecover: Ja! Ist vorhanden.
EAN: —
VÖ-Kauf: 25. Juli 2019.