


Michaela und Augusto Odone ergeben sich nicht ihrem Schicksal: Ihr fünfjähriger Sohn Lorenzo ist todkrank; er leidet an einer noch unerforschten genetischen Krankheit, die nach Aussage der Ärzte, nach 24 Monaten zum sicheren Tod führt. Die Odeons können und wollen dies nicht akzeptieren. Sie kämpfen hartnäckig gegen die Krankheit ihres Sohnes an. Innerhalb von 4 Jahren werden sie selbst zu medizinischen Spezialisten und schaffen es, die Aufmerksamkeit international, bekannter Ärzte auf sich zu ziehen. Doch Lorenzos Krankheit schreitet unaufhaltsam voran, und es ist noch keine Heilung in Sicht…
Originaltitel: Lorenzo’s Oil
Regie: George Miller.
Drehbuch: George Miller, Nick Enright.
Darsteller: Susan Sarandon (Der Klient), Nick Nolte (Hulk), Zack O’Malley Greenburg, Laura Linney (The Big C), Margo Martindale, James Rebhorn, Ann Hearn.
Genre: Drama
Land: USA
FSK: 16 Jahre.
Laufzeit: 135 Minuten.
Bildformat: 1.78:1 / 16:9 Widescreen (1920x1080p).
Sprachen: Deutsch, Englisch.
Tonsystem: Dolby Digital 2.0 Stereo, Dolby Digital 2.0 Stereo
Untertitel: deutsch.
Extras: Trailershow.
Vertrieb: OneGate Media GmbH.
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Filmbewertung: 5 von 5 Filmklappen.
Bereits die ersten Minuten machen deutlich, dass hier kein gewöhnliches Familiendrama erzählt wird. Lorenzo’s Oil besitzt eine ungewöhnliche Bildsprache, die stellenweise eher an einen psychologischen Horrorfilm erinnert als an ein klassisches Drama. Regisseur George Miller, der vielen vor allem durch die Mad Max-Reihe bekannt ist, inszeniert die wahre Geschichte mit einer Intensität, die den Zuschauer von Beginn an gefangen nimmt. Statt auf sentimentale Momente zu setzen, erzeugt er eine Atmosphäre der ständigen Bedrohung und Verzweiflung, die unter die Haut geht.
Die Geschichte basiert auf den tatsächlichen Erlebnissen von Augusto und Michaela Odone, deren Sohn Lorenzo an der seltenen und damals nahezu unerforschten Krankheit ALD erkrankt. Was folgt, ist kein klassischer Krankheitsfilm, sondern vielmehr die Chronik eines verzweifelten Kampfes gegen medizinische Grenzen, Bürokratie und die scheinbare Aussichtslosigkeit einer Diagnose. Gerade weil der Film auf einfache Lösungen verzichtet, wirkt er so glaubwürdig. Hier werden keine Wunder versprochen und keine kitschigen Abkürzungen genommen. Stattdessen zeigt der Film Menschen, die sich weigern aufzugeben, obwohl ihnen beinahe jeder dazu rät.
Einen erheblichen Anteil an dieser Wirkung haben die großartigen Hauptdarsteller. Nick Nolte und Susan Sarandon liefern zwei ihrer stärksten Leistungen überhaupt ab. Beide spielen ihre Rollen mit einer beeindruckenden Mischung aus Liebe, Wut, Hilflosigkeit und unerschütterlichem Willen. Es gibt keine übertriebenen Gefühlsausbrüche, keine künstlichen Tränenmomente. Stattdessen wirken ihre Reaktionen jederzeit nachvollziehbar und erschreckend echt. Gerade dadurch treffen viele Szenen umso härter.
George Miller interessiert sich dabei weniger für die Krankheit selbst als für die Menschen, die mit ihr leben müssen. Die wissenschaftlichen Hintergründe werden zwar ausführlich behandelt, doch immer aus der Perspektive der Betroffenen. Dadurch entsteht ein Film, der nicht nur informiert, sondern emotional tief berührt. Die Verzweiflung der Eltern, ihre Hoffnungsschimmer und Rückschläge werden mit einer schonungslosen Ehrlichkeit dargestellt, die man im Kino nur selten erlebt.
Besonders bemerkenswert ist, wie konsequent der Film auf sentimentalen Kitsch verzichtet. Wo andere Produktionen auf manipulatives Pathos setzen würden, bleibt Lorenzos Öl nüchtern, direkt und lebensnah. Gerade deshalb entfalten viele Momente eine enorme Kraft. Der Zuschauer wird nicht dazu gedrängt, mitzufühlen – er tut es ganz automatisch. Die ungeschönte Darstellung macht die Geschichte umso bewegender und sorgt dafür, dass die Schicksalsschläge noch lange nachwirken.
Lorenzos Öl ist sicherlich kein leichter Film und auch keiner, den man einfach nebenbei schaut. Er verlangt Aufmerksamkeit, Geduld und manchmal auch starke Nerven. Doch genau dafür wird man belohnt. Was bleibt, ist ein zutiefst berührendes Drama über Liebe, Hoffnung und die unglaubliche Kraft von Menschen, die sich selbst in den dunkelsten Momenten weigern aufzugeben. Ein Film, der nicht nur bewegt, sondern nachhaltig beeindruckt.
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Bildbewertung: 4 von 5 Fernsehern.
Körnungen bleiben hier leider nicht aus. Doch die solide Schärfe kann zufrieden stellen. Klassisch ist die Farbwiedergabe gehalten.
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Tonqualität: 4 von 5 Soundboxen.
Ein frontlastiger Klang aber immerhin sehr sauber und dynamisch. Geht dennoch unter die Haut.
Bonusbewertung: 1 von 5 Sternen.
Das zusätzliche Bonusmaterial geht leider runter wie Öl. Mager!
Abspann: Nein! Da kommt keine Szene mehr.
Zusätzliche Infos: —
Wendecover: Ja! Ist vorhanden.
EAN: —
VÖ-Kauf: 20. September 2019.
www.onegate.de