


Zora erfährt von ihrer Mutter Sarah, daß sie nicht, wie bislang angenommen, die Tochter des Ex-Ehemannes von Sarah ist, sondern mittels einer Spende aus einer Samenbank gezeugt wurde. Zora bringt den Namen des „Vaters“ in Erfahrung und sucht ihn auf: Zu ihrem Entsetzen stellt Zora fest, daß Halbert Jackson ein Gebrauchtwagenverkäufer ist – und obendrein weiß ist. Mutter Sarah ist aufgebracht, doch nach ersten Streits mit dem Redneck Halbert entdeckt sie, daß er gar nicht so schlimm ist, wie sie zunächst geglaubt hat.
Originaltitel: Made in America
Regie: Richard Benjamin .
Drehbuch: Holly Goldberg Sloan.
Darsteller: Whoopi Goldberg (Kaffee Milch & Zucker), Ted Danson (Cheers), Nia Long (Big Mamas Haus), Will Smith (Men in Black), Jennifer Tilly (Bound), Paul Rodriguez (Blood Work), Peggy Rea (Love Field).
Genre: Komödie
Land: USA / Frankreich
FSK: 6 Jahre.
Laufzeit: 110 Minuten.
Bildformat: 1.78:1 / 16:9 Widescreen (1080p).
Sprachen: Deutsch, Englisch.
Tonsystem: DTS-HD 2.0, Dolby Digital 2.0
Untertitel: deutsch.
Extras: Trailer, Trailershow.
Vertrieb: justbridge entertainment (Rough Trade Distribution)
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Filmbewertung: 5 von 5 Filmklappen.
Oftmals sind es gerade die Komödien der 1990er-Jahre, die zeigen, wie man ernste Themen mit Leichtigkeit und Humor verbinden kann, ohne dabei ihre Aussagekraft zu verlieren. Made in America gehört genau zu diesen Filmen. Was auf den ersten Blick wie eine klassische Hollywood-Komödie wirkt, entpuppt sich bei genauerem Hinsehen als überraschend kluge und charmante Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Vorurteilen, Identität und menschlichen Beziehungen.
Der größte Trumpf des Films ist zweifellos sein Hauptdarsteller-Duo. Whoopi Goldberg und Ted Danson harmonieren hervorragend miteinander und sorgen dafür, dass nahezu jede gemeinsame Szene funktioniert. Goldberg überzeugt mit ihrem unverwechselbaren Timing, ihrer Schlagfertigkeit und ihrer natürlichen Präsenz. Danson bildet dazu den perfekten Gegenpol. Zwischen beiden entwickelt sich eine Dynamik, die den Film trägt und ihm seinen ganz eigenen Charme verleiht.
Besonders gelungen ist, wie die Geschichte mit gesellschaftlichen und kulturellen Unterschieden spielt. Immer wieder werden Klischees aufgegriffen, verdreht und humorvoll auf den Kopf gestellt. Doch anstatt sich darauf auszuruhen, nutzt der Film diese Situationen, um eine wesentlich sympathischere Botschaft zu vermitteln. Letztlich zeigt Made in America, dass Unterschiede oft nur auf dem Papier existieren und Menschen weit mehr verbindet, als sie voneinander trennt. Diese Aussage wird nie aufdringlich präsentiert, sondern entsteht ganz natürlich aus den Figuren und ihren Begegnungen heraus.
Hinzu kommen zahlreiche hervorragend geschriebene Dialoge. Viele Wortgefechte besitzen auch heute noch eine bemerkenswerte Frische und sorgen immer wieder für ehrliche Lacher. Der Humor wirkt angenehm leichtfüßig und verzichtet weitgehend auf Boshaftigkeit. Stattdessen lebt die Komödie von ihren Figuren, ihren Eigenheiten und ihrem ständigen Aufeinanderprallen unterschiedlicher Lebenswelten.
Auch die Nebenrollen tragen erheblich zum Gelingen bei. Der Film ist bevölkert von Charakteren, die zwar teilweise bewusst überzeichnet wirken, dabei aber stets sympathisch bleiben. Jeder von ihnen erfüllt seine Aufgabe innerhalb der Geschichte und sorgt dafür, dass die Handlung nie an Schwung verliert. Dadurch entsteht eine durchgehend unterhaltsame Mischung aus Situationskomik, Romantik und Familiengeschichte.
Natürlich merkt man dem Film heute sein Entstehungsjahr an, doch gerade das gehört zu seinem Reiz. Made in America versprüht jene unbeschwerte Energie, die viele Komödien dieser Zeit auszeichnete. Er möchte sein Publikum vor allem unterhalten, schafft es dabei aber gleichzeitig, einige nachdenkliche Gedanken anzustoßen.
So bleibt eine Komödie, die weit mehr ist als eine Aneinanderreihung von Gags. Charmant, warmherzig, klug und ausgesprochen witzig erzählt, gehört Made in America zu jenen Filmen, die auch Jahrzehnte später nichts von ihrer Anziehungskraft verloren haben. Ein herrlich überdrehter, hervorragend besetzter Spaß mit Herz, Humor und einer zeitlosen Botschaft. Ein echter 90er-Jahre-Klassiker.
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Bildbewertung: 4 von 5 Fernsehern.
Endlich gibt es den Film im richtigen Bildformat. Die DVD-Veröffentlichung bot den Film in 4:3 Vollbild mit schwarzen Balken oben und unten. Zudem war damals die Auflösung nicht die Beste und erinnerte an VHS-Zeiten. Hier gibt es den Film in 16:9 mit einer guten Schärfe und natürlicher Farbwiedergabe. Lediglich die Auflösung ist leicht körnig.
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Tonqualität: 4 von 5 Soundboxen.
Der Ton präsentiert sich sauber und klar. Die Dynamik hält sich allerdings etwas zurück, lediglich bei den temporeichen Filmszenen kommt dieser gut in Fahrt. Ein Hoch auf die Synchronisation.
Bonusbewertung: 0 von 5 Sternen.
Lediglich zusätzliche Extras werden hier schmerzlich vermisst.
Abspann: Nein! Da kommt keine Szene mehr.
Zusätzliche Infos: —
Wendecover: Ja! Ist vorhanden.
EAN: —
VÖ-Kauf: 20. September 2019.