


Der erfolglose Träumer Dave baut in seinem Wohnzimmer ein gigantisches Labyrinth aus Pappkartons und verirrt sich darin heillos. Daves Freundin Annie macht sich mit einem Team von Freunden und Kurzentschlossenen an seine Rettung. Doch das Labyrinth entwickelt ein magisches Eigenleben und ist gespickt mit fiesen Fallen, fantastischen Kreaturen und einem blutrünstigen Minotaurus. In all dem irrwitzigen Durcheinander versucht Dave, wenn schon nicht den Ausgang, dann doch zumindest zu sich selbst zu finden.
Originaltitel: Dave Made a Maze
Regie: Bill Watterson.
Drehbuch: Bill Watterson, Steven Sears.
Darsteller: Meera Rohit Kumbhani, Nick Thune, Adam Busch, James Urbaniak, Frank Caeti, Scott Narver, Stephanie Allynne, Kirsten Vangsness, Scott Krinsky, Timothy Nordwind, Rick Overton.
Genre: Abenteuer / Komödie / Horror
Land: USA
FSK: 16 Jahre.
Laufzeit: 83 Minuten.
Bildformat: 2.00:1 / 16:9 Widescreen (1920x1080p).
Sprachen: Deutsch, Englisch.
Tonsystem: DTS-HD MA 5.1, DTS-HD MA 5.1
Untertitel: deutsch, englisch.
Extras: Audiokommentar, Deleted & Extended Scenes, Slamdance Festival Featurette, Hinter den Kulissen, Grußbotschaften, Storyboard, Trailer, Trailershow, Booklet.
Vertrieb: Pandastorm Pictures / Edel Germany GmbH
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Filmbewertung: 3 von 5 Filmklappen.
Manchmal reicht bereits eine einzige verrückte Idee aus, um einen Film aus der Masse hervorzuheben. Genau das gelingt Dave Made a Maze schon mit seiner Ausgangssituation. Ein Mann baut aus Pappkartons ein Labyrinth in seiner Wohnung – und dieses entwickelt plötzlich ein Eigenleben. Allein dieser Einfall weckt sofort Neugier. Tatsächlich sind die Kulissen die größte Stärke des Films. Mit erstaunlicher Kreativität erschaffen die Macher eine fantastische Welt aus Karton, Papier und einfachen Bastelmaterialien. Die handgemachten Effekte und die detailverliebte Gestaltung sind beeindruckend und verleihen dem Film einen ganz eigenen Charakter. Allein dafür verdient die Produktion großes Lob. Gerade zu Beginn wirkt vieles äußerst originell. Die Idee entfaltet Charme, die Einfälle überraschen und der Humor funktioniert angenehm schräg. Man hat das Gefühl, etwas wirklich Ungewöhnliches zu sehen.
Doch sobald die Figuren das Labyrinth betreten, beginnt der Film etwas den Überblick über seine eigene Identität zu verlieren. Die Inszenierung wirkt zunehmend unentschlossen. Mal präsentiert sich die Geschichte als Komödie, dann als Abenteuerfilm, anschließend als Thriller und gelegentlich sogar mit deutlichen Horrorelementen. Diese Mischung könnte reizvoll sein, wirkt hier jedoch nicht immer harmonisch. Dadurch verliert auch der anfänglich gut funktionierende Humor etwas an Wirkung. Manche Szenen scheinen nicht genau zu wissen, welche Stimmung sie eigentlich erzeugen möchten. Statt einer klaren Richtung entsteht gelegentlich der Eindruck, als würden die zahlreichen Ideen miteinander konkurrieren.
Das bedeutet allerdings nicht, dass der Film schlecht wäre. Im Gegenteil: Seine Kreativität bleibt bis zum Ende bemerkenswert. Viele Bilder und Einfälle bleiben im Gedächtnis und beweisen, wie viel Fantasie in diesem Projekt steckt. Gerade für Zuschauer, die ungewöhnliches Independent-Kino schätzen, bietet der Film einiges zu entdecken. Die Frage bleibt jedoch, ob der teilweise überschwängliche Lobgesang und die vielen Auszeichnungen wirklich gerechtfertigt sind. Die handwerkliche Leistung und die außergewöhnliche Grundidee sind zweifellos beeindruckend. Als Gesamtwerk wirkt der Film jedoch nicht immer so ausgereift, wie sein Ruf vermuten lässt. „Dave Made a Maze“ ist ein faszinierendes Kreativprojekt voller origineller Einfälle und beeindruckender Pappkartonwelten. Die Idee verdient höchste Anerkennung, auch wenn der Film selbst nicht ganz die außergewöhnliche Meisterleistung ist, als die er häufig beschrieben wird. Trotzdem ein ungewöhnliches und sehenswertes Erlebnis.
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Bildbewertung: 4 von 5 Fernsehern.
Sehr hervorragende Details, hier ist nichts aus Pappmache. Die Schärfe präsentiert sich ausgezeichnet klar, Körnungen sind fast überhaupt keine Vorhanden, der Kontrast zeigt sich stimmig, die Farben wirken nicht zu übertrieben und der Schwarzwert ist ausreichend satt.
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Tonqualität: 4 von 5 Soundboxen.
Ausgezeichnet dynamische Dialoge in einem sehr kräftigen Gesamtsound. Wenn auch aus Pappe, man hätte sich gerne etwas mehr Atmosphäre gewünscht so wie in der Originalsprachfassung. Dafür überzeugt der deutsche Ton mit einer doch sehr feinen Abmischung.
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Bonusbewertung: 3 von 5 Sternen.
Mit dem zusätzlichen Bonusmaterial wird mehr als zufrieden sein, allerdings wird ständig mit irgendwelchen Kommentaren (selbst von den Machern des Film) der Film immer weiter nach oben gelobt und das wird irgendwann nervig.
Abspann: Nein! Da kommt keine Szene mehr.
Zusätzliche Infos: —-
Wendecover: Ja! Ist vorhanden.
EAN: —
VÖ-Kauf: 31. Mai 2019.