


Begleitet von seiner Familie beaufsichtigt der Bauingenieur Bill Markham die Arbeiten an einem Staudamm-Projekt im brasilianischen Amazonasgebiet, als eines Tages sein Sohn Tommy bei einem Ausflug von indigenen Stammesangehörigen entführt wird. Markham, der den Verlust nicht hinnehmen kann, begibt sich auf eine verzweifelte Suche, die ihn tief in die Welt des Urwaldes führt. Als er Tommy nach zehn Jahren schließlich findet, ist dieser zum Mann herangewachsen und in die indianische Gemeinschaft integriert. Um seinen Sohn zurückzugewinnen, muss Markham sich seinen eigenen Dämonen stellen.
Originaltitel: The Emerald Forest
Regie: John Boorman.
Drehbuch: Rospo Pallenberg.
Darsteller: Bill Markham (Sin City), Charley Boorman (Excalibur), Meg Foster (Jeepers Creepers 3), Yara Vaneau, William Rodriguez, Estee Chandler, Dira Paes, Eduardo Conde.
Genre: Drama / Abenteuer / Action
Land: UK
FSK: 12 Jahre.
Laufzeit: 114 Minuten.
Bildformat: 2.35:1 / 16:9 Widescreen (1920x1080p).
Sprachen: Deutsch, Englisch.
Tonsystem: Mono PCM, Mono PCM.
Untertitel: deutsch.
Extras: Trailer, Trailershow.
Vertrieb: STUDIOCANAL
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Filmbewertung: 5 von 5 Filmklappen.
Manche Filme altern nur deshalb nicht, weil ihre Themen leider zeitlos bleiben. Genau zu dieser Kategorie gehört The Emerald Forest, ein Abenteuerfilm, der weit mehr sein möchte als bloße Unterhaltung. Regisseur John Boorman verbindet hier Abenteuer, Drama und Umweltkritik zu einem Werk, das auch Jahrzehnte nach seiner Entstehung nichts von seiner Relevanz verloren hat. Im Mittelpunkt steht zwar die Geschichte eines Vaters auf der Suche nach seinem entführten Sohn, doch erstaunlicherweise ist dies nicht das, was am nachhaltigsten in Erinnerung bleibt. Die eigentliche Handlung bleibt durchgehend präsent, wird jedoch immer wieder von etwas Größerem überstrahlt: der überwältigenden Schönheit des Regenwaldes. Die Kamera fängt die Natur mit einer Ehrfurcht ein, die den Zuschauer unmittelbar spüren lässt, was auf dem Spiel steht.
Gerade darin liegt eine der größten Stärken des Films. Der Regenwald dient nicht bloß als Kulisse, sondern wird selbst zu einer zentralen Figur der Geschichte. Seine Schönheit, seine Kraft und seine Verletzlichkeit sind in nahezu jeder Szene spürbar. Dadurch entwickelt der Film eine Wirkung, die weit über das eigentliche Abenteuer hinausgeht. Besonders beeindruckend ist, wie deutlich der Film die Folgen menschlicher Eingriffe in die Natur thematisiert. Die Zerstörung des Regenwaldes wird nicht als abstraktes Problem dargestellt, sondern als unmittelbare Bedrohung für Menschen, Tiere und ganze Lebensräume. Was Mitte der Achtzigerjahre bereits ein wichtiges Thema war, besitzt heute sogar noch größere Bedeutung. In dieser Hinsicht wirkt „Der Smaragdwald“ keineswegs wie ein Werk aus einer vergangenen Zeit, sondern erschreckend aktuell.
Dabei verzichtet der Film weitgehend auf moralische Belehrungen. Stattdessen lässt er Bilder und Situationen sprechen. Die zerstörerische Kraft menschlicher Eingriffe wird deutlich sichtbar gemacht, während die Natur zugleich immer wieder ihre eigene Stärke entfaltet. Es entsteht ein faszinierendes Spannungsverhältnis zwischen Fortschritt und Bewahrung, zwischen Ausbeutung und Respekt. Auch als Abenteuerfilm funktioniert das Werk hervorragend. Die Geschichte bleibt spannend, die Figuren glaubwürdig und die Konflikte fesselnd. Gleichzeitig besitzt der Film eine emotionale Ebene, die ihn über viele vergleichbare Produktionen hinaushebt. Das Drama entwickelt sich organisch aus den Ereignissen und verleiht der Handlung zusätzliche Tiefe.
Besonders bemerkenswert ist, wie frisch die Inszenierung auch heute noch wirkt. Trotz seines Alters von mittlerweile mehreren Jahrzehnten zeigt der Film kaum Ermüdungserscheinungen. Weder die Thematik noch die Atmosphäre haben an Wirkung verloren. Im Gegenteil: Viele seiner Aussagen erscheinen heute sogar aktueller als zum Zeitpunkt seiner Veröffentlichung. „Der Smaragdwald“ ist weit mehr als ein klassisches Abenteuer. Es ist ein eindringlicher Film über die Beziehung zwischen Mensch und Natur, über Verlust, Zerstörung und die Hoffnung auf Bewahrung. Die beeindruckenden Aufnahmen des Regenwaldes, die spannende Geschichte und die weiterhin hochaktuelle Botschaft machen ihn zu einem Werk, das auch heute noch gesehen werden sollte. Ein wichtiger Film, der eindrucksvoll vor Augen führt, wie zerstörerisch der Mensch gegenüber seiner Umwelt – und letztlich auch gegenüber sich selbst – sein kann. Spannend, bewegend und bemerkenswert zeitlos.
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Bildbewertung: 3 von 5 Fernsehern.
Leider ist das Bild nicht sehr ruhig und leider auch durchgehend mit sehr vielen Körnungen. Kratzer inklusive! Immerhin überzeugend Farben und die ausreichend klare Schärfe. Beim Schwarzwert wird man allerdings erneut enttäuscht. HD sieht einfach anders aus!
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Tonqualität: 4 von 5 Soundboxen.
Der hervorragend saubere Sound punktet mit einer passenden Dynamik und klar verständlichen Dialogen. Doch räumlich wird hier leider weniger als 10 Prozent geboten. Schade!
Bonusbewertung: 1 von 5 Sternen.
Der hervorragend saubere Sound punktet mit einer passenden Dynamik und klar verständlichen Dialogen. Doch räumlich wird hier leider weniger als 10 Prozent geboten. Schade!
Abspann: Nein! Da kommt keine Szene mehr.
Zusätzliche Infos: Der Film basiert auf einer wahren Begebenheit aus dem Jahre 1972
Wendecover: Ja! Ist vorhanden.
EAN: 4006680088181
VÖ-Kauf: 06. Juni 2019.