


Der junge Familienvater Reed wird urplötzlich von dem Trieb gepackt, einen Menschen töten zu müssen. Zwar kann Reed sich gerade noch davon abhalten, sein eigenes Baby umzubringen, aber seine Mordlust bleibt ungestillt. Und so plant er ein sorgfältiges Komplott: Er behauptet gegenüber seiner Frau, dass er für einige Tage auf Dienstreise müsse. Dann quartiert er sich in einem Hotelzimmer ein und bestellt sich das Callgirl Jackie, die sein ahnungsloses Opfer werden soll: Erst will er sie fesseln, dann betäuben und schließlich in der Badewanne zerstückeln. Allerdings hat Jackie überhaupt keine Lust, sich einfach abmurksen zu lassen, und der Abend nimmt eine überraschende Wendung. Piercing basiert auf einem Roman von Ry? Murakami, der auch schon die Vorlagen für Takashi Miikes Audition und für den Skandal-Erfolg Tokio Dekadenz lieferte.
Originaltitel: Piercing
Regie: Nicolas Pesce.
Drehbuch: Nicolas Pesce.
Darsteller: Christopher Abbott (Aufbruch zum Mond), Mia Wasikowska (Crimson Peak), Laia Costa, Olivia Bond, Maria Dizzia, Wendell Pierce.
Genre: Horror / Mystery /Thriller
Land: USA
FSK: 18 Jahre.
Laufzeit: 81 Minuten.
Bildformat: 1.78:1 / 16:9 Widescreen (1080p).
Sprachen: Deutsch, Englisch.
Tonsystem: DTS-HD 5.1, DTS-HD 5.1
Untertitel: deutsch.
Extras: Trailer, Trailershow.
Vertrieb: Busch Media Group / ALIVE AG
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Filmbewertung: 3 von 5 Filmklappen.
Nicolas Pesce interessiert sich nicht für laute Schockeffekte. Piercing setzt seine Klinge wesentlich präziser an. Der Film schneidet langsam, kontrolliert und mit einer unangenehmen Ruhe durch die Nerven des Zuschauers. Genau daraus entwickelt sich eine Stimmung, die weit verstörender wirkt als jede übertriebene Gewaltdarstellung. Die Freigabe ab 18 Jahren kommt keineswegs von ungefähr. Einige Szenen besitzen eine Intensität, die unmittelbar auf den Magen schlägt und sich noch lange nach ihrem Ende bemerkbar macht. Dabei lebt der Film erstaunlicherweise nicht von ihrer Anzahl, sondern von ihrer Wirkung. Jede einzelne entfaltet ein Unbehagen, das sich tief im Kopf festsetzt.
Trotz seiner makabren Grundstimmung überrascht Piercing immer wieder mit einem eigentümlich skurrilen Humor. Gerade dieses Wechselspiel zwischen bitterer Ironie und psychologischem Horror verleiht dem Film eine ganz eigene Identität. Die Atmosphäre wirkt wie ein langsam ansteigendes Fieber – kühl, bizarr und von einer ständigen Anspannung durchzogen. Das flaue Gefühl in der Magengrube gehört hier praktisch zum Konzept. Doch genau dort liegt auch die größte Schwäche. Nachdem der Film seine faszinierende Ausgangssituation aufgebaut hat, scheint ihm zunehmend die Richtung zu fehlen. Die Geschichte verliert sich mehr und mehr in ihrer eigenen Inszenierung und hinterlässt den Eindruck, dass sie ihr eigentliches Ziel nie vollständig erreicht.
Vielleicht ist es deshalb sogar ein Vorteil, dass Piercing mit rund achtzig Minuten erfreulich kompakt bleibt. Länger hätte sich dieses beklemmende Experiment vermutlich nicht getragen. So bleibt ein ungewöhnlicher, verstörender und atmosphärisch beeindruckender Psychothriller zurück, der zwar nicht alle Möglichkeiten ausschöpft, aber dennoch lange im Gedächtnis haften bleibt.
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Bildbewertung: 4 von 5 Fernsehern.
Ein sehr kräftiger Schwarzwert, knallige Farben dieser mehr als passend daher kommen und einen ordentlich klare Schärfe überzeugend bei der Bildqualität.
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Tonqualität: 4 von 5 Soundboxen.
Verstörende Klänge die sich auch räumlich breit machen. Dynamisch sind hier die Dialoge und der Score, dieser geht ordentlich unter die Haut.
Bonusbewertung: 1 von 5 Sternen.
Hier gibt es nur den Trailer zum Film. Mager!
Abspann: Nein! Da kommt keine Szene mehr.
Zusätzliche Infos: —
Wendecover: Ja! Ist vorhanden.
EAN: 4260080327305
VÖ-Kauf: 28. Juni 2019.