


Der kunstsinnige, querschnittsgelähmte Milliardär Philip (Bryan Cranston) ist auf der Suche nach einem neuen Pfleger. Seine Hausdame Yvonne (Nicole Kidman) ist mehr als irritiert, als in der Bewerberriege plötzlich ein sehr unkonventioneller Kandidat auftaucht. Dell (Kevin Hart) ist vorbestraft und will sich nur eine Bescheinigung abholen, dass er auf Jobsuche ist. Aber Philip entscheidet spontan, dass Dell trotzdem eine Chance bekommt: Weil er einen ungewöhnlichen Blick auf die Welt hat und seinen potenziellen Boss – im Gegensatz zu Yvonne – nicht wie einen hochsensiblen Pflegefall behandelt. Nach anfänglichen Schwierigkeiten nähern sich die beiden grundverschiedenen Männer an. Philip blüht sichtlich auf, als Dell ihn auf abenteuerliche Trips mitnimmt. Und auch Dell lässt sich auf Philips Welt ein. Beide werden ziemlich beste Freunde.
Originaltitel: The Upside
Regie: Neil Burger.
Drehbuch: Jon Hartmere.
Darsteller: Kevin Hart Ride Along), Bryan Cranston (Godzilla), Nicole Kidman (The Hours), Aja Maomi King (Four), Jahi Di’Allo Winston, Genevieve Angelson, Golshifteh Farahani, Julianna Margulies.
Genre: Komödie / Drama
Land: USA
FSK: 6 Jahre.
Laufzeit: 126 Minuten.
Bildformat: 1.85:1 / 16:9 Widescreen (1920x1080p).
Sprachen: Deutsch, Englisch.
Tonsystem: DTS-HD MA 5.1, DTS-HD MA 5.1
Untertitel: deutsch.
Extras: Making of, Interviews, Trailer.
Vertrieb: LEONINE
![]()
![]()
![]()
Filmbewertung: 4 von 5 Filmklappen.
Es gibt diese Filme, bei denen der Vergleich unvermeidlich ist. Nicht, weil man ihn unbedingt ziehen möchte, sondern weil das Original einfach zu präsent ist. Genau das ist das Schicksal von The Upside. Die Frage lautete nie, ob der Film gut wird – sondern ob ein US-Remake von The Intouchables überhaupt notwendig war. Die ehrlichste Antwort darauf dürfte wohl lauten: eigentlich nicht. Hollywood macht jedoch seit Jahrzehnten das, was Hollywood am liebsten macht – erfolgreiche Filme neu erzählen. Dabei gehen die Produzenten meist auf Nummer sicher. Genau das passiert auch hier. Die Handlung orientiert sich zu großen Teilen nahezu eins zu eins am französischen Vorbild. Überraschungen bleiben dadurch weitgehend aus, denn viele Szenen kennt man bereits in einer Version, die bis heute als moderner Klassiker gilt.
Das größte Problem liegt allerdings nicht in der Geschichte, sondern in ihrer Ausstrahlung. Dem Remake fehlt jener unbeschwerte Charme und diese fast ansteckende Lebensfreude, die das Original so besonders machten. Zwischen Kevin Hart und Bryan Cranston stimmt die Chemie durchaus, doch Kevin Hart ist nun einmal kein Omar Sy. Während Omar Sy mit seiner natürlichen Lockerheit und seinem Charisma den gesamten Film trug, wirkt Hart stellenweise deutlich kalkulierter. Er macht seine Sache keineswegs schlecht, erreicht aber nie diese mühelose Leichtigkeit. Dabei wäre es eigentlich unfair, den Film ausschließlich am Original zu messen. Denn betrachtet man Mein Bester & Ich losgelöst von seinem berühmten Vorgänger, bleibt ein wirklich gelungenes Feel-Good-Drama mit sympathischen Darstellern und einer Geschichte, die auch in ihrer amerikanischen Version berühren kann. Die emotionalen Momente funktionieren, der Humor sitzt häufig an der richtigen Stelle und auch die Botschaft über Freundschaft, gegenseitigen Respekt und das Überwinden gesellschaftlicher Grenzen verliert nichts von ihrer Kraft.
Gerade deshalb stellt sich am Ende vielleicht die viel interessantere Frage: Muss jedes Remake besser sein als das Original? Vielleicht reicht es manchmal auch, einfach eine Alternative für ein anderes Publikum zu sein. Mein Bester & Ich wird den französischen Kultfilm sicherlich nie verdrängen, doch das muss er vielleicht auch gar nicht. Wer Ziemlich beste Freunde kennt und liebt, wird vermutlich immer zum Original greifen. Wer sich jedoch auf diese Neuinterpretation einlässt und den ständigen Vergleich einmal bewusst beiseiteschiebt, entdeckt einen durchaus sehenswerten Film mit starker Besetzung und viel Herz. Nicht unvergesslich, nicht einzigartig – aber deutlich besser, als sein Ruf oft vermuten lässt.
![]()
![]()
![]()
Bildbewertung: 4 von 5 Fernsehern.
Ordentliche Details und eine hervorragend klare Schärfe. Der Kontrast zeigt sich dabei ausreichend hell und der Schwarzwert präsentiert sich recht satt.
![]()
![]()
![]()
Tonqualität: 4 von 5 Soundboxen.
Hier überzeugen vor allem die klar verständlichen Dialoge und der recht glaubwürdige Raumklang. Ingesamt sehr sauber abgestimmt, allerdings hätte der Sound mehr Dynamik vertragen können.
![]()
Bonusbewertung: 2 von 5 Sternen.
Ein deutsches Standard-TV-Making-of und Interviews können hingegen wenig überzeugen.
Abspann: Nein! Da kommt keine Szene mehr.
Zusätzliche Infos: —-
Wendecover: Ja! Ist vorhanden.
EAN: —
VÖ-Kauf: 28. Juni 2019.
www.leoninedistribution.com