


Alice, die sich in letzter Zeit häufig seltsam und distanziert verhält, ist mit dem erfolgreichen Maler Simon zusammen. Ihre beiden Kindheitsfreundinnen Tess und Sophie überreden sie zu einer Woche Urlaub in einer entlegenen Hütte. Die Freundschaft hat allerdings schon bessere Zeiten gesehen, was vor allem an Alices Beziehung zu Simon liegt, der sie fortwährend kontrolliert. Langsam beginnt sich Alice aus der emotionalen Abhängigkeit zu lösen und wieder zu sich selbst zu finden. Doch da steht Simon unerwartet vor der Hütte und seine Rache ist unvermeidbar und erschütternd – er stellt Alices Stärke, ihren Mut und die tiefe Verbundenheit zu ihren Freundinnen auf eine harte Probe.
Originaltitel: Alice, Darling
Regie: Mary Nighy.
Drehbuch: Alanna Francis.
Darsteller: Anna Kendrick (Star Camp, Pitch Perfect), Kaniehtiio Horn, Charlie Carrick, Wunmi Mosaku, Mark Winnick, Daniel Stolfi, Carolyn Fe, Gordon Harper.
Genre: Thriller / Drama
Land: UK / Kanada
FSK: 16 Jahren.
Laufzeit: 89 Minuten.
Bildformat: 2.40:1 / 16:9 Widescreen (1080p).
Sprachen: Deutsch, Englisch.
Tonsystem: DTS-HD MA 5.1, DTS-HD MA 5.1
Untertitel: deutsch.
Extras: Trailer, Making of, Trailershow.
Vertrieb: LEONINE
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Filmbewertung: 4 von 5 Filmklappen.
„Alice, Darling“ ist ein ausgesprochen ruhiges, beinahe zurückhaltend erzähltes Psycho-Drama, das seine Intensität nicht aus großen Eskalationen oder lautem Streit bezieht, sondern aus den leisen Spuren emotionaler Zerstörung. Gerade darin liegt die besondere Stärke des Films. Statt eine toxische Beziehung über permanente Konflikte oder offene psychische Gewalt zu definieren, konzentriert sich die Geschichte vielmehr auf die Momente dazwischen — auf das vorsichtige Luft holen, das langsame Begreifen und das stille Auseinandersetzen mit dem eigenen Zustand.
Genau dieser Ansatz macht den Film bemerkenswert eindringlich. Die Regisseurin Mary Nighy schafft es tatsächlich, die innere Gedankenwelt ihrer Hauptfigur nach außen zu tragen, ohne dabei alles erklären zu müssen. Viele Szenen wirken fast unangenehm beobachtend, weil man als Zuschauer spürt, wie tief die Verunsicherung und emotionale Abhängigkeit bereits in der Figur verankert sind. „Alice, Darling“ zeigt dabei nicht vordergründig die psychische Gewalt selbst, sondern vielmehr das, was sie langfristig aus einem Menschen macht.
Gerade dadurch entfaltet der Film eine stille, aber nachhaltige Wirkung. Kleine Gesten, Blicke oder scheinbar beiläufige Reaktionen tragen hier oft mehr Gewicht als große dramatische Ausbrüche. Man erkennt beinahe körperlich, dass an dieser Beziehung alles falsch ist — selbst dann, wenn der Film viele Dinge bewusst unausgesprochen lässt. Unterstützt wird dieses Gefühl zusätzlich durch die stimmige Bildsprache, die immer wieder eine gewisse emotionale Enge vermittelt, ohne sich dabei in künstlicher Symbolik zu verlieren.
Dabei bewegt sich „Alice, Darling“ stellenweise auf einem schmalen Grat zur unfreiwilligen Melancholie. Manche ruhigen Passagen wirken fast etwas zu bedacht inszeniert, beinahe schwer in ihrer stillen Traurigkeit. Doch trotz dieser gelegentlichen Schwere trifft der Film insgesamt erstaunlich präzise den richtigen Ton. Gerade weil er sich Zeit nimmt und seine Geschichte nicht sensationsorientiert ausschlachtet, entsteht eine glaubwürdige emotionale Nähe zur Hauptfigur.
Einen großen Anteil daran hat auch Anna Kendrick, die hier eine ihrer stärksten und zugleich zurückhaltendsten Leistungen zeigt. Fernab ihrer sonst oft lebhafteren Rollen spielt sie Alice mit einer spürbaren inneren Erschöpfung und Zerbrechlichkeit. Vieles läuft über kleine Veränderungen im Blick oder in der Körpersprache, was ihrer Darstellung eine bemerkenswerte Authentizität verleiht.
„Alice, Darling“ ist kein lautes Drama und kein klassischer Thriller über toxische Beziehungen. Der Film interessiert sich vielmehr für die stillen Nachwirkungen emotionaler Kontrolle und dafür, wie schwer es sein kann, sich selbst in einer solchen Situation überhaupt noch wahrzunehmen. Gerade diese ruhige Feinfühligkeit macht ihn so intensiv.
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Bildbewertung: 4 von 5 Fernsehern.
Neben einen guten Kontrast überzeugt das Bild mit einer klaren und detailreichen Schärfe. Die Auflösung präsentiert sich zudem hervorragend fein.
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Tonqualität: 4 von 5 Soundboxen.
Der sehr saubere und sehr klare Klang überzeugt mit einer guten Dynamik und stimmiger Atmosphäre. Liefert allerdings nichts Spektakuläres.
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Bonusbewertung: 2 von 5 Sternen.
Ein Making of von 10 Minuten ist als Standard angelegt. Solide!
Abspann: Nein! Nach dem Abspann kommt nichts mehr.
Zusätzliche Infos: —
Wendecover: Ja! Ist vorhanden.
EAN: —
VÖ-Kauf: 14. April 2023
www.leonine-distribution.de