


Der Burgunder Waffenmeister Hagen von Tronje (Gijs Naber) hält mit Pflichtbewusstsein und eiserner Härte das von Krisen geschüttelte Königreich zusammen. Dabei unterdrückt er die heimliche Liebe zur Königstochter Kriemhild (Lilja van der Zwaag) und verdrängt seine eigene dunkle Vergangenheit. Als der berühmte Drachentöter Siegfried von Xanten (Jannis Niewöhner) in Worms auftaucht und mit seiner Unberechenbarkeit die alten Strukturen gefährdet, wird Hagen zunehmend zur tragischen Figur. Der junge und durch den plötzlichen Tod seines Vaters noch unerfahrene König Gunter (Dominic Marcus Singer) sieht in Siegfried eine Chance, das Reich zu retten. Er bittet ihn um Hilfe, ausgerechnet die gefährliche Walküre Brunhild (Rosalinde Mynster) zur Frau zu nehmen. Als sich Kriemhild in Hagens Widersacher Siegfried verliebt, muss er sich zwischen Liebe und Königstreue entscheiden. Hagen von Tronje wird dabei herausfinden, wer er wirklich ist.
Originaltitel: Hagen – Im Tal der Nibelungen
Regie: Cyrill Boss, Philipp Stennert.
Drehbuch: Cyrill Boss, Philipp Stennert, Doron Wisotzky.
Darsteller: Gijs Naber, Jannis Niewöhner, Lilja van der Zwaag, Dominic Marcus Singer, Rosalinde Mynster, Jörg Hartmann, Jördis Triebel, Béla Gabor Lenz, Johanna Kolberg, Alessandro Schuster, Maria Erwolter, Emma Preisendanz.
Genre: Fantasy / Action / Drama
Land: Deutschland / Tschechische Republik
FSK: 12 Jahren.
Laufzeit: 139 Minuten.
Bildformat: 2.39:1 / 16:9 Widescreen (1080p).
Sprachen: Deutsch, Deutsch, Hörfilmfassung.
Tonsystem: Dolby Atmos, Dolby Digital 2.0, Dolby Digital 2.0
Untertitel: deutsch für Hörgeschädigte, englisch.
Extras: Making of, VFX Making of, Trailer, Trailershow.
Vertrieb: © Constantin Film / LEONINE
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Filmbewertung: 3 von 5 Clapperboards.
Bei Hagen – Im Tal der Nibelungen fällt zunächst auf, wie ambitioniert das gesamte Projekt angelegt ist. Die bekannten Motive der Nibelungensage werden nicht einfach nacherzählt, sondern in eine moderne, visuell aufwendige Fantasy-Interpretation überführt. Gerade die Ausstattung, die Kulissen und die Bildgestaltung hinterlassen dabei einen überraschend starken Eindruck. Für eine deutsche Produktion wirkt vieles ungewöhnlich hochwertig und besitzt eine Wucht, die man hierzulande nur selten zu sehen bekommt. Die Welt fühlt sich groß an, die Burgen, Landschaften und Schlachtfelder vermitteln das Gefühl einer Legende, die größer ist als ihre Figuren.
Genau bei diesen Figuren beginnt allerdings das größte Problem des Films. Die Handlung wirkt, als wolle sie gleichzeitig mehrere Geschichten erzählen, ohne sich jemals für eine davon vollständig zu entscheiden. Dadurch entsteht der Eindruck, als seien tatsächlich mehrere Episoden einer Serie zu einem einzigen Film zusammengefügt worden. Jeder Abschnitt verfolgt einen anderen Schwerpunkt und entwickelt beinahe eine eigene Identität. Mal steht politisches Intrigenspiel im Vordergrund, dann eine romantische Verstrickung und schließlich das große Heldenepos. Als Gesamtwerk wirkt das jedoch erstaunlich unentschlossen. Die Figuren erhalten zu wenig Raum, um wirklich Konturen zu entwickeln, wodurch selbst zentrale Konflikte oft nur angedeutet bleiben. Besonders das Liebesdreieck entfaltet kaum emotionale Wirkung, weil die Beziehungen nie ausreichend vertieft werden.
Hinzu kommt die Frage, die der Film selbst nicht eindeutig beantworten möchte: Wer ist eigentlich die zentrale Figur dieser Geschichte? Obwohl der Titel Hagen in den Mittelpunkt rückt, schwankt die Erzählung immer wieder zwischen ihm und Siegfried, ohne sich klar festzulegen. Auch die Fantasy-Elemente wecken zunächst Interesse und verleihen dem ersten Abschnitt eine besondere Atmosphäre, verschwinden danach jedoch fast vollständig aus dem Geschehen. So bleibt ein Film, der viele spannende Ideen besitzt, sie aber nicht konsequent verfolgt. Was letztlich in Erinnerung bleibt, sind weniger die Charaktere oder die Handlung als vielmehr die beeindruckende Optik und die Tatsache, dass sich die deutsche Fantasy endlich einmal größer und mutiger anfühlt als gewohnt. Gerade deshalb ist es etwas schade, dass die erzählerische Seite mit dieser visuellen Qualität nicht ganz Schritt halten kann.
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Bildbewertung: 4 von 5 Fernsehern.
Das Bild punktet mit hervorragenden Details, dazu überzeugen die glasklare Schärfe und der mehr als stimmige Kontrast ebenso. Ein kräftiger Schwarzwert rundet das Sehvergnügen sehr gut ab.
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Tonqualität: 4 von 5 Soundboxen.
Der Ton der High Definition Blu-ray Disc liefert eine mitreißende Soundatmosphäre, klare und dynamische Dialoge und eine insgesamt sehr saubere Abmischung an Sounddetails.
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Bonusbewertung: 2 von 5 Sternen.
Making-of und Trailer laufen zusammen knapp 20 Minuten und zeigen Standardeinblicke.
Abspann: Nein! Nach dem Abspann kommt nichts mehr.
Zusätzliche Infos: —
Wendecover: Ja! Ist vorhanden.
EAN: 4011976357582
VÖ-Kauf: 06.03.2025
www.constantinfilm.de