


Fünf Jahre nach dem Einschlag des Kometen lebt Familie Garrity noch immer in einem Bunker in Grönland. Doch Frieden finden sie hier nicht: Luft und Wasser sind verseucht und Fragmente im Orbit können jederzeit auf die Erde stürzen. Als ein Erdbeben den Bunker zerstört, müssen sie erneut aufbrechen – durch ein verwüstetes Europa zum letzten Zufluchtsort: dem Ort des Einschlags in Südfrankreich.
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Die Fortsetzung von Greenland entfernt sich deutlich vom bedrückenden Katastrophen-Drama des ersten Teils und entwickelt sich stattdessen überwiegend zu solidem, aber ziemlich konventionellem Popcorn-Kino. Dabei setzt der Film fast permanent auf Tempo. Eine Actionszene jagt die nächste und genau darin liegt zugleich seine größte Stärke wie auch sein größtes Problem. Denn obwohl ständig etwas passiert, entsteht erstaunlich selten echte Spannung. Dafür wirken viele Situationen schlicht zu konstruiert und die zahlreichen Logiklöcher springen einem beinahe permanent entgegen.
Besonders auffällig bleibt, dass die Katastrophen kaum noch zufällig oder glaubwürdig erscheinen. Vieles wirkt erzählerisch erzwungen, nur damit die Handlung möglichst schnell zum nächsten großen Spektakel springen kann. Dadurch verliert die Geschichte spürbar an Realismus und emotionaler Wirkung.
Visuell hingegen macht der Film einiges richtig. Die zerstörte Welt sieht oftmals beeindruckend aus und die düstere, staubige Endzeit-Stimmung wird atmosphärisch stark eingefangen. Gerade die abwechslungsreichen Schauplätze verleihen dem Film immer wieder eine imposante Bildgewalt, die ohne Zweifel zu den größten Qualitäten der Fortsetzung zählt.
Allerdings fehlt dem Ganzen diesmal deutlich der emotionale Tiefgang des ersten Films. Während der Vorgänger noch stark über seine familiäre Dramatik funktionierte, geraten viele zwischenmenschliche Momente hier eher zur Nebensache. Manche Handlungsstränge wirken sogar auffällig verkürzt oder kaum ausgearbeitet.
Dadurch bewegt sich Greenland 2 stellenweise fast unbewusst in Richtung B-Movie-Territorium. Nicht unbedingt billig inszeniert, aber eben deutlich übertriebener, lauter und weniger glaubwürdig als der überraschend ernsthafte Vorgänger. Und genau deshalb bleibt am Ende vor allem ein solides Katastrophenspektakel übrig, das zwar optisch beeindruckt, emotional aber kaum noch mitreißt. Keine völlige Katastrophe, aber deutlich schwächer als der erste Teil. Greenland 2 liefert rasantes Endzeit-Popcornkino mit starken Bildern, verliert sich jedoch in konstruiertem Storytelling, fehlender Spannung und übertrieben vorhersehbarer Action.
Die 4K-UHD-Präsentation setzt konsequent auf eine trostlose und ausgekühlte Bildsprache, die hervorragend zur bedrückenden Endzeitstimmung des Films passt. Statt knalliger Farben dominieren matte und entsättigte Töne, wodurch zerstörte Landschaften, dunkle Bunkeranlagen und verlassene Schauplätze besonders glaubwürdig wirken. Gerade in den vielen dunklen Szenen überzeugt die UHD mit einer sehr sauberen Durchzeichnung, sodass Schattenbereiche nicht einfach absaufen, sondern weiterhin feine Strukturen erkennen lassen. Einzelne Lichtquellen wie Feuer, Explosionen oder der Abendhimmel setzen dagegen gezielte Akzente und sorgen immer wieder für starke Kontraste innerhalb der ansonsten kühlen Optik. Die Spezialeffekte fügen sich angenehm ins Gesamtbild ein und wirken erfreulich unaufdringlich. Zudem bleibt das Bild weitgehend frei von störendem Filmkorn oder sichtbaren Kompressionsproblemen. Hochglanzkino darf man hier zwar nicht erwarten, dafür aber eine sehr stimmige und atmosphärische Präsentation.
Akustisch entfaltet der Film besonders in seinen Katastrophenszenen eine enorme Wucht. Sobald Chaos ausbricht, nutzt die Abmischung die Surround-Kanäle intensiv aus und zieht den Zuschauer mitten ins Geschehen hinein. Umherfliegende Trümmer, Explosionen und der dominante Score sorgen für eine druckvolle Klangkulisse, die besonders bei actionreichen Momenten ihre Stärken ausspielt. Die Dialoge bleiben dabei erfreulich verständlich und gehen trotz der massiven Effekte nicht unter. Lediglich der Grundpegel hätte insgesamt etwas kräftiger ausfallen dürfen, da man die Lautstärke zunächst leicht anheben muss. Auch wenn die deutsche Tonspur bereits stark klingt, hätte eine moderne Atmos-Abmischung zusätzlich noch etwas mehr Räumlichkeit herausholen können.
Das Zusatzmaterial bleibt überschaubar und bietet neben einigen Trailern lediglich zwei Interviews zum Film. Sämtliche Extras befinden sich zusätzlich auch auf der 4K-Disc.
Das Steelbook setzt auf eine schlichte Gestaltung ohne Prägungen. Die glänzende Oberfläche wirkt dennoch hochwertig und wird durch einen vorhandenen Innendruck sinnvoll ergänzt.