


Das Wiedersehen mit der Antarktis: Zwölf Jahre nachdem Regisseur Luc Jacquet mit seinem Dokumentarfilm „Die Reise der Pinguine“ den Oscar® gewann, ist er in die Heimat der Kaiserpinguine zurückgekehrt. „Die Reise der Pinguine“ gehört mit über 25 Millionen Zuschauern weiterhin zu den weltweit erfolgreichsten Naturdokumentationen. Auch in Deutschland erzielt der Film mit 1,4 Millionen Zuschauern für eine Doku einen bis dahin ungeahnten Erfolg. Die Faszination für die einzigartigen Bewohner der Antarktis hat Jacquet nie losgelassen, und so organisierte er erneut eine Expedition ins ewige Eis, die sich im Herbst 2015 auf den Weg machte, über Monate hinweg unter extremsten Bedingungen das Leben in diesem einzigartigen Ökosystem zu filmen, das wie kaum ein anderes unmittelbar vom Klimawandel bedroht wird. Jacquet und sein Team drehten größtenteils in 4K-Ultra-HD-Auflösung und setzten neben Hight-Tec Ausrüstung, auch Drohnen und Tauchboote ein, die mit Kameras ausgestattet waren. So entstanden sensationelle und unbeschreibliche, noch nie dagewesene Bilder.
Originaltitel: L’empereur
Regie: Luc Jacquet.
Drehbuch: —
Darsteller: Sprecher, Pinguine.
Genre: Dokumentation
Land: Frankreich
FSK: 0 Jahre.
Laufzeit: 85 Minuten.
Bildformat: 2.39:1 / 16:9 Widescreen.
Sprachen: Deutsch, Französisch.
Tonsystem: DTS-HD MA 5.1, DTS-HD MA 5.1
Untertitel: deutsch.
Extras: Featurettes, Trailershow.
Vertrieb: LEONINE
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Filmbewertung: 4 von 5 Filmklappen.
Mit March of the Penguins entstand einst einer der erfolgreichsten und bewegendsten Naturdokumentarfilme überhaupt. Die Geschichte der Kaiserpinguine berührte Millionen Zuschauer weltweit und wurde nicht ohne Grund mit einem Oscar ausgezeichnet. Viele Jahre später folgte mit L’Empereur die Fortsetzung, die einen etwas anderen Schwerpunkt setzt und dabei vor allem visuell neue Maßstäbe erreicht. Zwar entfaltet die Fortsetzung nicht mehr ganz jene emotionale Wucht, die den ersten Film so besonders machte, doch das bedeutet keineswegs, dass sie weniger beeindruckend wäre. Statt den Zuschauer erneut auf dieselbe Weise zu berühren, konzentriert sich der Film stärker auf die faszinierende Lebenswelt der Tiere und die Schönheit ihrer Umgebung. Und genau hier spielt die Dokumentation ihre größten Stärken aus. Die Aufnahmen gehören zu den eindrucksvollsten Naturbildern, die man in diesem Genre zu sehen bekommt. Die gewaltigen Eislandschaften, das unendliche Weiß der Antarktis und die majestätischen Bewegungen der Pinguine ergeben immer wieder Bilder von beinahe überwältigender Schönheit. Viele Einstellungen wirken wie sorgfältig komponierte Gemälde und machen deutlich, welch enormer Aufwand hinter der Produktion steckt.
Natürlich stehen dabei erneut die Kaiserpinguine im Mittelpunkt. Ihre Wanderungen, ihr Überlebenskampf und ihr erstaunliches Sozialverhalten faszinieren auch beim zweiten Mal. Es sind Tiere, die allein durch ihre Erscheinung Sympathien wecken. Mal wirken sie majestätisch, mal unbeholfen und oft einfach nur unglaublich niedlich. Genau darin liegt ein großer Teil des Charmes dieser Dokumentation. Besonders bemerkenswert ist, wie leicht der Film seine Informationen vermittelt. Immer wieder ertappt man sich dabei, völlig in den Bildern und dem Verhalten der Tiere aufzugehen, während gleichzeitig eine Vielzahl interessanter Fakten vermittelt wird. Die Dokumentation belehrt nie, sondern lässt Wissen ganz selbstverständlich in die Beobachtungen einfließen. Dadurch entsteht weit mehr als nur eine klassische Tierdokumentation. Der Film erzählt vom Überleben, von Anpassung und vom Kreislauf des Lebens in einer der unwirtlichsten Regionen unseres Planeten. Gerade diese Verbindung aus Information und emotionalem Zugang macht den besonderen Reiz der Reihe aus. Gleichzeitig schwingt über vielen Szenen eine gewisse Melancholie mit. Die Antarktis erscheint als eine einzigartige Welt von atemberaubender Schönheit, deren Zukunft längst nicht mehr selbstverständlich ist. Ohne aufdringlich zu werden, erinnert die Dokumentation daran, wie verletzlich solche Lebensräume geworden sind und wie wichtig ihr Schutz bleibt. Vielleicht erreicht „Die Reise der Pinguine 2 – Der Weg des Lebens“ nicht ganz die emotionale Kraft seines Oscar-prämierten Vorgängers. Dafür belohnt er sein Publikum mit noch spektakuläreren Bildern und einem faszinierenden Blick auf das Leben dieser außergewöhnlichen Tiere. Atemberaubend schön, informativ und voller faszinierender Momente zeigt die Dokumentation eine Welt, die vielleicht schon bald nicht mehr in dieser Form existieren wird. Gerade deshalb wirkt sie heute wichtiger denn je.
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Bildbewertung: 5 von 5 Fernsehern.
Ein sehr heller Kontrast, dazu sehr natürliche Farben und sehr feine Details. Eine brillant klare Schärfe rundet das magische Bild ab.
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Tonqualität: 4 von 5 Soundboxen.
Die Stimme des Sprechers erklingt selbstverständlich im Vordergrund, die Naturaufnahmen setzten dabei die wunderbaren Akzente für den schönen Gesamtklang.
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Bonusbewertung: 2 von 5 Sternen.
Einige kleine aber sehr schöne Featurettes runden das zauberhafte Vergnügen hervorragend ab.
Abspann: Nein. Da kommt nichts mehr.
Zusätzliche Infos: —
Wendecover: Ja! Ist vorhanden.
EAN: —
VÖ-Kauf: 09. März 2018
www.leoninedistribution.com