


In Amerika gescheitert und ohne einen Penny in der Tasche, kehren Angela und Malachy McCourt mit ihren Kindern nach Irland zurück. Dort angekommen, erwarten die Familie die schmutzigen Slums von Limerick, Hunger, Arbeitslosigkeit und Ablehnung von Nachbarn und Verwandten. Frank, der älteste Sohn, muss miterleben wie seine Mutter um Almosen bettelt und sein Vater den spärlich verdienten Lohn direkt wieder versäuft. Trotz aller Grausamkeiten übersteht Frank diese Zeit und sieht für sich nur noch einen Ausweg: Er will zurück nach Amerika, in das Land, wo niemand schlechte Zähne und jeder sein eigenes Klo hat. Von nun an setzt er alles daran, dieses Ziel zu erreichen…
Originaltitel: Angela’s Ashes
Regie: Alan Parker.
Drehbuch: Laura Jones.
Darsteller: Emily Watson (Mein Freund der Wasserdrache), Robert Carlyle (Ganz oder gar nicht), Joe Breen, Ciaran Owens, Michael Legge, Ronnie Masterson, Pauline McLynn, Devon Murray, Peter Halpin.
Genre: Drama
Land: USA / Irland
FSK: 12 Jahre.
Laufzeit: 140 Minuten.
Bildformat: 1.85:1 / 16:9 Widescreen (1080p).
Sprachen: Deutsch, Englisch..
Tonsystem: DTS-HD MA 5.1, DTS-HD MA 5.1
Untertitel: deutsch, englisch.
Extras: Keine.
Vertrieb: Pandastorm Pictures / WVG Medien
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Filmbewertung: 4 von 5 Filmklappen.
Literaturverfilmungen haben es oft schwer, insbesondere dann, wenn die Vorlage zu den meistgelobten Werken ihrer Zeit gehört. Angela’s Ashes wurde nicht ohne Grund weltweit gefeiert und entwickelte sich zu einem modernen Klassiker. Dass die Verfilmung von Angela’s Ashes diesem hohen Anspruch nicht vollständig gerecht werden kann, überrascht daher kaum. Umso bemerkenswerter ist es, wie gelungen die Adaption letztlich ausgefallen ist. Der Film erzählt die Geschichte mit großer Ernsthaftigkeit und viel Feingefühl. Von Beginn an liegt eine bedrückende Atmosphäre über dem Geschehen, die sich konsequent durch den gesamten Verlauf zieht. Dabei wird das Elend niemals sensationsheischend dargestellt, sondern mit einer Ehrlichkeit, die den Zuschauer unmittelbar erreicht. Die Armut, die Perspektivlosigkeit und die täglichen Entbehrungen wirken zu jeder Zeit glaubwürdig und erschütternd.
Gerade darin liegt eine der größten Stärken des Films. Er zeigt das Leben nicht durch einen romantisierten Blickwinkel, sondern in all seiner Härte und Ungerechtigkeit. Hoffnung existiert zwar, doch sie ist oft nur ein schwacher Lichtschein inmitten vieler Rückschläge. Diese permanente Mischung aus Hoffnung und Hoffnungslosigkeit verleiht der Geschichte ihre enorme emotionale Kraft. Besonders beeindruckend ist dabei die Besetzung. Die Darsteller verleihen ihren Figuren eine Authentizität, die den Film über weite Strecken trägt. Jede Figur wirkt wie ein Mensch aus Fleisch und Blut, mit eigenen Träumen, Schwächen und Enttäuschungen. Gerade die familiären Beziehungen entwickeln dadurch eine emotionale Tiefe, die lange nachwirkt.
Regisseur Alan Parker gelingt es zudem hervorragend, die Stimmung der Vorlage einzufangen. Die Bilder sind oft grau, kalt und trostlos, ohne jemals künstlich zu wirken. Die Inszenierung unterstreicht die schwierigen Lebensumstände und schafft eine beklemmende Atmosphäre, die sich förmlich auf den Zuschauer überträgt. Was den Film besonders bewegend macht, ist die Tatsache, dass er trotz aller Tragik niemals vollständig resigniert. Zwischen den schweren Momenten finden sich immer wieder kleine Augenblicke der Menschlichkeit, des Humors oder der Hoffnung. Gerade diese Kontraste sorgen dafür, dass die Geschichte nicht nur traurig, sondern vor allem menschlich wirkt.
Dennoch bleibt die Verfilmung hinter einigen Stärken der literarischen Vorlage zurück. Das Buch bietet noch mehr Einblicke in die Gedankenwelt seines Protagonisten und entfaltet manche Situationen mit größerer Tiefe. Hier hätte der Film stellenweise noch näher an die Vorlage heranrücken können. Einige Nuancen und Zwischentöne gehen zwangsläufig verloren, was bei einer so umfangreichen und gefeierten Vorlage allerdings kaum vermeidbar ist. Trotzdem bleibt „Die Asche meiner Mutter“ eine außergewöhnlich gelungene Literaturverfilmung. Die starke Besetzung, die eindringliche Atmosphäre und die schonungslose Ehrlichkeit machen den Film zu einem bewegenden Erlebnis. Er zeigt das Leben von seiner unschönen Seite, genau so wie es oft sein kann – und gerade deshalb entfaltet die Geschichte eine solche Wirkung. Nicht ganz auf dem Niveau der berühmten Vorlage, aber dennoch ein eindrucksvolles, berührendes und brillant inszeniertes Drama.
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Bildbewertung: 4 von 5 Fernsehern.
Die Details sind sehr zufrieden stellend fein. Die Schärfe überzeugt mit einer durchgehend guten Klarheit, Kontrast und Farben sind stimmig dezent gehalten, etwas kühl und düster. Da kann absolut nicht meckern.
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Tonqualität: 4 von 5 Soundboxen.
Räumliches ist wenig vorhanden. Überwiegend geht es beim Ton um die Dialoge und diese erklingen sauber und klar verständlich. Passend aber auch nicht überragend.
Bonusbewertung: 0 von 5 Sternen.
Keinerlei zusätzliches Bonusmaterial vorhanden.
Abspann: Nein. Da kommt nichts mehr
Zusätzliche Infos: Die Autobiografie wurde mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichnet.
Wendecover: Ja! Ist vorhanden.
EAN: 4260428051008
VÖ-Kauf: 23. Februar 2018
www.pandastorm.com