


Eine Gruppe von Freunden macht sich per Motorrad auf den Weg zu einem abgelegenen See mitten im Nirgendwo. Dort angekommen, tauchen nach kurzer Zeit plötzlich vier maskierte Biker mit Macheten und Ketten auf und exekutieren einen der Freunde ohne Vorwarnung. Auf der panischen Flucht vor den Mördern verirrt sich die Gruppe im menschenleeren und weitläufigen Gebiet. Die Nacht bricht herein, es scheint kein Entkommen zu geben, und die sadistischen Killer haben die Fährte schon längst aufgenommen …
Originaltitel: Motorrad
Regie: Vicente Amorim.
Drehbuch: L.G. Bayao.
Darsteller: Emilio Dantas, Juliana Lohmann, Guilherme Prates, Carla Salle, Pablo Sanábio.
Genre: Thriller.
Land: Brazil.
FSK: 18 Jahre.
Laufzeit: 92 Minuten.
Bildformat: 2.39:1 / 16:9 Widescreen (1080p).
Sprachen: Deutsch, Portugiesisch.
Tonsystem: DTS-HD MA 5.1, DTS-HD MA 5.1
Untertitel: deutsch, niederländisch.
Extras: Trailer, Trailershow.
Vertrieb: Splendid Film / WVG
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Filmbewertung: 3 von 5 Filmklappen.
Der Asphalt flimmert, die Motoren heulen auf und irgendwo zwischen staubigen Straßen und endloser Landschaft wartet der Tod bereits auf die nächste Kurve. Motorrad – The Last Ride macht seinem Titel alle Ehre und verwandelt einen harmlosen Roadtrip in einen düsteren Albtraum, der erstaunlich selten aufatmen lässt.
Vicente Amorim taucht seinen Horror-Thriller in blasse Farben und eine beinahe trostlose Atmosphäre. Alles wirkt kalt, leer und irgendwie verloren. Gerade diese optische Tristesse verleiht dem Film seinen unangenehmen Reiz und sorgt dafür, dass selbst ruhige Momente eine unterschwellige Bedrohung ausstrahlen.
Richtig unangenehm wird es allerdings, sobald die Gewalt einsetzt. Einige der Mordszenen geraten erstaunlich hart und blutig, ohne dabei ausschließlich auf Schockeffekte zu setzen. Vielmehr hinterlassen sie ein verstörendes Gefühl, das sich durch den gesamten Film zieht. Für empfindliche Gemüter ist The Last Ride daher ganz sicher keine gemütliche Spritztour.
Zwischendurch sorgen temporeiche Motorrad- und Actionszenen immer wieder für frischen Schwung und verhindern, dass die Geschichte völlig ins Stocken gerät. Dennoch bleibt ein kleiner Wermutstropfen. Je weiter der Film voranschreitet, desto häufiger stellt man sich Fragen nach den eigentlichen Beweggründen und Hintergründen. Antworten gibt es darauf nur bedingt. Das wirkt einerseits etwas unbefriedigend, besitzt andererseits aber auch diesen angenehm altmodischen Charme, den viele Horrorfilme früher ganz selbstverständlich mitbrachten. Nicht alles muss erklärt werden.
Ganz große Spannung entwickelt sich daraus allerdings nicht. Dafür bleibt der Film über weite Strecken zu zurückhaltend und verliert sich gelegentlich mehr in seiner düsteren Stimmung als im eigentlichen Nervenkitzel. So bleibt Motorrad – The Last Ride ein atmosphärischer Horror-Trip, der vor allem durch seine verstörenden Bilder, seine kompromisslose Gewalt und seine bedrückende Stimmung im Gedächtnis bleibt. Keine perfekte Fahrt, aber eine, die man so schnell nicht vergisst.
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Bildbewertung: 4 von 5 Fernsehern.
Wie bereits erwähnt, farblich wurden Stilmittel verwenden. Diese sind aber sauber! Der Schwarzwert zeigt sich satt und die Schärfe hervorragend klar. Lediglich der Kontrast wirkt manchmal ein wenig künstlich grell.
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Tonqualität: 4 von 5 Soundboxen.
Die Motoren laufen heiß bei der Dynamik, die Dialoge sind dabei immer klar verständlich. Räumlich kann der Ton allerdings nicht hundertprozentig überzeugen.
Bonusbewertung: 1 von 5 Sternen.
Als einziges Extra ist der Trailer zum Film vorhanden.
Abspann: Nein! Da kommt nichts mehr.
Zusätzliche Infos: —
Wendecover: Ja! Ist vorhanden.
EAN: —
VÖ-Kauf: 27. April 2018.
www.splendid-entertainment.de