


Wann immer sich außergewöhnliche, bizarre Mordfälle ereignen, werden Pierre Niémans (Olivier Marchal) und seine Partnerin Camille Delaunay (Erika Sainte) gerufen. Die beiden erfahrenen Ermittler arbeiten für das „Zentralbüro für Gewaltverbrechen“ und werden in die entlegensten Regionen Frankreichs entsendet, um komplexe Fälle zu lösen, welche die örtlichen Polizeibehörden überfordern. Und jeder Fall hat eine mystische Anmutung basierend auf regionalen Mythen oder vergessenen Bräuchen.
Originaltitel: The Crimson River
Regie: Ivan Fegyveres, Julius Berg, Olivier Barma.
Drehbuch: Jean-Christophe Grangé.
Darsteller: Olivier Marchal, Erika Sainte, Lubna Azabal, Camille Santerre, Thierry Janssen, Francois Levantal, Patrick Catalifo.
Genre: Krimi / Thriller / Serie
Land: Frankreich / Belgien / Deutschland
FSK: 12 Jahre.
Laufzeit: 381 Minuten.
Bildformat: 2.35:1 / 16:9 Widescreen (1080p).
Sprachen: Deutsch, Französisch.
Tonsystem: DTS-HD MA 5.1, DTS-HD MA 5.1
Untertitel: deutsch.
Extras: keine.
Vertrieb: Edel Germany GmbH
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Serienbewertung: 3 von 5 Filmklappen.
Mit The Crimson Rivers entstand einst einer der eindrucksvollsten europäischen Thriller seiner Zeit. Düster, atmosphärisch und mit einer packenden Mischung aus Kriminalfall und Mystery-Elementen entwickelte sich der Film schnell zum modernen Genreklassiker. Die Fortsetzung konnte dieses Niveau nur noch teilweise erreichen, weshalb die Ankündigung einer Serienadaption viele Jahre später durchaus für gemischte Erwartungen sorgte. Die große Frage lautete damals: Kann das Konzept als Serie funktionieren? Die Antwort fällt letztlich differenziert aus. Ja, es funktioniert – allerdings nicht auf dem Niveau, das man sich nach dem starken ersten Kinofilm vielleicht erhofft hätte. Schon nach den ersten Episoden wird deutlich, dass die Serie versucht, an die bekannte Marke anzuknüpfen. Die düstere Grundstimmung, die morbiden Kriminalfälle und die geheimnisvolle Atmosphäre erinnern immer wieder an die filmischen Vorbilder. Gleichzeitig geht die Serie aber ihren eigenen Weg und löst sich zunehmend von den Kinofilmen. Wer eine direkte Fortsetzung erwartet, könnte deshalb durchaus enttäuscht werden.
Dabei besitzen die einzelnen Fälle durchaus ihre Qualitäten. Viele der Ermittlungen sind spannend angelegt und erzeugen immer wieder jene unheilvolle Stimmung, die man mit dem Namen „Die purpurnen Flüsse“ verbindet. Gerade die oftmals düsteren Schauplätze und die bedrückende Atmosphäre gehören zu den größten Stärken der Serie. Hier gelingt es den Machern immer wieder, eine angenehme Krimispannung aufzubauen. Auch optisch präsentiert sich die Produktion solide. Die Bildsprache orientiert sich sichtbar an modernen europäischen Krimiformaten und sorgt dafür, dass die Serie trotz ihrer teilweise klassischen Erzählweise nie altmodisch wirkt. Die düsteren Landschaften und die oft kühlen Farbtöne unterstützen die Grundstimmung zusätzlich. Das eigentliche Problem liegt jedoch weniger bei den Fällen selbst als vielmehr im Erzähltempo. Immer wieder verliert sich die Handlung in unnötigen Umwegen und längeren Passagen, die den Spannungsfluss spürbar ausbremsen. Dadurch entstehen einige Längen, die gerade bei einer Serie stärker auffallen als bei einem einzelnen Film.
Genau hier dürften sich auch die unterschiedlichen Meinungen erklären. Während manche Zuschauer die ruhigere Erzählweise als atmosphärischen Aufbau wahrnehmen, empfinden andere die Serie als zu gemächlich und teilweise sogar zäh. Tatsächlich hätte eine straffere Inszenierung vielen Episoden gutgetan. Hinzu kommt, dass das Krimi-Genre mittlerweile von einer Vielzahl hochwertiger Produktionen geprägt wird. Gerade deshalb fällt es „Die purpurnen Flüsse: Die Serie“ schwer, sich wirklich von der Konkurrenz abzuheben. Die Fälle sind solide, die Atmosphäre stimmt, doch echte Alleinstellungsmerkmale bleiben weitgehend aus. Das bedeutet keineswegs, dass die Serie schlecht wäre. Im Gegenteil: Wer düstere europäische Krimis mag, erhält hier durchaus unterhaltsame Fälle mit einer angenehmen Portion Spannung und einer gelungenen Atmosphäre. Nur erreicht die Serie selten jene Intensität und Originalität, die den ersten Kinofilm einst so besonders gemacht haben. So bleibt „Die purpurnen Flüsse: Die Serie“ ein durchaus netter Krimibeitrag, der von seiner Stimmung und seinen Fällen lebt, sich jedoch immer wieder durch erzählerische Längen selbst ausbremst. Solide Unterhaltung für Fans des Genres, aber keineswegs ein unverzichtbares Highlight. Dafür gibt es schlicht zu viele Krimiformate, die ihre Geschichten konsequenter und origineller erzählen.
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Bildbewertung: 4 von 5 Fernsehern.
Bildtechnisch kann man voll und ganz zufrieden sein, auch wenn etwas die Detailtiefe fehlt. Kontrast zeigt sich stimmig, die Farben sind passend, die Schärfe ist glasklar und der Schwarzwert kommt ausreichend kräftig daher bei allen Folgen.
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Tonqualität: 4 von 5 Soundboxen.
Die Dialoge erklingen überwiegend sehr klar, nur hin und wieder werden diese von der räumlichen Atmosphäre verschluckt. Das muss man nicht unbedingt als negativ betrachten. Ansonsten eine ausreichend schöne Dynamik und auch eine recht saubere Abstimmung.
Bonusbewertung: 0 von 5 Sternen.
Keinerlei Extras vorhanden. Schade!
Abspann: Nein! Da kommen keine Szenen mehr.
Zusätzliche Infos: Angelehnt an seinen gleichnamigen Bestseller, schickt Jean-Christophe Grangé seinen furchtlosen Helden Pierre Niémans in dieser Miniserie erneut auf eine nervenaufreibende Jagd nach dem Bösen. Die packenden Thriller zeigen eine Welt voll von grausamen Kriminalfällen, sadistischen Mördern, schauderhaften Ritualen und mysteriösen Vorfällen.
Wendecover: Ja! Ist vorhanden.
EAN: 4029759136194
VÖ-Kauf: 30. November 2018
https://www.edel.com