


Die lebenslustige Tami (Shailene Woodley) möchte am liebsten die ganze Welt erkunden. Kaum hat die junge Kalifornierin ihren Abschluss in der Tasche, lässt sie sich frei von allen Regeln von einem Traumziel zum nächsten treiben. Als sie ihr Weg schließlich nach Tahiti führt, lernt sie den erfahrenen Segler Richard (Sam Claflin) kennen. Bis über beide Ohren verliebt entschließen sich Tami und Richard gemeinsam in See zu stechen und sich in das Abenteuer ihres Lebens zu stürzen. Doch mitten auf dem Pazifik, 2000 Seemeilen vom nächsten Festland entfernt, geraten sie plötzlich in einen gewaltigen Hurrikan. Als Tami aus ihrer Ohnmacht erwacht, ist ihr Boot nur noch ein Wrack und Richard schwer verletzt. Ohne eine Möglichkeit, mit der Außenwelt Kontakt aufzunehmen, beginnt für Tami ein Wettlauf gegen die Zeit: Kann sie sich und ihre große Liebe retten?
Originaltitel: Adrift
Regie: Baltasar Kormákur.
Drehbuch: Aaron Kandell, Jordan Kandall.
Darsteller: Shailene Woodley (Die Bestimmung), Sam Claflin (Ein ganzes halbes Jahr), Elizabeth Hawthorne (The Frighteners), Garce Palmer (Home and Away).
Genre: Abenteuer / Action / Drama / Biografie /Romantik
Land: USA / Iceland / Hong Kong
FSK: 12 Jahre.
Laufzeit: 97Minuten.
Bildformat: 2.40:1 / 16:9 Widescreen (1920x1080p).
Sprachen: Deutsch, Englisch.
Tonsystem: DTS-HD MA 5.1, DTS-HD MA 5.1
Untertitel: deutsch, englisch für Hörgeschädigte.
Extras: Audiokommentar, Interviews, Featurettes, B-Rolls, Deleted Scenes, Bildergalerie, Trailer.
Vertrieb: Tobis / Universum Film GmbH
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Filmbewertung: 4 von 5 Filmklappen.
Manchmal braucht es keine aufwendigen Effekte, keine großen Actionsequenzen und keine spektakulären Wendungen, um Spannung zu erzeugen. Manchmal genügt ein Mensch, das offene Meer und der unbedingte Wille zu überleben. Genau darauf setzt Adrift – und das mit bemerkenswertem Erfolg. Bereits nach kurzer Zeit wird deutlich, dass die eigentlichen Stars des Films nicht nur die Darsteller sind, sondern auch die gewaltige Naturkulisse des Pazifiks. Das endlose Meer wirkt gleichermaßen wunderschön wie bedrohlich. Mal strahlt es eine beinahe friedliche Ruhe aus, im nächsten Moment wird es zur unberechenbaren Kraft, gegen die der Mensch nahezu machtlos erscheint. Die Aufnahmen sind dabei oft atemberaubend und verleihen dem Film eine beeindruckende visuelle Stärke. Im Mittelpunkt steht jedoch Shailene Woodley, die den Film über weite Strecken nahezu allein trägt. Ihre Darstellung ist intensiv, glaubwürdig und voller emotionaler Nuancen. Sie schafft es mühelos, Angst, Hoffnung, Verzweiflung und Entschlossenheit gleichermaßen greifbar zu machen. Gerade weil der Film viele ruhige Momente besitzt, kommt ihrer Leistung eine besonders große Bedeutung zu – und sie meistert diese Herausforderung eindrucksvoll.
Dabei entwickelt sich „Die Farbe des Horizonts“ zu weit mehr als einem klassischen Survival-Film. Natürlich stehen der Kampf ums Überleben und die körperlichen Strapazen im Mittelpunkt, doch gleichzeitig erzählt der Film auch eine sehr persönliche Geschichte über Liebe, Verlust und die Kraft, selbst in aussichtslosen Situationen nicht aufzugeben. Besonders gelungen ist die Balance zwischen Spannung und Emotionalität. Die Geschichte verliert nie aus den Augen, dass hinter dem Überlebenskampf ein Mensch mit Hoffnungen, Erinnerungen und Gefühlen steht. Dadurch entstehen immer wieder bewegende Momente, die den Film emotional aufwerten und ihm zusätzliche Tiefe verleihen. Die Tatsache, dass die Ereignisse auf einer wahren Geschichte beruhen, verstärkt die Wirkung zusätzlich. Viele Szenen wirken gerade deshalb so eindringlich, weil man sich bewusst macht, dass sich ähnliche Ereignisse tatsächlich abgespielt haben. Der Film nutzt diesen Umstand jedoch nie auf manipulative Weise, sondern lässt die Geschichte für sich selbst sprechen.
Vergleiche mit All Is Lost drängen sich durchaus auf. Beide Filme beschäftigen sich mit der Einsamkeit auf offener See und dem unerbittlichen Kampf gegen die Naturgewalten. Dennoch besitzt „Die Farbe des Horizonts“ eine eigene Identität. Durch die stärker ausgearbeitete emotionale Ebene und die persönliche Geschichte entwickelt der Film einen anderen Tonfall und setzt andere Schwerpunkte. Auch die Inszenierung überzeugt. Regisseurin Baltasar Kormákur versteht es hervorragend, die Schönheit und Gefährlichkeit des Ozeans einzufangen. Die Bilder wirken oft majestätisch, verlieren dabei aber nie die permanente Bedrohung aus den Augen, die über der gesamten Geschichte schwebt. „Die Farbe des Horizonts“ ist ein spannendes, bewegendes und visuell beeindruckendes Survival-Drama. Die großartige Leistung von Shailene Woodley, die eindrucksvolle Naturkulisse und die emotionale Kraft der wahren Geschichte verbinden sich zu einem fesselnden Filmerlebnis. Ein Film über das Überleben, die Hoffnung und den unerschütterlichen Willen, weiterzumachen – selbst dann, wenn der Horizont scheinbar kein Ende kennt. Ein empfehlenswerter und berührender Beitrag zum Survival-Genre.
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Bildbewertung: 4 von 5 Fernsehern.
Anfänglich zeigt sich das Bild etwas zu grell, doch das lässt nach und bietet dann ein perfektes Lichtverhältnis. Die Details sind sehr fein, die Schärfe ist glasklar und der Schwarzwert kommt ausreichend kräftig daher.
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Tonqualität: 4 von 5 Soundboxen.
Die Dialoge bleiben selbst bei Sturm auf hoher See immer klar verständlich. Wenn die Wellen peitschen, peitschen Sie auch durchs Wohnzimmer. Eine sehr gute Dynamik und eine saubere Abstimmung.
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Bonusbewertung: 3 von 5 Sternen.
Das zusätzliche Bonusmaterial punktet mit guter Laufzeit, doch ist ansonsten nur leicht über den Standard.
Abspann: Nein! Da kommt nichts mehr.
Zusätzliche Infos: —-
Wendecover: Ja! Ist vorhanden.
EAN: —
VÖ-Kauf: 16. November 2018
https://www.universumfilm.de