


Konstantin kehrt nach dem Verbüßen einer Haftstrafe in seine Heimat zurück. Dort liegt nicht nur in seinem persönlichen Umfeld einiges im Argen. Ein vernichtendes Erdbeben hat das Land erschüttert und vielen Menschen das Leben gekostet. Die heimatlosen Überlebenden sind auf Hilfe jeder Art angewiesen und auch Konstantin hilft tatkräftig mit. Dabei trifft er auf den jungen Robert, der ebenfalls als Helfer tätig ist. Dass das Schicksal die Beiden allerdings nicht zum ersten Mal zusammengeführt hat, ist ihnen noch nicht bewusst…
Originaltitel: Zemletryasenie
Regie: Sarik Andreasyan.
Drehbuch: Grant Barsegyan, Sergey Yudakov.
Darsteller: Konstantin Lavronenko, Mariya Mironova, Viktor Stepanyan, Tatev Ovakimyan, Michael Poghosian, Michael Janibekyan, Sos Janibekyan, Armen Markaryan.
Genre: Drama / Katastrophe
Land: Armenia / Russland
FSK: 12 Jahre.
Laufzeit: 104 Minuten.
Bildformat: 2.40:1 / 16:9 Widescreen (1080p).
Sprachen: Deutsch, Englisch.
Tonsystem: DTS-HD 5.1, DTS-HD 5.1
Untertitel: deutsch.
Extras: Trailer, Bildergalerie.
Vertrieb: New KSM Cinema / KSM GmbH
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Filmbewertung: 4 von 5 Filmklappen.
Katastrophenfilme leben oft von spektakulären Effekten und möglichst großen Bildern. Earthquake wählt einen etwas anderen Ansatz und konzentriert sich stärker auf die Menschen, die von der Katastrophe betroffen sind. Gerade dadurch entwickelt der Film eine Wirkung, die lange nachhallt. Bereits der ruhige Beginn erweist sich als eine seiner größten Stärken. Obwohl man als Zuschauer weiß, was unausweichlich bevorsteht, erzeugt die behutsame Einführung eine bedrückende Atmosphäre. Das kommende Unglück schwebt wie ein Schatten über jeder Szene und macht die Katastrophe beinahe zu einem schleichenden Todesurteil. Besonders eindrucksvoll ist dabei der reale Hintergrund. Der Film basiert auf dem verheerenden Erdbeben vom 7. Dezember 1988 in Armenien, bei dem rund 25.000 Menschen ihr Leben verloren. Diese historische Tragödie verleiht dem Geschehen zusätzliches Gewicht und sorgt dafür, dass viele Szenen besonders beklemmend wirken.
Die verschiedenen Figuren und ihre Geschichten ziehen sich als roter Faden durch den gesamten Film. Dadurch entsteht eine emotionale Verbindung zu den Menschen, deren Leben innerhalb weniger Augenblicke völlig aus den Fugen gerät. Wenn schließlich die Erde bebt und ganze Straßenzüge zusammenbrechen, gewinnen die Ereignisse dadurch erheblich an Intensität. Gerade in den Katastrophenszenen entfaltet der Film seine größte Stärke. Die Zerstörung wirkt erschreckend glaubwürdig, und die Suche nach Überlebenden sorgt immer wieder für spannende und emotionale Momente. Dabei verliert der Film nie den Blick für die menschlichen Schicksale hinter den Bildern. Ganz frei von Schwächen ist das Werk jedoch nicht. Vor allem die immer wieder betonte Hoffnung erscheint stellenweise etwas zu stark hervorgehoben. Manche Szenen wirken dadurch übermäßig sentimental und nehmen dem Geschehen ein wenig von seiner Glaubwürdigkeit. Weniger Pathos hätte der Wirkung gelegentlich sogar gutgetan. Dennoch überwiegen die positiven Eindrücke deutlich. „Earthquake – Die Welt am Abgrund“ beweist, dass starke Katastrophendramen nicht zwangsläufig aus Hollywood kommen müssen. Der Film verbindet reale Geschichte, menschliche Schicksale und packende Spannung zu einem bewegenden Gesamtbild. Ein gelungenes Katastrophendrama, das seine Zuschauer nicht nur mit spektakulären Bildern beeindruckt, sondern vor allem mit den Menschen dahinter. Bewegend, spannend und sehenswert.
Abspann: Nein! Da kommt nichts mehr.
Zusätzliche Infos: —-
Wendecover: Ja! Ist vorhanden.
EAN: —
VÖ-Kauf: 06. Dezember 2018.