


Während der Olympischen Spiele in München dringen am 5. September 1972 Mitglieder der palästinensischen Terrororganisation „Schwarzer September“ in das Olympiadorf ein, töten zwei israelische Sportler und nehmen neun weitere als Geiseln. Ihre Forderung: Die Freilassung von mehr als 200 politischen Häftlingen. Doch die israelische Regierung zeigt sich unnachgiebig und die deutschen Behörden um Polizeichef Schreiber (William Holden) planen einen Zugriff zur Befreiung der Sportler. Als die Terroristen sich in die Enge getrieben fühlen, machen sie ihre Drohung wahr und töten ihre Geiseln.
Originaltitel: 21 Hours at Munich
Regie: William A. Graham.
Drehbuch: Edward Hume, Howard Fast.
Darsteller: William Holden, Shirley Knight, Franco Nero, Anthony Quayle, Richrad Basehart, Noel Willman, Georg Marischka, Else Quecke, Michael Degen.
Genre: Drama / History / Sport / Thriller
Land: USA
FSK: 12 Jahre.
Laufzeit: 101 Minuten.
Bildformat: 1.78:1 / 16:9 Widescreen.
Sprachen: Deutsch, Englisch.
Tonsystem: DTS-HD Mono 2.0, DTS-HD Mono 2.0
Untertitel: deutsch.
Extras: Originaltrailer, Historische Hintergründe (Textinformationen), Bildergalerie.
Vertrieb: Black Hill Pictures / Koch Media GmbH
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Filmbewertung: 4 von 5 Filmklappen.
Manche Filme dienen nicht nur der Unterhaltung, sondern bewahren zugleich ein Stück Geschichte. 21 Hours at Munich gehört zu genau diesen Werken. Der Film behandelt die tragischen Ereignisse während der Munich massacre und nähert sich diesem schwierigen Kapitel mit bemerkenswerter Ernsthaftigkeit und großem Respekt. Gerade weil die geschilderten Ereignisse tatsächlich stattgefunden haben, entfaltet der Film auch Jahrzehnte später noch eine erhebliche Wirkung. Umso eindrucksvoller erscheint die Entscheidung, große Teile der Produktion an Originalschauplätzen zu realisieren. Dadurch entsteht eine Authentizität, die vielen vergleichbaren Produktionen fehlt und den Zuschauer immer wieder daran erinnert, dass es sich nicht um eine erfundene Geschichte handelt.
Die Inszenierung legt ihren Schwerpunkt deutlich auf Glaubwürdigkeit. Statt sensationeller Übertreibungen oder künstlich erzeugter Action bemühen sich die Macher darum, die Geschehnisse möglichst nah an den bekannten Fakten darzustellen. Diese Zurückhaltung erweist sich als große Stärke des Films. Die Ereignisse wirken dadurch umso erschütternder, weil sie nicht dramatisiert werden müssen, um ihre Wirkung zu entfalten. Über weite Strecken präsentiert sich der Film als packende Rekonstruktion der damaligen Geschehnisse. Die Spannung entsteht weniger durch spektakuläre Wendungen als vielmehr durch das Wissen, dass sich alles tatsächlich so oder ähnlich ereignet hat. Besonders gegen Ende zieht die Intensität noch einmal deutlich an, sodass die letzten Abschnitte zu den stärksten und spannendsten Momenten des Films gehören.
Bemerkenswert ist zudem, wie gut der Film gealtert ist. Viele Produktionen aus den 1970er-Jahren wirken heute in ihrer Inszenierung oder Erzählweise etwas antiquiert. „Die 21 Stunden von München“ hingegen besitzt eine erstaunliche Zeitlosigkeit. Gerade die nüchterne und sachliche Herangehensweise sorgt dafür, dass der Film auch heute noch ernst genommen werden kann. Einen großen Anteil daran hat die Besetzung. Die Darsteller verleihen ihren Figuren die notwendige Glaubwürdigkeit und verhindern, dass die Geschichte jemals ins Melodramatische abrutscht. Statt großer Gesten stehen authentische Charaktere und nachvollziehbare Reaktionen im Mittelpunkt, was die Wirkung des Films zusätzlich verstärkt. Besonders wertvoll bleibt jedoch seine Bedeutung als Zeitdokument. Neben seiner Funktion als Spielfilm vermittelt er auch einen Eindruck davon, wie man nur wenige Jahre nach den Ereignissen versuchte, diese filmisch aufzuarbeiten. Dadurch besitzt das Werk nicht nur historischen Inhalt, sondern ist selbst ein Teil der Film- und Zeitgeschichte geworden. „Die 21 Stunden von München“ ist ein eindrucksvoll inszenierter Film, der die Ereignisse von München mit großer Sorgfalt und bemerkenswerter Nähe zu den Fakten rekonstruiert. Die authentischen Schauplätze, die starke Besetzung und die glaubwürdige Inszenierung machen ihn zu weit mehr als einem gewöhnlichen Thriller. Er ist zugleich spannendes Drama, historische Aufarbeitung und wichtiges Zeitdokument – und gerade deshalb auch heute noch absolut sehenswert.
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Bildbewertung: 3 von 5 Fernsehern.
Neben Körnungen bei der Auflösung ist auch die Schärfe nicht immer sehr detailreich. Eine Qualität etwas besser als man es bei einer DVD-Veröffentlichung erwarten würde. Solide!
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Tonqualität: 3 von 5 Soundboxen.
Ein matter, dumpfer und frontlastiger Sound, doch sauber und mit klar verständlichen Dialogen.
Bonusbewertung: 1 von 5 Sternen.
Wenig interessantes Bonusmaterial.
Abspann: Nein! Da kommt keine Szene mehr.
Zusätzliche Infos: Das Münchner Olympia-Attentat vom 5. September 1972 war ein Anschlag der palästinensischen Terrororganisation Schwarzer September auf die israelische Mannschaft bei den Olympischen Spielen. (Wikipedia)
Wendecover: Nein! Bei Black Hill Pictures gibt es keine Wendecovers.
EAN: 4020628741150
VÖ-Kauf: 25. Juli 2019.