


Der intrigante Politiker Carlton rekrutiert den lauten, vulgären Ghetto-Psychopathen Ali G für das Parlament, um den britischen Premierminister und seine Regierung zu stürzen. Wider Erwarten wird der naive Prolet gewählt, mischt das Unterhaus auf und steht Carltons zweifelhaften Absichten im Weg. Der ungebildete, dauergeile Kiffer wird zum glühenden Volksvertreter! Aber Ali ist nicht so dämlich, wie er aussieht: Hinter seinen Schenkelklopf-Attacken blitzt ein echter Sozialkritiker hervor, der die Stimme des Volkes ernsthaft vertritt! Carlton hat sich verkalkuliert und muss nun schwere Geschütze auffahren, um den ungewöhnlichen Parlamentarier wieder loszuwerden…
Originaltitel: Ali G Indahouse
Regie: Mark Mylod.
Drehbuch: Sacha Baron Cohen, Dan Mazer.
Darsteller: Sacha Baron Cohen (Sweeney Todd), Martin Freeman (Sherlock), Rhona Mitra (Doomsday), Michael Gambon (Harry Potter), Charles Dance (Last Action Hero), Kellie Bright (Bad Girls), Tony Way (Verblendung).
Genre: Comedy
Land: UK / Frankreich / Deutschland
FSK: 12 Jahre.
Laufzeit: 87 Minuten.
Bildformat: 1.85:1 / 16:9 Widescreen (1080p).
Sprachen: Deutsch, Englisch.
Tonsystem: DTS-HD 5.1, Dolby Digital 5.1
Untertitel: deutsch für Hörgeschädigte.
Extras: Audiokommentar von Ali G und Ricky C., Taking the Talk – Sprechen wie Ali G, Unveröffentlichte Szenen, Me Video diary – Hinter den Kulissen mit Ali G.
Vertrieb: justbridge entertainment (Rough Trade Distribution)
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Filmbewertung: 4 von 5 Filmklappen.
Was lässt sich über Sacha Baron Cohen noch groß sagen, was nicht längst offensichtlich wäre? Seine Filme sind respektlos, provokant, oftmals hemmungslos derb und bewegen sich mit voller Absicht weit unterhalb jeder geschmacklichen Sicherheitslinie. Und genau darin liegt gleichzeitig ihr ganz eigener Reiz. Denn so unerquicklich, peinlich oder vollkommen drüber manche Szenen auch wirken mögen — selten waren Komödien auf ihre ganz eigene Weise derart kompromisslos komisch wie die Werke von Cohen.
„Ali G Indahouse“ ist dabei vermutlich eines der besten Beispiele für diese völlig enthemmte Art von Humor. Der Film besitzt keinerlei Interesse daran, subtil zu sein. Stattdessen wird jede noch so absurde Idee bis zum Äußersten ausgereizt. Zwischen völlig bescheuerten Dialogen, bewusst infantilen Provokationen und einer Hauptfigur, die mit maximaler Selbstüberschätzung durch jede Szene stolpert, entwickelt sich eine Komödie, die irgendwo zwischen kompletter Katastrophe und genialem Kultfilm pendelt.
Gerade dieses permanente Fremdschämen macht einen großen Teil des Reizes aus. „Ali G Indahouse“ lebt davon, wie hemmungslos unangenehm viele Situationen werden dürfen. Der Humor überschreitet bewusst Grenzen, spielt mit schlechten Manieren, politischer Inkorrektheit und vollkommen absurden Missverständnissen. Das Ergebnis ist stellenweise so peinlich, dass man kaum glauben kann, wie konsequent der Film seinen Unsinn tatsächlich durchzieht. Und irgendwie verdient genau das fast schon wieder Respekt.
Interessant bleibt dabei auch die deutsche Synchronisation, die eigentlich objektiv betrachtet ziemlicher Trash ist — und genau deshalb erstaunlich gut funktioniert. Viele Sprüche wirken in der deutschen Fassung teilweise sogar noch absurder und dadurch komischer als im Original. Vermutlich gerade deshalb, weil die Übersetzung sich stellenweise völlig von den eigentlichen Dialogen entfernt und ihren ganz eigenen Wahnsinn entwickelt. Diese enorme Freiheit bei den Sprüchen macht die deutsche Version beinahe zu einer eigenständigen Erfahrung. Man merkt regelrecht, dass hier jede Form von Geschmack oder Zurückhaltung mit voller Absicht über Bord geworfen wurde.
Natürlich ist diese Art von Humor längst nicht für jeden geeignet. Wer feinsinnige Satire oder elegante Komödien erwartet, dürfte mit „Ali G Indahouse“ vermutlich wenig anfangen können. Der Film ist laut, albern, niveaulos und oftmals vollkommen idiotisch — aber genau darin liegt seine Stärke. Denn trotz aller Geschmacklosigkeiten besitzt das Ganze eine ansteckende Energie, die den Film von Anfang bis Ende unglaublich unterhaltsam macht.
Und vielleicht passt gerade deshalb ein Spruch wie: „Sprich mit meiner Hand, denn mein Gesicht hört dir nicht zu“ perfekt zu diesem Film. „Ali G Indahouse“ ist pures Kult-Fremdschämen, eine respektlose Dauerprovokation und gleichzeitig eine dieser Komödien, bei denen man sich permanent fragt, warum man eigentlich lacht — während man es trotzdem die ganze Zeit tut.
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Bildbewertung: 4 von 5 Fernsehern.
Kompressionsrückständen bleiben hier nicht ganz aus, zudem grieselt es immer wieder mal. Auch wenn die Farben sehr kräftig erscheinen und die Schärfe einen soliden klaren Eindruck macht. Sie das Bild nicht wirklich nach HD aus, sondern ähnelt der früheren DVD-Ausgabe. Im Vergleich sind nur minimale Verbesserungen zu erkennen.
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Tonqualität: 4 von 5 Soundboxen.
Der Film besitzt einen fetten Soundtrack, doch kommt dieser leider etwas zurückhaltend daher. Auch wenn der Bass einschlägt wie eine Bombe. Die Sprüche stehen hier klar im Vordergrund. Überzeugend ist der Sound dennoch, da er nicht harmonisch sondern auch sauber ist.
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Bonusbewertung: 3 von 5 Sternen.
Bis auf einige fehlende Trailer entspricht das zusätzliche Bonusmaterial genau dem, was man bereits von der DVD-Veröffentlichung kennt.
Abspann: Nein! Da kommt keine Szene mehr.
Zusätzliche Infos: —
Wendecover: Ja! Ist vorhanden.
EAN: 4260646120609
VÖ-Kauf: 22. Mai 2020.