


Nachdem in Manhattan acht Polizisten erschossen werden, erhält der in Ungnade gefallene New Yorker Police Detective Andre Davis (Chadwick Boseman) eine Chance zur Wiedergutmachung: Er soll die Täter schnappen. Bei seiner Jagd nach den Mördern kommt er schon bald einer gewaltigen Verschwörung auf die Spur und schnell verwischen die Grenzen darüber, wer hier eigentlich wen jagt. Als sich die Situation in der Nacht weiter zuspitzt, greift die Polizei zu einer außerordentlichen Maßnahme: Zum ersten Mal in der Geschichte werden alle 21 Brücken von Manhattan geschlossen. Die Insel ist völlig abgeschottet und niemand kommt mehr rein oder raus.
Originaltitel: 21 Bridges
Regie: Brian Kirk.
Drehbuch: Adam Mervis, Matthew Michael Carnahan.
Darsteller: Chadwick Boseman (42), Sienna Miller (Der Sternwanderer), J.K. Simmons (Spider-Man), Stephan James (Selma), Taylor Kitsch (John Carter), Keith David (Das Ding aus einer anderen Welt).
Genre: Action / Krimi / Drama / Thriller
Land: USA / China
FSK: 16 Jahre.
Laufzeit: 99 Minuten.
Bildformat: 2.40:1 / 16:9 Widescreen (1080p).
Sprachen: Deutsch, Englisch.
Tonsystem: DTS-HD 5.1, DTS-HD 5.1
Untertitel: deutsch für Hörgeschädigte.
Extras: Interviews, B-Roll, Deleted Scenes, Trailer, Trailershow.
Vertrieb: LEONINE
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Filmbewertung: 4 von 5 Filmklappen.
21 Bridges ist weit mehr als nur ein weiterer geradliniger Cop-Thriller voller Schießereien und Verfolgungsjagden. Der Film besitzt trotz seines hohen Action-Anteils erstaunlich viele nachdenkliche und moralische Zwischentöne, die ihn angenehm von vielen anderen Genrevertretern abheben.
Besonders Chadwick Boseman trägt den Film mit enormer Präsenz und Charisma. Gerade kleine Momente — wie jene Szene in der Bar nach dem Schlag — zeigen eindrucksvoll, wie viel Ausstrahlung Boseman allein durch Körpersprache und Blick vermitteln konnte. Seine Figur wirkt nie wie ein typischer Actionheld, sondern vielmehr wie ein Mensch, der ständig zwischen Pflicht, Moral und persönlicher Belastung steht.
Interessant bleibt dabei vor allem der Antagonist, der überraschend realitätsnah geschrieben wurde. Genau dadurch entstehen jene spannenden Grauzonen, die 21 Bridges immer wieder besonders machen. Moral wird hier nicht einfach klar verteilt, sondern ständig hinterfragt. Der Film zeigt unterschiedliche Sichtweisen auf Recht, Gewalt und Verantwortung — sowohl als Cop als auch als Mensch.
Natürlich bleibt die Handlung nicht vollkommen unvorhersehbar, doch der Verlauf besitzt genügend Wendungen und Richtungswechsel, um die Spannung konstant aufrechtzuerhalten. Gerade weil sich die Geschichte Zeit nimmt, ihre Figuren und Motive auszuleuchten, funktioniert der Thriller wesentlich intensiver als viele reine Actionfilme.
Auch technisch überzeugt der Film auf ganzer Linie. Die rund 33 Millionen US-Dollar Budget wurden sichtbar sinnvoll eingesetzt. Besonders die Kameraarbeit von Paul Cameron liefert beeindruckende Bilder. Die ausführlich genutzten Wetdown-Effekte, die nächtlichen Straßenszenen und die atmosphärischen Helicopter-Longlens-Aufnahmen verleihen dem Film eine starke visuelle Identität.
Hinzu kommt ein hervorragendes Schnitt-Tempo. Der Film besitzt kaum überflüssige Szenen und findet eine sehr gute Balance zwischen ruhigen Dialogmomenten und temporeicher Action. Auch die Stunts und die gesamte technische Umsetzung wirken hochwertig und sauber inszeniert.
Gerade deshalb funktioniert 21 Bridges auf mehreren Ebenen gleichzeitig. Wer einfach nur einen spannenden Cop-Thriller sucht, bekommt solide und packende Action geliefert. Wer hingegen genauer hinsieht, entdeckt einen Film über Moral, Mut, persönliche Opfer und die schwierigen Grauzonen zwischen richtig und falsch.
Ein atmosphärisch dichter Cop-Thriller mit starker Action, beeindruckender Bildsprache und einem charismatischen Chadwick Boseman. 21 Bridges verbindet spannende Unterhaltung mit moralischen Grauzonen und ungewöhnlich nachdenklichen Zwischentönen. Top!
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Bildbewertung: 4 von 5 Fernsehern.
Die Farbwiedergabe ist unterstreicht ausgezeichnet den Look des Films. Die Bilder präsentieren sich gestochen scharf und Körnungen sind keine zu erkennen. Der Kontrakt wurde genau abgestimmt und der Schwarzwert zeigt sich hervorragend satt.
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Tonqualität: 4 von 5 Soundboxen.
Der Sound protzt nur so vor Dynamik, die Actionszenen (vor allem das Schussgewitter) fegen einen regelrecht vom heimischen Sofa. Das Ganze ist ausgezeichnet räumlich. Die Dialoge sind ebenfalls sehr dynamisch, aber nicht zu dynamisch, durchgehend klar verständlich aber nicht dominierend.
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Bonusbewertung: 2 von 5 Sternen.
Das zusätzliche Bonusmaterial ist hingegen standardmäßig klein gehalten. Dafür gibt es keine Festnahme.
Abspann: Nein! Da kommt keine Szene mehr.
Zusätzliche Infos: —
Wendecover: Ja! Ist vorhanden.
EAN: 4010324043719
VÖ-Kauf: 12. Juni 2020.