


Eine App, die Deinen Todeszeitpunkt voraussagt? Kann doch nur ein Fake sein! Denkt anfangs zumindest die junge Krankenschwester Quinn (Elizabeth Lail), als sie diese runterlädt und ungelesen die Nutzungsbedingungen akzeptiert. Ausprobieren kann man es ja mal. Während ihren Freunden noch Jahrzehnte Lebenszeit bleiben, zeigt Quinns Display etwas anderes an: Nur noch drei Tage zu leben und der Countdown läuft! Schon bald überschlagen sich die Ereignisse: Quinn erfährt von ersten Todesfällen unter den Nutzern und eine unheimliche Gestalt scheint, sie auf Schritt und Tritt zu verfolgen. Immer verzweifelter versucht sie, hinter das Geheimnis der mysteriösen App zu kommen. Als sie Matt (Jordan Calloway) kennenlernt, dessen Zeit ebenfalls abläuft, wollen beide gemeinsam ihren Todes-Countdown stoppen – zwei Tage, ein Tag, eine Stunde…
Originaltitel: Countdown
Regie: Justin Dec.
Drehbuch: Justin Dec.
Darsteller: Elizabeth Lail, Jordan Calloway, Talitha Eliana Bateman, Peter Facinelli, Dillon Lane, Tichina Arnold, Tom Segura, Lana McKissack, Anne Winters, Matt Letscher, P.J. Byrne.
Genre: Horror / Thriller
Land: USA
FSK: 16 Jahre.
Laufzeit: 91 Minuten.
Bildformat: 2.40:1 / 16:9 Widescreen (1080p).
Sprachen: Deutsch, Englisch.
Tonsystem: DTS-HD 5.1, DTS-HD 5.1
Untertitel: deutsch für Hörgeschädigte.
Extras: Trailer, Trailershow.
Vertrieb: LEONINE
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Filmbewertung: 3 von 5 Filmklappen.
Countdown gehört zu den Horrorfilmen, bei denen man ständig das Gefühl hat, vieles bereits irgendwo gesehen zu haben. Die Grundidee rund um eine Smartphone-App, die den Todeszeitpunkt ihrer Nutzer vorhersagt, besitzt zwar zunächst einen gewissen Reiz, doch der Film schöpft daraus erstaunlich wenig Eigenständiges. Tatsächlich wirkt der Verlauf über weite Strecken wie ein Sammelsurium bekannter Genreversatzstücke. Viele Handlungselemente, Wendungen und sogar einzelne Szenen erinnern stark an frühere Horrorfilme. Wer regelmäßig Genreproduktionen schaut, wird kaum überrascht werden. Dennoch wäre es unfair, den Film deshalb komplett abzuschreiben. Trotz seiner mangelnden Originalität gelingt es ihm durchaus, Spannung aufzubauen. Das liegt vor allem an der atmosphärischen Inszenierung, den gelungenen Bildern und einer Besetzung, die ihre Rollen solide erfüllt. Gerade die moderne Verknüpfung von Horror und Smartphone-Abhängigkeit trifft einen Nerv der Gegenwart.
Jedes Benachrichtigungsgeräusch und jedes plötzliche Aufleuchten eines Displays entwickelt dabei eine gewisse Bedrohlichkeit. Der Film versteht es, aus alltäglicher Technik eine Quelle von Unbehagen zu machen. Dadurch entstehen einige durchaus effektive Spannungsmomente. Weniger überzeugend fallen dagegen die viel beworbenen Jump-Scares aus. Sie sind meist früh erkennbar, folgen bekannten Mustern und werden selten dynamisch genug inszeniert, um wirklich aus dem Sitz zu reißen. Wer leicht erschrickt, wird zwar seine Momente haben, erfahrene Horrorfans dürften jedoch kaum überrascht werden. Auch die übertriebene Ernsthaftigkeit wirkt stellenweise unfreiwillig komisch. Was als tragisches Schicksal inszeniert wird, besitzt manchmal eine gewisse Absurdität, die nicht jeder Zuschauer gleichermaßen ernst nehmen wird. Gerade hier zeigt sich die Schwierigkeit vieler moderner Horrorfilme, digitale Lebenswelten glaubwürdig mit klassischem Grusel zu verbinden.
Positiv hervorzuheben bleibt allerdings das Tempo. Der Film verschwendet wenig Zeit, hält die Handlung in Bewegung und sorgt dafür, dass kaum Langeweile aufkommt. Selbst wenn viele Entwicklungen vorhersehbar sind, bleibt der Unterhaltungswert über weite Strecken erhalten. „Countdown“ ist letztlich kein origineller Horrorfilm und wird das Genre sicher nicht neu definieren. Doch dank seiner Atmosphäre, der modernen Prämisse und seines flotten Erzähltempos funktioniert er als kurzweiliger Grusel-Snack durchaus ordentlich. Die großen Schocks bleiben zwar aus, ein gewisses Unbehagen beim nächsten Smartphone-Bing kann der Film aber durchaus hinterlassen.
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Bildbewertung: 4 von 5 Fernsehern.
Das Bild mit einer sehr guten Schärfe überzeugt mit warmen aber natürlichen Farben. Der Stimmige Kontrast ist genauso hervorragend fein wie auch die Details. Sehr guter Schwarzwert!
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Tonqualität: 4 von 5 Soundboxen.
Die Soundeffekte sind gut platziert und drehen ordentlich an der Dynamik. Die Dialoge bleiben durchgehend klar verständlich. Neben den Schockmomenten hält sich der Ton ansonsten recht zurück. Mal laut und dann mal leise, das kann sich schon etwas als Störend auswirken.
Bonusbewertung: 1 von 5 Sternen.
Als Extra präsentiert die Disc lediglich den Trailer zum Film. Mager!
Abspann: Nein! Da kommt keine Szene mehr.
Zusätzliche Infos: —
Wendecover: Ja! Ist vorhanden.
EAN: —
VÖ-Kauf: 06. Juni 2020.