


Los Angeles 1989: Die ehrgeizige junge Afroamerikanerin Anna möchte unbedingt VJane werden und im Musikfernsehen durchstarten. Doch scheint sie hierfür weder das richtige Geschlecht noch die richtige Haut- oder Haarfarbe zu haben. Auf Anraten ihrer neuen Chefin unterzieht sich Anna einer speziellen Haarverlängerung und fortan geht es für sie steil bergauf. Doch die neue Karriere hat ihren Preis, denn Annas neue Haare scheinen ihr eigenes mörderisches Ziel zu verfolgen…
Originaltitel: Bad Hair
Regie: Justin Simien.
Drehbuch: Justin Simien.
Darsteller: Elle Lorraine (Sugar), James Van Der Beek (Varsity Blues), Judith Scott (Flightplan), Vanessa Williams (Ugly Betty), Kelly Rowland (Freddy vs. Jason), Jay Pharoah (Ride Along), Usher (Eine wie keine), Laverne Cox (Orange is the New Black), Lena Waithe (Ready Player One).
Genre: Komödie / Horror / Trash
Land: USA
FSK: 16 Jahre.
Laufzeit: 103 Minuten.
Bildformat: 1.85:1 / 16:9 Widescreen (1080/24p).
Sprachen: Deutsch, Englisch.
Tonsystem: DTS-HD MA 5.1, DTS-HD MA 5.1
Untertitel: deutsch.
Extras: Trailer.
Vertrieb: EuroVideo Medien GmbH
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Filmbewertung: 3 von 5 Filmklappen.
Bad Hair ist eine herrlich schräge Mischung aus Horror, Satire und schwarzer Komödie, die sich stilistisch deutlich an alte Blaxploitation- und Grindhouse-Filme anlehnt. Genau dieser Look und das bewusst überzeichnete Spiel mit Klischees verleihen dem Film seinen ganz eigenen Charme.
Dabei trägt der Film seine ungewöhnliche Idee mit voller Absicht vor sich her. Die haarige Angelegenheit wirkt oft skurril, manchmal beinahe absurd und weiß dennoch erstaunlich genau, welchen Stil sie verfolgen möchte. Nicht jede Frisur sitzt dabei perfekt, aber gerade diese Eigenwilligkeit macht den Reiz des Films aus.
Allerdings nimmt sich die Geschichte sehr viel Zeit. Über weite Strecken bewegt sich der Film eher langsam vorwärts und setzt stärker auf Atmosphäre, gesellschaftliche Untertöne und seinen speziellen Humor als auf klassischen Horror.
Erst in den letzten Minuten dreht „Bad Hair“ dann spürbar auf. Plötzlich sprießen die verrückten Ideen nur so aus allen Richtungen und der Film entwickelt eine herrlich klischeehafte, fast schon groteske Dynamik. Genau dann entfaltet sich auch der Grindhouse-Charakter am stärksten.
Besonders angenehm ist dabei, dass der Film seinen Humor nie zu plump wirken lässt. Die Ironie sitzt überwiegend gut und viele der überdrehten Momente funktionieren gerade deshalb, weil der Film sich selbst nie komplett ernst nimmt. „Bad Hair“ ist dadurch ein ungewöhnlicher, stilbewusster und angenehm verrückter Horrortrip, der vielleicht nicht immer perfekt frisiert wirkt, aber definitiv Charakter besitzt.
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Bildbewertung: 4 von 5 Fernsehern.
Die Bildqualität ist ein wenig auf Retro der 80er getrimmt, das ist nicht nur passend sondern auch ansprechend. Es sind durchgehend leichte Körnungen vorhanden, ob nun absichtlich oder nicht sind die Körnungen hier als Stilmittel zu betrachten. Dadurch wirkt auch vieles natürlich. Kräftige Farben, ein heller Kontrast, eine klare Schärfe und ein solider Schwarzwert zeigen sich überzeugend.
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Tonqualität: 4 von 5 Soundboxen.
Klare Dialoge und ein kräftiger Soundtrack erklingen sich zusätzlich stimmig. Insgesamt präsentiert sich der Ton hervorragend sauber und mit einigen netten Soundeffekten.
Bonusbewertung: 1 von 5 Sternen.
Enttäuschend ist das Bonusmaterial. Lediglich der Trailer zum Film ist vorhanden.
Abspann: Nein! Nach dem Abspann kommt nichts mehr.
Zusätzliche Infos: —
Wendecover: Ja! Ist vorhanden.
EAN: —
VÖ-Kauf: 25. Juni 2021
www.leoninedistribution.com