


Im Hinterzimmer eines Gerichts haben sich zwölf Geschworene zurückgezogen, um einen Mordprozeß zu klären. Der Fall scheint deutlich: Ein Todesurteil. Nur der Geschworene Nr. 8 plädiert auf „nicht schuldig“. Nach hitzigen Diskussionen ändert sich die Stimmverteilung langsam zugunsten des Angeklagten, aber ein Freispruch kann nur einstimmig erfolgen…
Originaltitel: 12 Angry Men
Regie: Sidney Lumet.
Drehbuch: Reginald Rose.
Darsteller: Henry Fonda (Am goldenen See), Martin Balsam (Psycho), John Fiedler (Der Marshal), Lee J. Cobb (Der Exorzist), E.G. Marshall (Nixon), Jack Klugman (Quincy), Edward Binns (The Verdict), Jack Warden (Während du schliefst), Joseph Sweeney (Preston & Preston), Ed Begley (Süßer Vogel Jugend), George Voskovec (Ein tödlicher Traum), Robert Webber (Das dreckige Dutzend).
Genre: Krimi / Drama
Land: USA
FSK: 12 Jahre.
Laufzeit: 96 Minuten.
Bildformat: 1.66:1 / 16:9 Widescreen (1920x1080p).
Sprachen: Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch, Japanisch, Polnisch, Spanisch..
Tonsystem: DTS-HD MA 1.0, DTS-HD MA 1.0
Untertitel: deutsch, englisch, chinesisch, dänisch, isländisch, schwedisch, niederländisch, uvm.
Extras: Booklet, Kinoposter, Audiokommentar, Die Entstehung, Im Geschworenenzimmer, Trailer.
Vertrieb: Filmconfect Home Entertainment GmbH (Rough Trade)
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Filmbewertung: 5 von 5 Filmklappen.
Es gibt Filme, die ein Genre prägen. Und es gibt Filme, die weit darüber hinausgehen und selbst Jahrzehnte später noch als Maßstab gelten. 12 Angry Men gehört zweifellos zur zweiten Kategorie. Kaum ein anderes Werk hat das Kammerspiel so nachhaltig beeinflusst und bewiesen, wie fesselnd Kino sein kann, ohne auf große Schauplätze, spektakuläre Effekte oder aufwendige Action zurückzugreifen. Im Laufe der Jahre entstanden zahlreiche Neuverfilmungen, Hommagen und Anspielungen auf diesen Klassiker. Besonders die spätere Verfilmung mit Jack Lemmon genießt bis heute einen hervorragenden Ruf und gehört ohne Frage zu den gelungensten Neuinterpretationen. Doch so stark diese Version auch sein mag, an das Original mit Henry Fonda reicht sie letztlich nicht heran.
Das liegt vor allem daran, dass der Film eine nahezu perfekte Balance aus Spannung, Charakterzeichnung und Dramaturgie erreicht. Die Ausgangssituation könnte dabei kaum einfacher sein: Zwölf Geschworene beraten über das Schicksal eines Angeklagten. Mehr braucht der Film nicht. Aus dieser simplen Prämisse entwickelt sich ein packendes psychologisches Duell voller Konflikte, Vorurteile, Zweifel und überraschender Wendungen. Gerade hierin liegt die eigentliche Genialität des Films. Aus einem einzigen Raum und wenigen Figuren entsteht eine Spannung, die selbst nach Jahrzehnten nichts von ihrer Wirkung verloren hat. Obwohl man heute zahlreiche Filme kennt, die sich an diesem Konzept orientiert haben, bleibt die Originalfassung erstaunlich frisch. Jede Diskussion, jede Meinungsänderung und jede neue Erkenntnis sorgt dafür, dass die Geschichte ständig in Bewegung bleibt.
Dabei ist „Die 12 Geschworenen“ weit mehr als ein Gerichtsdrama. Der Film ist eine faszinierende Studie über menschliches Verhalten. Er zeigt, wie Vorurteile entstehen, wie Gruppendruck funktioniert und wie schwierig es sein kann, gegen die Meinung einer Mehrheit aufzustehen. Diese Themen machen das Werk bis heute aktuell und zeitlos. Einen enormen Anteil daran haben die herausragenden schauspielerischen Leistungen. Nicht nur Henry Fonda liefert eine beeindruckende Vorstellung ab, sondern praktisch die gesamte Besetzung. Jeder einzelne Darsteller verleiht seiner Figur eine eigene Persönlichkeit, eigene Motive und eigene Schwächen. Dadurch wirken die Diskussionen niemals wie bloße Dialoge, sondern wie echte Auseinandersetzungen zwischen Menschen mit völlig unterschiedlichen Hintergründen.
Besonders bemerkenswert ist zudem die Inszenierung von Sidney Lumet. Obwohl sich fast der gesamte Film auf einen einzigen Raum beschränkt, entsteht niemals das Gefühl von Stillstand. Durch geschickte Kameraführung, präzises Timing und eine perfekte Kontrolle der Atmosphäre entwickelt sich eine stetig wachsende Beklemmung, die den Zuschauer immer tiefer in die Geschichte hineinzieht. „Die 12 Geschworenen“ gilt oft als die Mutter aller Kammerspiele – und völlig zu Recht. Der Film beweist eindrucksvoll, dass großartiges Kino keine spektakulären Schauwerte benötigt, sondern starke Figuren, brillante Dialoge und eine meisterhafte Inszenierung. Die Spannung ist auch heute noch außergewöhnlich, die schauspielerischen Leistungen sind durchweg brillant und die Themen besitzen nach wie vor enorme Relevanz. Ein Meisterwerk, das seinen legendären Ruf nicht nur verdient hat, sondern ihn bis heute immer wieder aufs Neue bestätigt.
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Bildbewertung: 4 von 5 Fernsehern.
Bildfehler gibt es keine. Das Bild hat eine sehr Plastizität dank vollständiger Filmkörnung und auch der Schwarzwert überzeugt. Eine wahrlich schöne Schärfe.
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Tonqualität: 4 von 5 Soundboxen.
Ein präziser Klang mit klaren Dialogen, da nimmt man leichte Rauschstörungen im Hintergrund gerne im Kauf. Ein stimmiger Sound der trotz ohne Bass eine packende Atmosphäre liefert.
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Bonusbewertung: 3 von 5 Sternen.
Durchgehend interessantes Bonusmaterial mit sehr guten Laufzeiten.
Abspann: Nein! Da kommt nichts mehr.
Zusätzliche Infos: —
Wendecover: Ja! Ist vorhanden.
EAN: —
VÖ-Kauf: 20. Dezember 2017
www.fche.tv