


Am Fuße der Brücke wird eine zu Tode gesteinigte Frau gefunden. Es handelt sich um Margrethe Thormod, die Generaldirektorin der Migrationsagentur in Kopenhagen, die kürzlich in den Skandal um eine Deportation verwickelt war. Gemeinsam mit seinem dänischen Kollegen, Jonas Mandrup, nimmt Henrik Sabroe eine Aktivistengruppe namens Roter Oktober ins Visier. Aber gibt es einen noch düstereren Plan aufzudecken? Auch privat steht Henrik vor großen Herausforderungen: Noch immer sucht er verzweifelt nach seinen Kindern, und er vermisst seine Kollegin und Freundin Saga Norén, die wegen des Mordes an ihrer Mutter verhaftet wurde. Kann sie ihm dennoch helfen, den neuen Fall zu lösen?
Originaltitel: Bron/Broen
Regie: Henrik Georgsson.
Drehbuch: Hans Rosenfeldt, Camilla Ahlgren.
Darsteller: Sofia Helin (Snowman), Thure Lindhardt (Illuminati), Mikael Birkkjær, Sarah Boberg, Maria Kulle, Julie Carlsen, Anders Mossling, Alexander Behrang Keshtkar, Lars Ranthe.
Genre: Krimi / Serie / Thriller
Land: Schweden / Dänemark / Deutschland
FSK: 16 Jahre.
Laufzeit: 464 Minuten.
Bildformat: 1.78:1 / 16:9 Widescreen (1920x1080p).
Sprachen: Deutsch, Englisch.
Tonsystem: DTS-HD MA 5.1, DTS-HD MA 5.1
Untertitel: deutsch.
Extras: Featurette, Trailer.
Vertrieb: EDEL
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Filmbewertung: 5 von 5 Filmklappen.
Irgendwann erreicht jede große Geschichte ihren Schlusspunkt. Die entscheidende Frage ist nur, ob sie den richtigen Zeitpunkt findet. Viele erfolgreiche Serien laufen deutlich länger als nötig und verlieren dabei nach und nach ihre ursprüngliche Stärke. Bron/Broen gehört erfreulicherweise nicht dazu. Mit der vierten Staffel beweisen die Macher eindrucksvoll, dass sie genau wissen, wann eine Geschichte auserzählt ist – und wie man ihr einen würdigen Abschluss verleiht. Auch wenn das Ende einer solch außergewöhnlichen Serie durchaus Wehmut auslöst, fühlt sich die Entscheidung richtig an. Schließlich hat „Die Brücke“ bereits seit ihrer ersten Staffel einen festen Platz im Herzen vieler Zuschauer eingenommen. Was einst als ungewöhnlicher Kriminalfall zwischen zwei Ländern begann, entwickelte sich zu einer der besten und prägendsten europäischen Krimiserien überhaupt.
Dabei zeigt die finale Staffel noch einmal all jene Qualitäten, die die Reihe über Jahre hinweg ausgezeichnet haben. Der Fall selbst ist hervorragend konstruiert und entfaltet von Beginn an eine starke Spannung. Wie schon in den besten Momenten der Serie lebt die Handlung von ihren überraschenden Wendungen, falschen Fährten und jener ständigen Unsicherheit, die den Zuschauer zum Miträtseln einlädt. Immer wieder gelingt es der Geschichte, Erwartungen zu unterlaufen und neue Perspektiven zu eröffnen. Besonders erfreulich ist die Rückkehr des unverwechselbaren Humors, der die Serie seit jeher begleitet hat. Gerade die Figur Saga Norén sorgte mit ihrer direkten, kompromisslosen Art immer wieder für Momente, die gleichzeitig komisch und liebenswert waren. Auch in der letzten Staffel fehlt dieser besondere Charme nicht. Die Serie verliert trotz ihrer oft düsteren Themen niemals völlig ihren feinen, trockenen Humor.
Natürlich steht erneut Saga Norén im Mittelpunkt. Sie bleibt das Herzstück der Serie und eine der außergewöhnlichsten Figuren, die das Krimigenre hervorgebracht hat. Besonders bemerkenswert ist, dass die Autoren nicht versuchen, ihre Persönlichkeit künstlich zu verändern oder ihr plötzlich Eigenschaften aufzudrängen, die nicht zu ihr passen würden. Saga bleibt Saga – genau deshalb funktioniert die Figur auch bis zum Schluss so hervorragend. Die Serie bleibt sich dabei insgesamt erstaunlich treu. Statt krampfhaft größer, spektakulärer oder dramatischer werden zu wollen, konzentriert sich die vierte Staffel auf das, was „Die Brücke“ immer ausgezeichnet hat: starke Charaktere, intelligente Kriminalfälle und eine Atmosphäre, die gleichermaßen melancholisch wie fesselnd wirkt.
Auch das Finale selbst überzeugt. Es versucht nicht, um jeden Preis zu schockieren oder die Zuschauer mit künstlichen Überraschungen zu überrumpeln. Stattdessen fügt es sich organisch in die Entwicklung der vorherigen Staffeln ein und fühlt sich wie eine konsequente Fortsetzung dessen an, was die Serie über Jahre hinweg erzählt hat. Gerade deshalb wirkt das Ende so stimmig und befriedigend. „Die Brücke – Das Finale“ zeigt eindrucksvoll, wie man eine erfolgreiche Serie würdevoll verabschiedet. Die vierte Staffel verbindet einen ausgezeichneten Kriminalfall mit Spannung, Emotionen und dem unverwechselbaren Humor, der die Reihe so besonders gemacht hat. Gleichzeitig bleibt sie ihren Figuren und ihrer eigenen Identität treu. Ein Abschied, bei dem durchaus die eine oder andere Träne fließen kann – aber vor allem ein Beweis dafür, dass manche Serien wissen, wann sie aufhören müssen. Und genau deshalb bleiben sie unvergessen.
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Bildbewertung: 4 von 5 Fernsehern.
So ganz von HD kann man hier leider nicht sprechen, denn dafür mangelt es dem Bild bei allen Folgen etwas an Details. Eher vergleichbar mit einer Standard-DVD-Veröffentlichung. Schärfe und Kontrast sind aber ausgezeichnet.
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Tonqualität: 4 von 5 Soundboxen.
Der Sound präsentiert sich dynamisch und auf hervorragendem TV-Niveau, doch leider auch recht frontlastig. Sehr sauber aber eben nichts Besonderes.
Bonusbewertung: 1 von 5 Sternen.
Zum Abschied hätte an ruhig noch mal ordentlich krachen lassen, doch als zusätzliches Extra gibt es nur Interviews.
Abspann: Nein! Da kommt keine Szene mehr.
Zusätzliche Infos: —-
Wendecover: Ja! Ist vorhanden.
EAN: —
VÖ-Kauf: 07. Dezember 2018