


Adam und Allison waren seit dem College acht Jahre lang das Traumpaar. Doch keine zwei Jahre nach dem Ende ihrer Beziehung erreicht Adam die Einladung zu Allisons Hochzeit mit ihrem Neuen Aaron. Obwohl er nie über sie hinweg gekommen ist, entscheidet Adam sich, die Einladung anzunehmen und in seine Heimat San Francisco zurückzukehren. Er will nicht nur allen anderen sondern vor allem auch sich selbst beweisen, dass er sich wirklich für sie freut. Aber schnell muss er herausfinden, dass die Hochzeit der immer noch geliebten Ex nicht gerade der beste Ort für jemanden mit gebrochenem Herzen ist…
Originaltitel: Literally, Right Before Aaron
Regie: Ryan Eggold.
Drehbuch: Ryan Eggold.
Darsteller: Justin Long (Jeepers Creepers), Cobie Smulders (Avengers), Lea Thompson (Caroline in the City), Peter Gallagher (Während du schliefst), John Cho (American Pie), Ryan Hansen (2 Broke Girls), Dana Delany, Charlyne Yi, Briga Heelan.
Genre: Komödie / Drama
Land: USA
FSK: 6 Jahre.
Laufzeit: 102 Minuten.
Bildformat: 1.78:1 / 16:9 Widescreen (1920x1080p).
Sprachen: Deutsch, Englisch.
Tonsystem: Dolby Digital 2.0, Dolby Digital 2.0
Untertitel: –
Extras: keine.
Vertrieb: OneGate Media GmbH.
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Filmbewertung: 2 von 5 Filmklappen.
Manchmal genügt bereits ein Blick auf die Besetzung, um die Erwartungen in die Höhe zu treiben. Genau so verhält es sich bei Literally, Right Before Aaron. Mit bekannten Gesichtern und einer vielversprechenden Ausgangssituation scheint zunächst alles für eine intelligente romantische Komödie oder ein ungewöhnliches Beziehungsdrama vorbereitet zu sein. Umso größer fällt letztlich die Enttäuschung aus. Die Grundidee besitzt durchaus Potenzial. Ein Mann wird zur Hochzeit seiner Ex-Freundin eingeladen und muss sich mit seiner Vergangenheit, seinen Gefühlen und den Entscheidungen seines Lebens auseinandersetzen. Aus dieser Prämisse hätte sich eine emotionale, humorvolle oder sogar bitter-süße Geschichte entwickeln können. Leider gelingt dem Film kaum etwas davon.
Das größte Problem sind die Figuren. Statt nachvollziehbarer Charaktere begegnet man hier Menschen, deren Verhalten oft schwer verständlich wirkt. Viele Entscheidungen erscheinen fragwürdig, manche Dialoge wirken befremdlich und mit zunehmender Laufzeit fällt es immer schwerer, echte Sympathie für die Beteiligten zu entwickeln. Gerade bei einem Film, der fast ausschließlich von zwischenmenschlichen Beziehungen lebt, ist das ein erheblicher Nachteil. Hinzu kommt, dass sich die Handlung erstaunlich lange zieht. Obwohl der Film keine außergewöhnliche Laufzeit besitzt, entsteht immer wieder das Gefühl, auf der Stelle zu treten. Viele Szenen wiederholen ähnliche Gedanken und Situationen, ohne neue Impulse zu setzen. Dadurch verliert die Geschichte zunehmend an Dynamik und wirkt oft deutlich länger, als sie tatsächlich ist.
Besonders problematisch erscheint jedoch das zentrale Thema selbst. Während der Film offensichtlich versucht, eine komplizierte emotionale Situation zu beleuchten, hinterlässt er gleichzeitig einen unangenehmen Beigeschmack. Immer wieder stellt sich die Frage, wo in diesem Beziehungsgeflecht eigentlich Anstand, Respekt und Rücksichtnahme geblieben sind. Statt Mitgefühl oder Verständnis hervorzurufen, sorgt das Verhalten vieler Figuren eher für Kopfschütteln. Gerade dadurch fällt es schwer, emotional mitzugehen. Die Konflikte wirken weniger tragisch als vielmehr selbst verursacht, wodurch viele dramatische Momente ihre Wirkung verlieren. Was als nachdenkliche Auseinandersetzung mit Liebe, Verlust und Loslassen gedacht sein mag, entwickelt sich stattdessen oft zu einem unerquicklich wirkenden Beziehungsspiel.
Dabei ist die Besetzung keineswegs das Problem. Die Darsteller bemühen sich sichtbar, ihren Figuren Leben einzuhauchen, und liefern durchaus solide Leistungen ab. Doch selbst gute Schauspieler können ein Drehbuch nicht vollständig retten, wenn die Figurenzeichnung und die Dramaturgie nicht überzeugen. Auch der Humor bleibt über weite Strecken überraschend zurückhaltend. Für eine romantische Komödie fehlt es an Leichtigkeit und Charme, für ein ernstes Drama wiederum an emotionaler Tiefe. Dadurch bewegt sich der Film ständig zwischen verschiedenen Tonlagen, ohne jemals wirklich die passende Balance zu finden. „Die Hochzeit meiner Ex“ besitzt eine interessante Ausgangsidee und eine starke Besetzung, macht daraus jedoch deutlich weniger, als möglich gewesen wäre. Unsympathische Figuren, ein zäher Erzählfluss und fragwürdige zwischenmenschliche Dynamiken sorgen dafür, dass die Geschichte ihr Ziel nur selten erreicht. Was als bittersüße Betrachtung einer vergangenen Liebe beginnt, entwickelt sich zunehmend zu einem traurigen Beziehungsspiel, bei dem man sich am Ende eher fragt, warum man überhaupt eingeladen wurde. Ein Ja-Wort erhält dieser Film daher leider nicht.
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Bildbewertung: 4 von 5 Fernsehern.
Ein etwas zu greller Kontrast, dazu eine recht schwache Farbwiedergabe. Doch das Bild überzeugt mit einer sehr klaren Schärfe und soliden Schwarzwert.
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Tonqualität: 4 von 5 Soundboxen.
Die Synchronstimmen sind den Darstellern zugeordnet bekannt und sind hier sauber und dynamisch abgemischt. Doch der Sound präsentiert sich recht frontlastig und erklingt daher enttäuschend.
Bonusbewertung: 0 von 5 Sternen.
Zusätzliches Bonusmaterial zum Film sucht mal hier leider vergebens.
Abspann: Nein! Da kommt keine Szene mehr.
Zusätzliche Infos: —-
Wendecover: Ja! Ist vorhanden.
EAN: 4052912971646
VÖ-Kauf: 10. Mai 2019.
www.onegate.de