


Madrid, Sommer 2011. Die Wirtschaftskrise, politische Unruhen und Proteste prägen das Bild der spanischen Hauptstadt. Gerade jetzt droht der Polizei weiteres Konfliktpotential, denn anderthalb Millionen Pilger, die auf die Ankunft des Papstes warten, versammeln sich in der Metropole. Das Chaos scheint vorprogrammiert und extreme Temperaturen tun ihr Übriges. Vor diesem prekären Hintergrund müssen die Ermittler Velarde (Antonio de la Torre) und Alfaro (Roberto Álamo) so schnell und vertraulich wie möglich einen Serienkiller stoppen, denn die Öffentlichkeit soll von diesen Vorfällen nichts erfahren. Die intensive Jagd auf den Mörder hat äußerste Priorität, während die Uhr unerbittlich tickt. Können sie den Killer vor der Ankunft des Pontifex überführen und die Mordserie stoppen? Ein spannender Wettlauf gegen die Zeit beginnt.
Originaltitel: Que Dios nos perdone
Regie: Rodrigo Sorogoyen.
Drehbuch: Isabel Pena, Rodrigo Sorogoyen.
Darsteller: Antonio de la Torre, Roberto Álamo, Javier Pereiram Luis Zahera, Paúl Prieto, María de Nati, Mónica López, María Ballesteros.
Genre: Krimi / Thriller / Drama
Land: Spanien.
FSK: 16 Jahre.
Laufzeit: 116 Minuten.
Bildformat: 2.39:1 / 16:9 Widescreen (1080p).
Sprachen: Deutsch, Spanisch.
Tonsystem: DTS-HD MA 5.1, DTS-HD MA 5.1
Untertitel: deutsch.
Extras: Trailer, Trailershow.
Vertrieb: Alive – Vertrieb und Marketing/DVD
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Filmbewertung: 3 von 5 Filmklappen.
Der spanische Thriller Que Dios nos perdone bringt eigentlich viele Zutaten mit, die Freunde düsterer Kriminalfilme sofort ansprechen dürften. Eine Mordserie, zwei sehr unterschiedliche Ermittler, eine bedrückende Atmosphäre und eine Großstadt, die selbst beinahe zur eigenen Figur wird. Die Voraussetzungen für einen packenden Thriller sind also durchaus vorhanden. Tatsächlich gelingt es dem Film auch immer wieder, eine unangenehme und beklemmende Stimmung aufzubauen. Das sommerlich heiße Madrid wirkt hier alles andere als einladend. Die Stadt erscheint angespannt, unruhig und voller unterschwelliger Aggressionen. Gerade diese Atmosphäre gehört zu den größten Stärken des Films und verleiht der Handlung ihren ganz eigenen Charakter. Auch die Besetzung macht ihre Sache ausgesprochen gut. Die Hauptdarsteller tragen den Film mit glaubwürdigen und vielschichtigen Leistungen. Besonders die Dynamik zwischen den beiden Ermittlern sorgt immer wieder für interessante Momente. Ihre persönlichen Konflikte und Eigenheiten verleihen den Figuren eine gewisse Tiefe, die über das übliche Thriller-Einerlei hinausgeht.
Doch genau hier beginnt auch das Problem. Denn obwohl die Darsteller überzeugen und die Grundstimmung stimmt, entwickelt die eigentliche Geschichte nur selten jene Spannung, die man von einem Thriller dieser Art erwartet. Immer wieder scheint der Film kurz davor zu sein, richtig Fahrt aufzunehmen, nur um sich anschließend erneut in Nebenschauplätzen und zusätzlichen Handlungssträngen zu verlieren. Gerade diese Nebenstränge bremsen den Verlauf immer wieder aus. Statt die Ermittlungen konsequent voranzutreiben, verzettelt sich die Geschichte in zahlreichen Details, die zwar teilweise interessante Einblicke in die Figuren liefern, den eigentlichen Spannungsbogen jedoch spürbar verlangsamen. Dadurch entsteht über weite Strecken ein eher schleppendes Erzähltempo. Hinzu kommt die vergleichsweise lange Laufzeit, die dem Film nicht immer guttut. Viele Szenen wirken unnötig ausgedehnt, obwohl die zentrale Geschichte auch deutlich kompakter hätte erzählt werden können. Hier zeigt sich deutlich, dass weniger manchmal tatsächlich mehr gewesen wäre. Mit einer strafferen Inszenierung hätte der Thriller vermutlich deutlich stärker gewirkt.
Dabei ist es keineswegs so, dass der Film schlecht wäre. Im Gegenteil: Handwerklich bewegt sich „Die Morde von Madrid“ auf einem soliden Niveau, die Atmosphäre funktioniert und die Darsteller liefern überzeugende Leistungen ab. Nur reicht das letztlich nicht aus, um über die erzählerischen Schwächen hinwegzutäuschen. Gerade im Thriller-Genre ist Spannung oft das entscheidende Element. Wenn diese jedoch nur sporadisch aufkommt, entsteht schnell das Gefühl, dass die Geschichte auf der Stelle tritt. Genau das passiert hier leider immer wieder. Die Ermittlungen bleiben interessant, aber selten wirklich fesselnd. So bleibt „Die Morde von Madrid“ ein durchaus ordentlicher spanischer Thriller mit einer starken Besetzung, einer gelungenen Atmosphäre und einigen interessanten Ansätzen. Die überlange Erzählweise, die zahlreichen Nebenstränge und das mangelnde Tempo verhindern jedoch, dass der Film sein volles Potenzial entfaltet. Manchmal reicht eben selbst eine ausgezeichnete Besetzung nicht aus, um vollständig zu überzeugen. Durchschnittlich, aber keineswegs schlecht.
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Bildbewertung: 4 von 5 Fernsehern.
Ein stimmiger Kontrast, passend etwas blasse Farben und eine gestochen klare Schärfe. Der Schwarzwert präsentiert sich ordentlich satt.
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Tonqualität: 4 von 5 Soundboxen.
Überwiegend punktet der Ton durch seine Dynamik bei den Dialogen, doch auch die Verfolgungsjagden durch Madrid erklingen überzeugend kräftig. Atmosphäre ist gegeben und wirkt sogar oft eindringlich.
Bonusbewertung: 1 von 5 Sternen.
Zusätzliches Bonusmaterial hätten den Film etwas besser abrunden können, doch auch hier wird man enttäuscht.
Abspann: Nein! Da kommt nichts mehr.
Zusätzliche Infos: —
Wendecover: Ja! Ist vorhanden.
EAN: 4042564183702
VÖ-Kauf: 27. April 2018.
www.indeedfilm.de