


Johanna ist Polizistin aus Leidenschaft. Dabei schießt sie gerne übers Ziel hinaus. Sie verhaftet Parksünder, ringt verängstigte Opfer nieder und hilft auch mal Bankräubern, die Beute im Auto zu verstauen. Johanna ist ein Alptraum und besessen von dem Wunsch, zu den Supercops der Elite-Einheit RAID zu gehören. Um ihren Traum mit Realität zu kurieren, verschafft ihr der Innenminister-Papa eine Probezeit bei der RAID. Übermotiviert und mit geballter Tollpatschigkeit wirft sich Johanna auf ihre neue Aufgabe. Die Terror-Gang des berüchtigten „Leopard“ soll endlich unschädlich gemacht werden. Doch mit Johanna in ihren Reihen muss die RAID so einen Einsatz erstmal überleben…
Originaltitel: Raid dingue
Regie: Dany Boon.
Drehbuch: Dany Boon.
Darsteller: Alice Pol, Dany Boon, Michel Blanc, Yvan Attal, Sabine Azéma, Patrick Mille, Florent Peyre.
Genre: Komödie/Action
Land: Frankreich/Belgien
FSK: 12 Jahre.
Laufzeit: 107 Minuten.
Bildformat: 2.35:1 / 16:9 Widescreen (1080p/24fps).
Sprachen: Deutsch, Französisch.
Tonsystem: DTS-HD 5.1, DTS-HD 5.1
Untertitel: deutsch.
Extras: Interviews, Bloopers, B-Roll, Teaser, diverse Trailer.
Vertrieb: Ascot Elite Home Entertainment
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Filmbewertung: 3 von 5 Filmklappen.
Französische Komödien sind oft für ihren ganz eigenen Humor bekannt. Mal charmant, mal herrlich schräg und gelegentlich vollkommen überdreht. Raid Dingue entscheidet sich eindeutig für die letzte Variante und legt bereits in den ersten Minuten ein Tempo vor, das kaum Zeit zum Durchatmen lässt. Zu Beginn wirkt der Film wie eine vollkommen verrückte Mischung aus Actionfilm, Slapstick und Parodie. Die Gags sind bewusst überzogen, die Figuren karikaturhaft angelegt und viele Situationen bewegen sich weit jenseits jeder Glaubwürdigkeit. Anfangs besitzt diese überdrehte Herangehensweise durchaus ihren Reiz. Man erwartet eine kompromisslos durchgeknallte Komödie, die ihre verrückte Idee konsequent bis zum Ende durchzieht.
Leider verliert sich dieser Eindruck jedoch recht schnell. Nach etwa zwanzig Minuten beginnt der Film spürbar an Schwung einzubüßen. Viele der anfänglich bewusst absurden Einfälle wiederholen sich oder werden lediglich variiert, ohne neue Impulse zu liefern. Dadurch entsteht zunehmend das Gefühl, dass den Machern die wirklich guten Ideen bereits früh ausgegangen sind. Das größte Problem liegt dabei im Humor. Die Komödie setzt fast ausschließlich auf Überzeichnung und Albernheiten. Das kann kurzfristig durchaus funktionieren, doch auf Dauer fehlt die nötige Abwechslung. Viele Gags wirken eher laut als wirklich clever und verlieren dadurch schnell ihre Wirkung. Was anfangs noch herrlich bescheuert erscheint, wird später zunehmend vorhersehbar. Hinzu kommt eine Geschichte, die kaum Überraschungen bereithält. Der Verlauf folgt weitgehend bekannten Mustern und entwickelt sich genau in die Richtung, die man bereits früh erwartet. Dadurch entsteht nur selten echte Spannung, weder auf komödiantischer noch auf erzählerischer Ebene.
Interessanterweise scheint der Film seine Schwächen selbst zu erkennen und verlagert den Fokus gegen Ende zunehmend auf Action. Plötzlich dominieren Explosionen, Verfolgungsjagden und spektakuläre Schauwerte das Geschehen. Hier wird ordentlich aufgefahren, teilweise sogar deutlich mehr, als man von einer französischen Komödie erwarten würde. Das Finale präsentiert sich regelrecht pompös und setzt auf möglichst viel Feuerwerk. Wer auf große Actionmomente steht, dürfte daran durchaus Gefallen finden. Zuschauer mit einer Vorliebe für historische Architektur oder barocke Prachtbauten könnten bei manchen Szenen allerdings leicht zusammenzucken. Handwerklich ist das alles solide umgesetzt, doch auch die Action kann letztlich nicht vollständig darüber hinwegtäuschen, dass die Geschichte und der Humor über weite Strecken eher durchschnittlich bleiben. Es fehlt jener besondere Einfall oder die kreative Verrücktheit, die aus einer guten Komödie eine wirklich erinnerungswürdige machen würde. So bleibt „Die Super-Cops“ eine durchaus unterhaltsame, aber letztlich recht gewöhnliche französische Komödie. Der Film beginnt mit viel Chaos und Energie, verliert jedoch früh an Originalität und rettet sich schließlich mit einem actionreichen Finale über die Ziellinie. Nicht katastrophal, nicht besonders gelungen – einfach durchschnittlich. Und leider auch nur durchschnittlich komisch.
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Bildbewertung: 4 von 5 Fernsehern.
Super-Bild dank eines hellen Kontrasts, kräftige Farben, einer glasklaren Schärfe und feinen Details.
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Tonqualität: 4 von 5 Soundboxen.
Auch der Ton ist super-gut durch seinen leichten Raumklang und der exquisiten Dynamik.
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Bonusbewertung: 2 von 5 Sternen.
Standardextras, diese sind nicht sehr komisch!
Abspann: Nein. Nach dem Abspann kommt nichts mehr.
Zusätzliche Infos: –
Wendecover: Ja! Vorhanden.
EAN: 889854370091
VÖ-Kauf: 24. November 2017
www.ascot-elite.de