


David, Tom und Graham wollten eigentlich in Down Under den Junggesellenabschied ihres besten Kumpels Luke feiern, doch der Bräutigam in spe kommt dabei versehentlich ums Leben. Nun müssen die drei Freunde zusehen, dass sie den Leichnam vom australischen Outback nach London für die Beerdigung zurück bekommen. Die Mission wird nicht leichter, als die Freunde von Lukes verrückten Cousin Henry bedroht werden: Er droht mit emotionalen und körperlichen Konsequenzen, wenn sie die Leiche nicht pünktlich zurück bringen. Das Chaos ist quasi vorprogrammiert: Das Flugzeug auf dem Weg nach London muss im australischen Outback notlanden. Die gestrandeten Freunde müssen sich nun auf eigene Faust quer durch den australischen Busch schlagen und treffen dabei auf allerhand widrige Umstände und skurrile Herausforderungen…
Originaltitel: A Few Less Men
Regie: Mark Lamprell.
Drehbuch: Dean Craig.
Darsteller: Xavier Samuel (Bait 3D – Haie im Supermarkt), Dacre Montgomery (Stranger Things), Kris Marshall (Die vier Federn), Ryan Corr (Wolf Creek 2), Kevin Bishop (Muppets – Die Schatzinsel), Deborah Mailman, Shane Jacobson, Sacha Horler, Liam Graham.
Genre: Komödie
Land: Australien
FSK: 12 Jahre.
Laufzeit: 93 Minuten.
Bildformat: 2.40::1 / 16:9 Widescreen (1080p/24).
Sprachen: Deutsch, Englisch.
Tonsystem: DTS-HD MA 5.1, DTS-HD MA 5.1
Untertitel: deutsch.
Extras: Trailershow.
Vertrieb: LEONINE
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Filmbewertung: 2 von 5 Filmklappen.
Fortsetzungen stehen oft vor einem einfachen Problem: Sie müssen entweder größer, verrückter oder origineller sein als ihr Vorgänger. A Few Less Men versucht vor allem den ersten Weg einzuschlagen und setzt auf noch mehr Chaos, noch mehr Peinlichkeiten und noch mehr Katastrophen. Leider zeigt sich dabei recht schnell, dass mehr nicht automatisch besser bedeutet. Zunächst knüpft der Film direkt an die Ereignisse des ersten Teils an. Das klingt auf dem Papier nach einer guten Idee, wirft jedoch bereits zu Beginn einige Fragen auf. Wer den Vorgänger gesehen hat, dürfte sich zunächst wundern, warum bestimmte Figuren oder Konsequenzen der vorherigen Geschichte kaum eine Rolle spielen. Gerade nach dem Ende des ersten Films wirkt der Einstieg deshalb etwas konstruiert und wenig überzeugend.
Ist diese Hürde erst einmal genommen, geht es nahtlos ins nächste Chaos. Die Handlung reiht eine absurde Situation an die nächste und verlässt sich dabei fast ausschließlich auf Missgeschicke, Peinlichkeiten und vollkommen überzogene Zufälle. Anfangs besitzt das durchaus noch einen gewissen Unterhaltungswert, doch mit zunehmender Laufzeit wird deutlich, dass viele Ideen bereits im ersten Film verwendet wurden. Genau hier liegt das größte Problem der Fortsetzung. Zahlreiche Gags wirken wie Variationen bereits bekannter Einfälle. Was schon im Vorgänger nicht immer zündete, wird hier erneut aufgegriffen und teilweise noch weiter überdreht. Dadurch entsteht schnell das Gefühl, dass sich die Komödie zu oft auf Altbewährtes verlässt, anstatt neue Wege zu gehen. Besonders der Humor wird dabei zur Geschmacksfrage. Wer subtilen Witz oder clevere Dialogkomik erwartet, wird vermutlich enttäuscht. Stattdessen setzt der Film auf möglichst derbe, geschmacklose und bewusst alberne Situationen. Für manche Zuschauer mag genau das den Reiz ausmachen, andere werden sich hingegen fragen, ob diese Art von Humor tatsächlich einen ganzen Film tragen kann.
Dennoch wäre es unfair zu behaupten, der Film hätte gar keine Zielgruppe. Freunde von schwarzem Humor, chaotischen Roadtrip-Komödien und völlig hemmungslos überzeichneten Situationen dürften durchaus ihren Spaß haben. Der Film kennt keinerlei Zurückhaltung und wirft sich mit voller Wucht in jede noch so absurde Idee. Problematisch bleibt jedoch, dass die Figurenentwicklung nahezu stillsteht und die Geschichte selten mehr bietet als den nächsten peinlichen Zwischenfall. Dadurch fehlt dem Film jener frische Funke, der aus einer gelungenen Fortsetzung mehr macht als eine bloße Wiederholung bekannter Muster. Immerhin bleibt das Tempo hoch. Langeweile kommt selten auf, weil ständig irgendetwas schiefläuft. Nur bedeutet permanente Bewegung eben nicht automatisch, dass die Handlung auch interessanter wird. So hinterlässt „Die Trauzeugen – Australien sehen und sterben“ letztlich einen zwiespältigen Eindruck. Die Fortsetzung liefert genau das, was Fans des ersten Films erwarten könnten: Chaos, Katastrophen und jede Menge geschmacklosen Humor. Gleichzeitig fehlt es jedoch an neuen Ideen, originellen Gags und einer überzeugenden Weiterentwicklung der Geschichte. Wer bereits mit dem Vorgänger nur bedingt etwas anfangen konnte, wird hier kaum seine Meinung ändern. Wer dagegen auf völlig überdrehten, derben Humor steht, dürfte auch diesmal auf seine Kosten kommen. Zwei filmische Abstürze sind hier jedenfalls garantiert – und das Ende lässt durchaus vermuten, dass die Chaosmacher ihre Reise vielleicht noch nicht beendet haben. Hoffentlich heißt es dann nicht tatsächlich: Aller guten Dinge sind drei.
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Bildbewertung: 4 von 5 Fernsehern.
Neben hervorragenden Details brillieren beim Bild eine glasklare Schärfe, ein sehr heller Kontrast, kräftige Farben und ein ausreichend kräftiger Schwarzwert.
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Tonqualität: 4 von 5 Soundboxen.
Viel zu wenige gute Gags die nicht einmal mit einigen guten Soundeffekten unterstützt werden. Der Fokus wurde hier auf die Dialoge gerichtet, die erklingen dynamisch und sauber. Frontlastig ist dieser aber deswegen gleich nicht. Einfach standardmäßiger Ton.
Bonusbewertung: 1 von 5 Sternen.
Trailer zum Film. Mehr nicht!
Abspann: Ja! Nach dem Abspann kommen noch einige Outtakes.
Zusätzliche Infos: –
Wendecover: Ja! Vorhanden.
EAN: 889854918491
VÖ-Kauf: 05. Januar 2018
www.leoninedistribution.com