


Der erfolgreiche und gutsituierte Architekt Paul Kersey lebt mit seiner Familie in New York. Bei einem Überfall in ihrer Wohnung wird Kerseys Frau von jugendlichen Kriminellen getötet. Seine Tochter überlebt das brutale Verbrechen, hat allerdings ein schweres, unheilbares Trauma erlitten und wird völlig apathisch in eine Nervenklinik eingewiesen. Angesichts der Hilflosigkeit der Polizei bei der Aufklärung des Falles wächst bei dem eingefleischten Pazifisten der Wunsch nach Rache. Als er eines Tages selbst Opfer eines Überfalls wird, macht er in Notwehr von seiner Waffe Gebrauch – für ihn ein Schlüsselerlebnis: Als selbsternannter Rächer geht Kersey von diesem Moment an mit aller Härte gegen New Yorks Verbrecher vor und bringt jeden um, der ihm vor die Waffe kommt. Innerhalb kurzer Zeit geht auch tatsächlich die Kriminalitätsrate zurück und der unbekannte ‚Vigilante‘ wird von den Medien und Bürgern als Held gefeiert. Eines Tages aber kommt die Polizei Kersey auf die Schliche…
Originaltitel: Death Wish
Regie: Michael Winner.
Drehbuch: Wendell Mayes.
Darsteller: Charles Bronson (Gesprengte Ketten), Hope Lange (Nightmare 2 – Die Rache), Vincent Gardenia, Steven Keats, William Redfield, Stuart Margolin, Stephen Elliott, Kathleen Tolan, Jack Wallace.
Genre: Action / Krimi / Drama / Thriller
Land: USA
FSK: 16 Jahre.
Laufzeit: 94 Minuten.
Bildformat: 1.78:1 / 16:9 Widescreen (1920x1080p).
Sprachen: Deutsch, Englisch.
Tonsystem: DTS-HD MA 2.0 Mono, DTS-HD MA 2.0 Mono
Untertitel: deutsch.
Extras: Trailer, Trailershow.
Vertrieb: STUDIOCANAL
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Filmbewertung: 4 von 5 Filmklappen.
Manche Filme prägen ein ganzes Genre, und Death Wish gehört zweifellos dazu. Was heute als klassischer Selbstjustiz- oder Rachefilm bekannt ist, erhielt hier einen seiner prägendsten Vertreter. Nicht umsonst gilt der Film für viele als der Vater zahlloser Vergeltungsthriller, die in den folgenden Jahrzehnten entstehen sollten. Im Mittelpunkt steht die ikonische Darstellung von Charles Bronson, dessen zurückhaltende und zugleich entschlossene Präsenz den gesamten Film trägt. Bronson braucht keine großen Monologe oder spektakulären Ausbrüche, um Wirkung zu erzielen. Gerade seine nüchterne Art verleiht der Figur ihre besondere Glaubwürdigkeit. Eine der größten Stärken des Films ist sein ruhiger Aufbau. Die Geschichte nimmt sich Zeit, ihre Figuren und deren Schicksale zu entwickeln. Dadurch entfalten die späteren Ereignisse eine deutlich stärkere Wirkung. Die Spannung entsteht nicht durch permanente Action, sondern wächst langsam und kontinuierlich, bis sie den Zuschauer vollständig in ihren Bann zieht.
Gerade diese Schnörkellosigkeit macht den Reiz des Films aus. Die Inszenierung konzentriert sich auf das Wesentliche und verzichtet auf unnötigen Ballast. Dadurch wirkt vieles auch heute noch erstaunlich zeitlos. Obwohl der Film fest in den 1970er-Jahren verwurzelt ist, hat er nichts von seiner Intensität verloren. Dabei lebt „Ein Mann sieht rot“ nicht nur von seiner spannenden Handlung, sondern auch von den moralischen Fragen, die er aufwirft. Die Diskussion über Selbstjustiz und persönliche Vergeltung sorgt bis heute für unterschiedliche Sichtweisen und macht den Film weit interessanter als einen gewöhnlichen Actionthriller. Besonders gelungen fällt zudem das Finale aus. Ohne zu viel vorwegzunehmen gelingt dem Film ein Abschluss, der konsequent, wirkungsvoll und lange im Gedächtnis bleibt. Genau solche Enden tragen dazu bei, warum der Film über Jahrzehnte hinweg Kultstatus erlangen konnte. Auch nach vielen Jahren besitzt „Ein Mann sieht rot“ noch dieselbe Faszination wie bei seiner Erstveröffentlichung. Ein spannender, kompromissloser und hervorragend gespielter Thriller, der den Grundstein für ein ganzes Filmgenre legte. Ein echter Kult-Klassiker und ein Pflichtfilm für Freunde des klassischen Spannungskinos. Hoffentlich finden auch die späteren Fortsetzungen weiterhin ihren Weg zu neuen Veröffentlichungen, denn auch sie besitzen für viele Fans einen festen Platz innerhalb der Reihe.
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Bildbewertung: 4 von 5 Fernsehern.
Das Bild zeigt sich mit sehr feinen Details wenn auch überwiegend nur bei Szenen im Hellen, doch auch Nachtszenen können überzeugen mit ausreichenden Details und einen sehr guten Schwarzwert. Rauschen tut das Bild wenn überhaupt nur minimal! Die Schärfe präsentiert sich durchgehend klar.
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Tonqualität: 4 von 5 Soundboxen.
Durch das Alter leider etwas matt und nur bedingt räumlich. Doch es kommt hervorragend sauber daher, was wiederum alles wieder klarer macht.
Bonusbewertung: 1 von 5 Sternen.
Als Extra gibt es leider nur den Trailer zum Film. Schade!
Abspann: Ja! Natürlich kommt nach dem Abspann noch eine kleine Szene.
Zusätzliche Infos: Wurde 35 Jahre lang als jugendgefährdet eingestuft. Zum Kinostart des Remakes mit Bruce Willis wurde er jetzt ab 16 Jahren freigegeben.
Wendecover: Ja! Ist vorhanden.
EAN: —
VÖ-Kauf: 22. März 2018
www.studiocanal.de