


Auf der Suche nach dem ultimativen Kick reisen zwei junge Paare durch das amerikanische Hinterland, um der Legende vom Serienkiller Dr. Satan nachzugehen. Sie treffen auf den geheimnisvollen Captain Spaulding, der den Teenagern allerhand über Dr. Satan erzählt. Durch eine Autopanne wird ihre Weiterfahrt unterbrochen und sie suchen Hilfe in einem nahegelegenen Haus. Dort treffen sie auf eine Familie, die sich noch während des gemeinsamen Halloween-Mitternachtsgelages als ein mordlustiger Psychopathen-Clan entpuppt.
Originaltitel: House of 1000 Corpses
Regie: Rob Zombie (Halloween).
Drehbuch: House of 1000 Corpses (31).
Darsteller: Sid Haig (The Devil’s Rejects), William Bassett (Karate Kid), Karen Black (Der große Gatsby), Bill Moseley (Repo!), Dennis Fimple (Maverick), Sheri Moon Zombie (3 from Hell), Rainn Wilson (Super), Erin Daniels (Bad Sitter), Walton Goggins (Ant-Man and the Wasp), Chris Hardwick (Talking Dead), Jennifer Jostyn (Deep Impact).
Genre: Horror
Land: USA
FSK: 18 Jahre.
Laufzeit: 89 Minuten.
Bildformat: 1.78:1 / 16:9 Widescreen (1920x1080p).
Sprachen: Deutsch, Englisch.
Tonsystem: DTS-HD MA 5.1, DTS-HD MA 5.1
Untertitel: deutsch.
Extras: Featurettes – Hinter den Kulissen, Casting Aufnahmen, Aufnahmen der Proben, Interviews, Making of, Trailer, Trailershow.
Vertrieb: STUDIOCANAL
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Filmbewertung: 4 von 5 Filmklappen.
Mit House of 1000 Corpses erfüllte sich Rob Zombie den Traum vom eigenen Horrorfilm – und genau das spürt man in nahezu jeder Einstellung. Der Film wirkt weniger wie ein klassischer Genrebeitrag als vielmehr wie eine wilde Liebeserklärung an das Exploitation- und Horrorkino der Siebzigerjahre. Schmutzig, grell, überdreht und voller bizarrer Einfälle präsentiert sich dieses makabre Horrorkabinett als ein Albtraum zwischen Jahrmarkt, Geisterbahn und Fiebertraum.
Besonders beeindruckend bleibt dabei die Optik. Der Film fängt den Geist jener alten Grindhouse-Produktionen erstaunlich authentisch ein. Die körnigen Bilder, die schrägen Farbfilter, die exzentrischen Figuren und die bewusst überzeichnete Inszenierung erzeugen eine Atmosphäre, die man entweder sofort liebt oder konsequent ablehnt. Gerade dieser kompromisslose Stil macht einen großen Teil des Reizes aus. Man hat ständig das Gefühl, in eine verstörende Parallelwelt geraten zu sein, in der jede Tür zu einem noch seltsameren Ort führt.
Die nun verfügbare ungeschnittene Fassung sorgt vor allem bei Fans für Freude. Die Unterschiede zur früheren Schnittfassung fallen zwar weniger drastisch aus, als manche vielleicht erwartet haben, doch gerade bei einigen blutigeren Details und Gewaltszenen wird deutlich, wo ursprünglich gekürzt wurde. Für Neueinsteiger verändert das den Film kaum, Kenner werden die Ergänzungen hingegen durchaus bemerken.
Interessanterweise liegen die Stärken des Films weniger im Bereich von Horror oder Spannung. Echten Nervenkitzel erzeugt Haus der 1000 Leichen nur selten. Auch klassische Gruselmomente bleiben eher die Ausnahme. Stattdessen setzt Rob Zombie auf groteske Bilder, schräge Figuren und eine permanente Atmosphäre des Wahnsinns. Viele Szenen wirken verstörend, manche sogar regelrecht krank, doch gerade diese hemmungslose Verrücktheit verleiht dem Film seinen Kultstatus. Man schaut nicht gebannt vor Angst zu, sondern fasziniert von dem, was als Nächstes für eine Absurdität um die Ecke kommt.
Rückblickend erkennt man allerdings auch, dass Zombie als Regisseur hier noch auf der Suche nach seinem Stil war. Die spätere Fortsetzung The Devil’s Rejects wirkt erzählerisch deutlich reifer, spannender und insgesamt geschlossener. Dennoch besitzt Haus der 1000 Leichen einen ganz eigenen Charme, den viele spätere Horrorfilme nicht erreichen. Ein Film voller Blut, Wahnsinn und schräger Ideen, der weniger erschreckt als verstört – und genau darin seine besondere Faszination findet. Für Genrefans bleibt er ein ungewöhnlicher, manchmal anstrengender, aber zweifellos prägender Kultfilm.
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Bildbewertung: 4 von 5 Fernsehern.
Sehr schöne, sehr feine Details, die Schärfe zeigt sich dabei glasklar. Die Farben sind kräftig, der Kontrast ist genau richtig angepasst und der Schwarzwert ist satt.
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Tonqualität: 4 von 5 Soundboxen.
Keine neue Synchronisation, daher erklingen einige Synchronstimmen etwas dumpf. Doch insgesamt ist der Sound nicht nur sehr dynamisch und sauber sondern wurde auch recht atmosphärisch abgemischt. Dennoch, ganz so räumlich ist dieser leider nicht.
Bonusbewertung: 3 von 5 Sternen.
Das zusätzliche Bonusmaterial kennt man bereits, allerding wurde hier auch ein wenig abgespeckt.
Abspann: Nein! Da kommt keine Szene mehr.
Zusätzliche Infos: —
Wendecover: Ja! Ist vorhanden.
EAN: —
VÖ-Kauf: 22. November 2018