


Aufgrund einiger schlimmer Ereignisse ist Ingrid aktuell psychisch instabil und nicht wirklich voll zurechnungsfähig. Im realen Leben findet sie einfach keine Freunde und flüchtet sich deshalb auf Instagram. Besessen von Social- Media-Promi Taylor, die ein scheinbar perfektes Leben führt, beschließt Ingrid, alles hinter sich zu lassen und gen Westen zu ziehen, um ihrem Idol nahe zu sein. In Venice Beach angekommen, nimmt Ingrid selbst eine Taylorinspirierte Identität an, die ihr helfen soll, sich mit ihrem Vorbild anzufreunden.
Originaltitel: Ingrid goes West
Regie: Matt Spicer.
Drehbuch: David Branson Smith, Matt Spicer.
Darsteller: Aubrey Plaza (ALEX), Elizabeth Olsen (Avengers), O’Shea Jackson Jr. (Criminal Squad), Wyatt Russel (Everybody Wants Some!!), Billy Magnussen (Game Night).
Genre: Komödie / Drama
Land: USA
FSK: 12 Jahre.
Laufzeit: 98 Minuten.
Bildformat: 2.40:1 / 16:9 Widescreen (1920x1080p).
Sprachen: Deutsch, Englisch.
Tonsystem: DTS-HD MA 5.1, DTS-HD MA 5.1
Untertitel: deutsch.
Extras: Audiokommentar, Deleted Scenes.
Vertrieb: LEONINE
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Filmbewertung: 4 von 5 Filmklappen.
Ingrid Goes West ist auf den ersten Blick eine Tragikomödie, auf den zweiten jedoch eine erstaunlich treffende und teilweise erschreckende Bestandsaufnahme unserer heutigen Social-Media-Welt. Was bei seiner Veröffentlichung noch leicht überspitzt wirkte, erscheint inzwischen beinahe alltäglich. Genau darin liegt die besondere Stärke des Films.
Im Mittelpunkt steht eine Figur, die zwischen Sehnsucht, Einsamkeit und dem Wunsch nach Anerkennung gefangen ist. Dank der großartigen Darstellung von Aubrey Plaza entwickelt Ingrid dabei eine faszinierende Ambivalenz. Man beobachtet ihre Entscheidungen oft mit wachsendem Unbehagen, kann sich ihrem Schicksal aber dennoch nicht entziehen. Mal empfindet man Mitleid, im nächsten Moment schüttelt man den Kopf über ihre Handlungen. Und kurz darauf versteht man sie wieder ein Stück mehr.
Der Film schafft es dabei hervorragend, die künstliche Welt von Likes, Followern und perfekt inszenierten Online-Leben bloßzustellen, ohne dabei jemals wie eine moralische Predigt zu wirken. Stattdessen entsteht die Kritik ganz natürlich aus den Figuren und ihren Beziehungen. Gerade dadurch wirkt vieles unangenehm glaubwürdig.
Besonders interessant ist, dass Ingrid Goes West nie einfache Antworten liefert. Soll man Ingrid bemitleiden? Soll man sich für sie freuen? Oder sollte man sich vielmehr Sorgen machen? Der Film lässt diese Fragen bewusst offen und gewinnt genau dadurch an Tiefe. Die Figuren bewegen sich ständig zwischen Sympathie und Ablehnung, wodurch die Geschichte eine ungewöhnliche Spannung entwickelt.
So bleibt ein Film, der gleichermaßen unterhaltsam wie beunruhigend ist. Eine bitterkomische Satire über Selbstinszenierung, Einsamkeit und die Suche nach Zugehörigkeit in einer digitalen Welt. Dank Aubrey Plaza, die den Film praktisch im Alleingang trägt, entwickelt sich daraus ein ebenso schräges wie faszinierendes Erlebnis, das lange nachwirkt.
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Bildbewertung: 4 von 5 Fernsehern.
Schön heller Kontrast und eine natürliche Farbwiedergabe, die Schärfe zeigt sich dabei ausgezeichnet klar, die Details sind ausreichend zufrieden stellen.
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Tonqualität: 4 von 5 Soundboxen.
Ein sehr auf Dialoge zugeschnittener Sound, doch auch Nebengeräusche wie die Töne der Social-Medien schießen mit einem Bing ins Ohr. Sehr sauber!
Bonusbewertung: 1 von 5 Sternen.
Audiokommentar und einige geschnittene Szenen sind leider wenig überzeugend.
Abspann: Nein. Da kommt nichts mehr!
Zusätzliche Infos: —
Wendecover: Ja! Ist vorhanden.
EAN: —
VÖ-Kauf: 20. April 2018.
www.leoninedistribution.com